Graz ist Modellregion für E-Mobility

Die steirische Landeshauptstadt hat den Zuschlag zur E-Mobilitäts-Modellregion aus dem Förderprogramm des Klima- und Energiefonds und des Lebensministeriums erhalten.

10/11/2010

Die steirische Landeshauptstadt hat den Zuschlag zur E-Mobilitäts-Modellregion aus dem Förderprogramm des Klima- und Energiefonds und des Lebensministeriums erhalten. Graz ist neben Eisenstadt und Wien die dritte neue E-Mobilitäts-Modellregion, die aus der Ausschreibung des Klima- und Energiefonds 2010 hervor gegangen ist. 500 Elektroautos und rund 1.200 E-Bikes sollen in den nächsten drei Jahren angeschafft werden, die Infrastruktur mit Ladestationen entsprechend wachsen. Die zusätzlich benötigte Energie wird aus Kleinwasserkraftwerken und Photovoltaikanlagen gewonnen. Eine Integration des öffentlichen Verkehrs ist ebenfalls Bestandteil des vorliegenden Konzeptes.

Seit drei Jahren gibt es das Programm "E-Mobilitäts-Modellregionen" des Klima- und Energiefonds gemeinsam mit dem Umweltministerium, womit Erfahrung für eine breite Markteinführung gesammelt werden soll. 2010 wurden in Summe 3,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Graz erhält 1,6 Millionen Euro.

Das übergeordnete Ziel der E-Mobility ist die nachhaltige Senkung von CO2-Emmissionen mittels rascher und nachhaltiger Einführung von elektrischer Mobilität. Graz hat ihr Konzept auf die Feinstaubproblematik in der Stadt abgestimmt. Wolfgang Malik, Geschäftsführer der Holding Graz, kann sich ein cket für den öffentlichen Verkehr und E-Bikes vorstellen: „Im Sommer können die Fahrgäste die Elektrofahrräder benutzen, im Winter Straßenbahn und Bus." Auch der Fuhrpark der Holding Graz soll auf E-Fahrzeuge umgestellt werden. Großes Ziel ist es, das Projekt, in das innerhalb der kommenden eineinhalb Jahre insgesamt 20 Millionen Euro fließen werden, nach Ablauf der Förderzeit selbstständig nachhaltig weiter zu betreiben.

Nur wenn es gelinge, die Stadtgestaltung so auszurichten, dass es für die Bürgerinnen und Bürger attraktiv sei, sich mit einem Elektrofahrzeug zu bewegen, könne die gesamte Stadt von einem Zugewinn an Lebens- und Wohnqualität profitieren. Hier seien Städteplaner, die Politik und Bevölkerung gleichsam gefragt. Entscheidende Impulse für diese Entwicklung müsse die Stadt jedoch selbst geben, meinte der Grazer Bürgermeister bei der heutigen Pressekonferenz. So positioniert sich Graz als Kompetenzzentrum in Sachen Elektromobilität, heimische Leitbetriebe wie Magna oder die AVL leisten wertvolle Arbeit und helfen, den Weg in Richtung einer elektrisch motorisierten Zukunft zu ebnen. Nicht nur die Grazer Verkehrsbetriebe fahren mit dem Volvo Hybrid Bus in Richtung E-Mobility, auch die Post wird demnächst E-Bikes und E-Mopeds übernehmen.

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