... haben Studierende des Instituts für Zeitgenössische Kunst der Architekturfakultät an der TU Graz und des Instituts für Kunstgeschichte der Karl-Franzens-Universität Graz. Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Kunst und Öffentlichkeit“ und unter der Leitung von Hans Kupelwieser und Nicole Pruckermayr gestalten sie zeitgleich zwei Ausstellungen am Areal des Botanischen Gartens am Institut für Pflanzenwissenschaften und in der Ganggalerie des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Graz.
Frei nach dem Motto „Ohne Glaspalast ist das Leben eine Last“ (Paul Scheerbart, deutscher Dichter, 1914 über Glasarchitektur) widmen sich die rund 100 StudentInnen der historischen Glashausanlage, die 1887/88 erbaut wurde und immerhin eine der ältesten Architekturen des Universitätsareals darstellt.
Über zwanzig multimediale Stationen im alten und im neuen Glashaus sowie im Botanischen Garten entführen die BesucherInnen in die wundersame Welt der botanischen „Glaspaläste“. Am Institut für Kunstgeschichte wird die „gewachsene Geschichte“ des alten Glashauses aus kunsthistorischer Perspektive betrachtet.
gepflanzt
Die jungen Kreativpflänzchen hatten offenbar jede Menge Spaß an ihrer Aufgabe. Das Gesamtensemble des Botanischen Gartens samt alten und neuen Gewächshäusern bildet ja auch einen reizvollen Nährboden für Ideen aller Art: Frech, fröhlich, spritzig, witzig, nachdenklich und bisweilen ziemlich locker vom Hocker präsentieren sich die künstlerischen Ergüsse der Studierenden. Drinnen und draußen laden vielfältige Inszenierungen die BesucherInnen zum Nachdenken ein. Manchmal entführen sie zu märchenhaften Phantasien, die vom eigentlichen Thema Glasarchitektur ein wenig ablenken.
Glassplitter, kunstvoll zu Figuren arrangiert, die an Eisprinzessinnen erinnern, zuckerlfarbene Blüten, die sich um Rost und Glas ranken, über moosbewachsenen Stein kriechen oder an „echten“ Schlingpflanzen hochklettern: Dornröschen lässt grüßen. Vielleicht will es wachgeküsst werden. Wäre nur noch die Frage zu klären, in welcher Gestalt der erlösende Prinz in Erscheinung tritt, um dem alten Gewächshaus neues Leben einzuhauchen.
Nun haben „Vorboten des Prinzen“ kreative Impulse in Richtung lebendige Gestaltung gesetzt. Mögen „frischer Wind, Regen und Sonne“ noch das ihrige beitragen, damit die Pflänzchen gedeihen.
DETAILS ZU "gepflanzt":
Ausstellung im Botanischen Garten
Schubertstraße 59, 8010 Graz
Ausstellungsdauer: 21. bis 30. Jänner 2009
Öffnungszeiten:
Freiland (Eingang Holteigasse und Schubertstraße): täglich von 8.00 bis 15.00 Uhr
Gewächshäuser (Eingang Schubertstraße): täglich von 10.00 bis 14.00 Uhr
Informationen und Kontakt:
Dr. Ursula Brosch
Institut für Pflanzenwissenschaften
T +43/(0)316/ 380 – 5662
ursula.brosch@uni-graz.at
DETAILS ZU "gebaut":
Ausstellung in der Gang-Galerie des Instituts für Kunstgeschichte, Universitätsplatz 3, 2. Stock, 8010 Graz
Ausstellungsdauer: 21. Jänner 2009 bis 26. Juni 2009
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, von 10.00 bis 16.00 Uhr
- Verfasser/in:
- Ruth Scheuer, Empfehlung
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