Fragen zur Architektur

Ihr Architekturportal begrüßt das neue Jahr 2004 mit einer Reihe von "brennenden" Fragen

12/01/2004

Ihr Architekturportal begrüßt das neue Jahr 2004 mit einer Reihe von "brennenden" Fragen.

Aus zwei naheliegenden Gründen: weil wir Ihnen gehören, also nur mit ihrer regen Beteiligung als "Plattform Architektur" unserem selbstgestellten Anspruch näherkommen können. Und weil die steirische Architektur und ihre aktiven Vertreterinnen und Vertreter im kommenden Jahr in zusätzlicher Weise herausgefordert werden.

Der unvollständige, mit durchaus auch Augenzwinckern erstellte Fragenkatalog soll im besten Sinn dazu beitragen, die Herausforderungen - wie unsere Fragen - als Chance zu verstehen, die möglichen Ergebnisse und Antworten selbst- und mitzugestalten.

Ihre Fragen, Antworten und Aktivitäten im kommenden Jahr werden wir dabei, wie es unser Auftrag ist, weiterhin gerne öffentlich machen.

Einige der eingedickten, stark zugespitzten Fragen wollen wir näher ausführen, damit der Kontext faßbarer wird, indem sie aufzufassen sind.

Sind wir auf den 1. Mai 2004, den Beitritt der zehn neuen Mitgliedstaaten in die EU, ausreichend vorbereitet?

Die Vergabekultur ist nur ein Beispiel dafür, wieviel auf dem Spiel steht, wenn es um kulturelle Angelegenheiten im vereinigten Europa geht. Ist sie hinüber- und herüberzuretten?

Haben die Lobbies der Architektur in Österreich bereits alles unternommen, um sich in Brüssel lautstark Gehör zu verschaffen? Im Verbund mit den Ländern, denen ebenfalls ein hohes Niveau der Baukultur am Herzen liegt?Wie eng Architektur und Politik auch verzahnt sein mögen, wenn sie je nicht mit einem gesunden Mass an Vision betrieben werden, werden ihre Ergebnisse je anderes als leblose und verwechselbare Gemäuer hervorbringen bzw. frustrierte Menschen mit ihren Bedürfnissen alleine lassen? (in Anspielung auf den legendären Sager Franz Vranitzkys (österreichischer Bundeskanzler von 1986-1997), wonach Politik ohne Visionen auszukommen habe - alles nachträgliche Widerrufen hatte nichts genützt, die Fama war in die mediale Welt gesetzt)Am Problem Verkehrsstaus mangelt es auch in Graz und in der Steiermark nicht an schlagenden Beispielen. Wer wäre am Zug, diese Herausforderung zu bewältigen? (am Verkehr und im Speziellen in der Transit-Problematik zeigt sich schonungslos die Grenze, die etwa durch das Klischee von der "Brüsseler Bürokratie" gern künstlich hochgezogen wird, um es sich dahinter gemütlich zu machen)Wir von der Redaktion denken, das die angerissenen Fragen auf einem gemeinsamen Nenner fußen. Ihr Inhalt betrifft alle Partner gleichermaßen - mal mehr, mal peripherer.

Sie sind herzlich eingeladen, sich zu Antworten anregen und hinreißen zu lassen.

Wer Visionen hat, braucht Architektur.

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