Im Rahmen des Umstrukturierungsprojektes der stationären Jugendwohlfahrtseinrichtungen der Stadt Graz wurde vom Gemeinderat der Beschluss gefasst, drei neue dezentrale sozialpädagogische Einrichtungen zu schaffen. Als Ersatzbauten für die "Villa Hartenau" und die "Kindervilla in der Grabenstraße" errichtete die GBG, die Grazer Bau- und Grünlandsicherungsgesellschaft, in der Überfuhrgasse und in der Michael-Kienreich-Straße bereits vor längerer Zeit zwei neue Jugendwohnhäuser, mit dem Ziel, den Kindern und Jugendlichen ein familiäres Umfeld zu bieten.
Das dritte Jugendwohnhaus soll in der Grabenstraße entstehen und den Mädchen und Buben Ende Sommer 2007 übergeben werden. In diesem Zusammenhang führte die GBG einen geladenen Gestaltungswettbewerb durch, dessen Ergebnisse nun präsentiert wurden. Die Jury entschied sich dabei für das Projekt der Grazer Architektin DI Jasmin Leb-Idris.Beschreibung der Siegerprojektes "donut living":
Die Einrichtung der JWE3 ist im hinteren, westlichen Grundstücksteil angesiedelt, die Wohnplattform im vorderen, östlichen. Parkplätze in geforderter Anzahl sind, teilweise gedeckt im östlichen Grundstücksteil angelegt. Ein behindertengerechter Parkplatz befindet sich im Bereich der Anlieferzone.
Die Erschließung der beiden Häuser erfolgt fußläufig (Feuerwehrzufahrt möglich)
über einen südlich gelegenen Weg. Ein Müllplatz ist im Bereich der Parkplätze vorhanden. Die einzuplanende Lärmschutzwand ist im Bezug auf die Grundstücksgrenze nach oben gesetzt, d.h. der untere, südlich davon gelegene Teil ist lärmbelastet. Das Gebäude ist U-förmig ausgebildet und bildet somit einen Innenhof, der auf der ruhigen, nördlichen Seite liegt. Die Zimmer orientieren sich nach Südosten bzw. Südwesten. Das Gebäude verfügt über einen Wintergarten, der dem Wohnraum vorgelagert ist. In der Südwestlichen, der Grabenstraße zugewandten Fassade sind Schallschutzfenster im EG und OG vorgesehen. Im Kernbereich der Kinderzimmer im OG gibt es noch ein so genanntes „Nest“ welches, über dem Gangbereich liegend, nach Norden ausgerichtet ist und über das die Zimmer gelüftet und zusätzlich belichtet werden können. Die barrierefreie Zugänglichkeit der Gebäude ist für das EG gegeben, das OG ist derzeit nicht barrierefrei erreichbar (Einbau Lift möglich).
Das EG weist kein WC auf. Das Projekt sieht als einziges der 3 Beiträge einen Keller vor (z.B. Hobby- und Freizeitraum, natürlich belichtet). Das Gebäude der Wohnplattform ist im mittleren Teil des Grundstücks situiert. Spielplatz und Spielwiese (zwischen beiden Baukörpern) sind vorhanden. Ein Kulturgarten, zum Anpflanzen von Gewürzen und Kräutern ist im hintersten Teil des Grundstücks vorgesehen. Eine direkte fußläufige Verbindung vom hinteren Grundstücksteil zur Grabenstraße
ist möglich. (Auszug aus dem Juryprotokoll)
Weitere Teilnehmerinnen am Wettbewerb:
Architektin DI Marion Wicher-Scherübel,
Architektinnen DI Elisabeth Lechner und DI Marlies Binder
- Verfasser/in:
- Redaktion GAT Graz Architektur Täglich








