Forschungswettbewerb "Barrierefreiheit"

Die ÖBB schreibt für junge Menschen bis 35 einen Forschungswettbewerb zum Thema „Barrierefreie Gestaltung der Einstiegssituation bei Reisezugwaggons“ aus.

04/03/2006

Die ÖBB schreibt für junge Menschen bis 35 einen Forschungswettbewerb zum Thema „Barrierefreie Gestaltung der Einstiegssituation bei Reisezugwaggons“ aus.

Inhalt und Ziel des Wettbewerbes ist es, Konzepte zu entwerfen, welche eine barrierefreie Einstiegsgestaltung bei Reisezugwaggons ermöglichen. Die besten fünf dieser Konzeptideen werden durch die ÖBB im Rahmen einer Präsentation prämiert.

Einreichschluss: 31.03.2006

Ziel des Wettbewerbes:

Es wird eine Ergänzung der heute vorhandenen Schnittstelle Bahnsteig-Fahrzeug gefordert. Das zu entwerfende System braucht nicht zwingend auf den Einbau in Fahrzeuge beschränkt zu werden, auch bahnsteigseitige Lösungsvorschläge sind zulässig. Beim Entwurf ist jedoch darauf zu achten, dass das System interoperabel ist und im Ruhezustand zu keinen Behinderungen, weder für den Bahnbetrieb noch für Reisende führt (weder während der Fahrt noch beim Einsteigen), und dass es bei Bestandsfahrzeugen eingesetzt werden kann. Das entworfene System muss technisch realisierbar, bedienungsfreundlich, einfach wartbar und finanzierbar sein. Weiters dürfen vom System keinerlei Gefährdungen ausgehen!

Die barrierefreie Einstiegsgestaltung sollte allen Mobilitätseingeschränkten zugute kommen (Rollstuhlfahrern, Personen mit Kinderwagen, Senioren, Gehbehinderten, auch Reisenden mit Gepäck, etc.)

PREISE:

1. Platz: € 4.000

2. Platz: € 3.000

3. Platz: € 2.000

4. Platz: € 1.500

5. Platz: € 1.000

Teilnahmeberechtigt ist jeder, der am Stichtag 01.02.2006 das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und nicht selbständig tätig ist!

Anforderungen an den Entwurf:

Es ist ein System zu entwerfen, welches die Barrierefreiheit der Schnittstelle zwischen gegenwärtig im Einsatz befindlichen Fahrzeugen (Bestandfahrzeuge) und den verschiedenen Bahnsteigen ermöglicht. Dieses System kann in Fahrzeuge ein zu bauen sein, es sind jedoch auch Lösungen am Bahnsteig möglich.

Der Entwurf muss folgende Punkte berücksichtigen:

• Das entworfene System muss bei Bestandfahrzeugen verwendet werden können. Es dürfen keine wesentlichen baulichen Veränderungen an den Fahrzeugen erforderlich sein.

• Das entworfene System muss technisch realisierbar sein. Beurteilt wird dabei auch der Komplexitätsgrad der Realisierbarkeit, d.h. ob das System einfach bei bestehenden Fahrzeugen oder Bahnsteigen eingebaut bzw. verwendet werden kann oder ob eine etwaige Nachrüstung sehr aufwändig erscheint.

• Vom System dürfen keinerlei Gefährdungen ausgehen!

• Das System muss bedienungsfreundlich sein.

• Im Ruhezustand darf das System nicht störend wirken, d.h. weder den Bahnbetrieb (weder bahnsteig- noch fahrzeugseitig) beeinträchtigen noch Fahrgäste im Zug oder beim Ein- und Aussteigen bzw. den Fahrgastfluss wesentlich behindern. Im Ruhezustand eines Gerätes dürfen keine ÖNORM-widrigen Erhöhungen im Fußbodenbereich auftreten.

• Beim Entwurf ist darauf zu achten, dass eine möglichst einfache Wartbarkeit gegeben ist und dass das System zuverlässig funktioniert. Auch nach einer längeren Einsatzpause muss es einwandfrei funktionieren, damit es einerseits im Bedarfsfall den betreffenden Fahrgästen zur Verfügung steht und andererseits nicht durch ein technisches Gebrechen betriebliche Störungen hervorgerufen werden.

• Die Anwendung des Systems darf in Summe nicht mehr als 4 Minuten in Anspruch nehmen (Ankunft des Zuges, Herrichten des Systems, Bedienung, Wegräumen, Abfahrt).

• Beim Entwurf ist sowohl hinsichtlich der Herstellung, des Einbaus als auch der Wartung auf eine zu erwartende Wirtschaftlichkeit zu achten.

• Die barrierefreie Einstiegsgestaltung sollte allen Mobilitätseingeschränkten zugute kommen (Rollstuhlfahrern, Personen mit Kinderwagen, Senioren, Gehbehinderten, Sehbehinderten, Hörbehinderten, Bewegungsbeeinträchtigten, Kleinwüchsigen, auch Reisenden mit Gepäck, etc.). Daher ist ein Gesamtkonzept zu überlegen und nicht eine Lösung, welche nur einer kleinen oder einer einzigen Gruppe Mobilitätseingeschränkter zugute kommt!

Abgabe des Entwurfes:

• Persönliche Abgabe am

Institut für Eisenbahnwesen der TU-Wien

Karlsplatz 13/ 3.Stock/Inst. 232, 1040 Wien

Öffnungszeiten:

Mo-Do, 8:30-11:30 Uhr, 13:30-15:30 Uhr; Fr, 8:30-11:30 Uhr;

In den Ferienzeiten siehe: www.eiba.tuwien.ac.at

• oder Abgabe auf dem Postweg (späteste Postaufgabe: 30.03.2006, Poststempel gilt)

• Um sicher zu gehen, dass etwaige auf dem Postweg verschwundene Projekte nicht verloren sind, können zusätzlich alle Unterlagen in Form eines ZIP-files an die angegebene eMail-Adresse (barrierefrei-oebb@eiba.tuwien.ac.at) gesandt werden.

KONTAKT:

Dr. Bernhard Rüger

TU-Wien, Institut für Eisenbahnwesen, Verkehrswirtschaft und Seilbahnen

KARLSPLATZ 13, A – 1040 Wien

T +43 (0)1/58801-23240

F +43 (0)1/58801-23299

barrierefrei-oebb@eiba.tuwien.ac.at

http://www.eiba.tuwien.ac.at /barrierefrei-oebb.htm

Weiterführende Links

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