Wenn am Schöckel die Sonne scheint und die Grazer unter der Dunstglocke stöhnen, dann ist wieder Feinstaubzeit.
Am Mittwoch, den 11. Jänner 2006, um 19.00 Uhr diskutieren Experten im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Technik für nachhaltige Entwicklung“ in der Aula der TU Graz, Rechbauerstraße 12, aus unterschiedlichen Blickwinkeln das Problem der Feinstaubbelastung : Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft thematisieren gesundheitliche Aspekte ebenso wie die Auswirkung von Pendlerströmen, Heizungssystemen und anderen Feinstaubver-ursachern.
Mit der Veranstaltungsreihe „Technik für nachhaltige Entwicklung“ will die TU Graz eine steiermarkweite Plattform schaffen, wo Probleme nachhaltiger Entwicklung an den Schnittstellen zwischen Technik, Umwelt und Gesellschaft diskutiert werden. Bisherige Termine standen im Zeichen knapper Ölreserven und dem Thema Wasser, die dritte und letzte Veranstaltung in diesem Semester beleuchtet das Problem der Feinstaubbelastung.
Die Eröffnung erfolgt durch O.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Hans Sünkel, Rektor der TU Graz.
Am Podium diskutieren:
Dipl.-Ing. Peter Postl (Wirtschaftskammer Steiermark, Rechtsservice Betrieb-Umwelt)
Hofrat Dr. Alfred Langer (Leiter der Fachabteilung 13A - Umwelt- und Anlagenrecht, Land Steiermark)
Dr. Christine Zach, ÖAMTC-Akademie (angefragt)
Univ. Prof. Dr. Hans Schnitzer (Institut für Ressourcenschonende und Nachhaltige Systeme, TU Graz)
Moderation: Mag. Helmut Schöffmann, ORF
Der Eintritt ist frei!
RÜCKFRAGEN können an die Organisatorin der Veranstaltung, Frau Sybille Braunegg, telefonisch (T 0316/873 7465) oder per E-Mail (s.braunegg@TUGraz.at) gerichtet werden. Eine Veranstaltungsreihe des Forums Technik und Gesellschaft gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Nachhaltige TU Graz
ZUR INFORMATION:
Als Feinstaub (PM10) wird die Gesamtmenge jener Staubpartikel bezeichnet, dessen aerodynamischer Durchmesser kleiner-gleich 10 μm beträgt. Die Messung sollte in Anwendung der EU-Richtlinie 1999/30/EG nach ÖNORM EN 12341 erfolgen. Bei den Messstationen in der Steiermark wird jedoch kein gravimetrisches Verfahren – wie vorgeschrieben – angewendet.
Der Grenzwert für den Tagesmittelwert beträgt 50 μg/m³. Dieser darf pro Jahr nicht mehr als 30 Mal überschritten werden. Im Jänner 2005 gab es an der Messstation Tiergartenweg (Graz-Süd) 19 Überschreitungen und im Februar 11, womit die maximale Anzahl an erlaubten Überschreitungen für das Jahr 2005 bereits ausgeschöpft war und mit dem ersten Märztag in unzulässiger Weise überschritten wurde. Die Höhe der Tagesmittelwerte im Rahmen der zulässigen Überschreitungen ist nicht festgelegt und betrug bspw. am 1. Jänner 2005 mit 195,97 μg/m³ fast das Vierfache des Grenzwertes. Jedoch gilt ein höchst zulässiger Jahresmittelwert von allgemein 40 μg/m³ und für den Bleianteil im PM10 von 0,5 μg/m³.