fasch&fuchs. in voller Fahrt

Letzten Freitag wurde der neueste Wettbewerbsgewinn des Architektenteams fasch&fuchs. vom Wiener Planungsstadtrat Schicker präsentiert – die Schiffsanlegestation am Schwe

06/04/2006

Letzten Freitag wurde der neueste Wettbewerbsgewinn des Architektenteams fasch&fuchs. vom Wiener Planungsstadtrat Schicker präsentiert – die Schiffsanlegestation am Schwedenplatz.

Ab Juni 2006 wird eine neue Schiffsverbindung Wien und Bratislava näher zueinander bringen und das gleich sechs Mal täglich. Anlegen wird der schnelle Katamaran ab 2007 an der neu zu errichtenden Schiffsstation am Schwedenplatz zwischen Schweden- und Marienbrücke. Freitag letzter Woche wurde in einer Pressekonferenz von Planungsstadtrat Rudolf Schicker bekannt gegeben, wer diese Anlegestelle bauen wird. Von den Projekten der acht geladenen Wettbewerbs-Teilnehmer Boris Podrecca, Eichinger oder Knechtl, ARTEC, fasch&fuchs. und querkraft architekten, alle aus Wien und Massimiliano Fuksas, Rom sowie Ivan Jarina und Fischer&Fischerova aus Bratislava, wurde jenes von Hemma Fasch und Jakob Fuchs von der Jury unter dem Vorsitz von Walter Stelzhammer zum Sieger gekürt.

Von der „Presse“ etwas unbeholfen als Design-Anlegestelle bezeichnet, trifft der „Standard“ mit seiner Feststellung, dass der Donaukanal mit diesem Projekt einen neuen architektonischen Blickfang bekommt, ins Schwarze.

Die neue Schiffsstation wird zwei gleichwertige Zugänge erhalten und sich ausgehend vom Franz-Josefs Kai den Donaukanal entlang über den Vorkai spannen. Sanft abfallende Rampen des teils verglasten Landungsstegs führen die Reisenden nicht nur zum Ticketbereich, sondern auch - auf halber Höhe zwischen Straßen- bzw. Kainiveau und Vorkai - zu Café und Restaurant, die beide durch ihre Längsorientierung attraktive Fensterplätze bieten werden. In der warmen Jahreszeit soll die gesamte Dachfläche zum Sonnendeck mit Sommerbar werden und zusätzliche Attraktion sein.

In ihrer Projektbeschreibung für den Wettbewerb notieren fasch&fuchs, dass die zeichenhafte Architektur ihrer Schiffsanlegestation an ein an der Kaimauer verankertes Schiff erinnern soll. Mögen derartige Assoziationen beim Betrachter der Schaubilder auch entstehen, so drängen sie sich nicht vordergründig plakativ auf, sie entstehen vielmehr aus der Eleganz der Stahlkonstruktion - der Rahmentragwerke, die über einem geschoßhohen Hauptträger auskragen, der wiederum mit nur zwei Auflagerpunkten am Vorkai das Auslangen findet (und einem hinteren Abstützpunkt gegen Kippen).

Freude und „Lust an der ingeniösen Konstruktion“ (Otto Kapfinger über fasch&fuchs) haben in diesem Projekt ganz offensichtlich ihre Höchstform gefunden. Man darf gespannt sein, ob die Anlegestelle, die von der „Wiener Donauraum Länden und Ufer Betriebs- und Entwicklungsgesellschaft“ errichtet werden wird, in der im vorliegenden Entwurf gegebenen architektonischen und konstruktiven Qualität umgesetzt werden kann. Wird sie es, so entsteht am Schwedenplatz, an prominenter Stelle, ein neues attraktives „Stadtmöbel“ als (auch) touristischer Anziehungspunkt. Und fasch&fuchs. werden - weithin sichtbar – mit einem ihrer signifikant feingliedrigen Gebilde nach der Station Schwechat (Sonderschule) und Leopoldau (Autobusgroßgarage) im Zentrum von Wien vor Anker gegangen sein.KONTAKT:

fasch&fuchs.ZT-GesmbH

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Verfasser/in:
Karin Tschavgova, Bericht

Weiterführende Links

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Der Wiener Donaukanal erhält eine moderne Schiffsanlegestation. Ein gläserner Landungssteg wird im Bereich zwischen Schweden- und Marienbrücke gebaut. Er soll bis 2007 fertig gestellt sein.
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Schiffsanlegestelle (mit Blick vom Schwedenplatz) für den Twin-City-Liner nach Bratislava. Der neue Schnellkatamaran wird sechs Mal täglich zwischen Wien und Bratislava fahren – mit einer Fahrzeit von rund 75 Minuten.

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