Das Deutsch-Österreichische URBAN-Netzwerk lädt gemeinsam mit den Städten Graz und Maribor und der Unterstützung des URBACT-Programms am 30. und 31. März 2006 zum europäischen Kongress "URBAN Action" ein.
Knapp ein Jahr nach der europäischen Konferenz 'URBAN Future' in Saarbrücken, die eindruckvoll die Vision des 'Acquis URBAN' erarbeitet und zum Ausdruck gebracht hat, ist es an der Zeit, die konkreten Vorbereitungen zur Integration der städtischen Dimension in die künftigen Strukturfondsprogramme zu reflektieren und sich über den Stand der Programmierung auszutauschen. Deshalb organisieren das Deutsch-Österreichische URBAN-Netzwerk, zusammen mit der Stadt Graz, deren slowenische Patenstadt Maribor und einer maßgeblichen Unterstützung durch das URBACT-Programm, den Kongress 'URBAN Action'. Die Veranstaltung findet in Abstimmung mit der Österreichischen EU-Ratspräsidentschaft am 30. / 31. März 2006 statt und richtet sich an Stadtentwicklungsexperten aus ganz Europa: an Fachleute aus Städten sowie regionalen und nationalen Behörden der alten und neuen Mitgliedsstaaten.
Im Verlauf der Konferenz werden alte Mitgliedsstaaten ihre Erfahrungen und Ergebnisse der EU-finanzierten Stadtentwicklungsinitiativen in den Bereichen Kohäsion, Wachstum und Beschäftigung präsentieren. Des Weiteren gibt die Konferenz einen Überblick über Erfahrungen, aktuelle Vorbereitungen und künftige Aktionen der europäischen und nationalen URBAN-Netzwerke. Um die relevanten Akteure in den neuen Mitgliedsstaaten noch stärker in europäische Netzwerke einzubinden, wird vor allem die Bedeutung von Vernetzungen und Erfahrungsaustausch zwischen alten und neuen Mitgliedsstaaten betont werden.
Im Mittelpunkt der Konferenz steht ein europäisches Panel mit der EU-Kommissarin für Regionalpolitik, Danuta Hübner, den beiden Europaabgeordneten Jean-Marie Beaupuy und Jan Olbrycht sowie nationalen Repräsentanten.
Dieses Podium wird den aktuellen Stand sowie die politische und strategische Bedeutung des URBAN-Mainstreaming erörtern. Ferner werden für ausgewählte Mitgliedstaaten städtische Vertreter gemeinsam mit regionalen bzw. nationalen Repräsentanten illustrieren, wie lokale Vorbereitungen für die städtische Dimension
in den übergeordneten nationalen und regionalen Förderrahmen eingepasst werden können. Für weitere Länder, insbesondere für die neuen Mitgliedstaaten, werden Ministeriumsvertreter die aktuellen Planungen für die Programmierung der städtischen Dimension auf nationaler bzw. regionaler Ebene vorstellen.
Diese inhaltlichen Schwerpunkte werden den Austausch von Informationen zwischen lokalen, regionalen und nationalen Entwicklungsakteuren ermöglichen und interessante Diskussionen zwischen den Mitgliedsstaaten über die laufenden Vorbereitungsprozesse anregen. Im Ergebnis werden alle Teilnehmer frühzeitig und umfassend über die künftigen Möglichkeiten und Anforderungen der städtischen Dimension informiert und dafür sensibilisiert.
Damit wird die Konferenz einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass eine starke städtische Dimension im Einklang mit dem Acquis URBAN umgesetzt und in allen europäischen Ländern verankert wird.
ZUR INFORMATION:
Die Gemeinschaftsinitiative (GI) URBAN - von der Europäischen Kommission 1994 ins Leben gerufen - unterstützt europäische Städte bei der Lösung ihrer wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Probleme. Ziel von URBAN ist die modellhafte Förderung integrierter, gebietsbezogener Ansätze zur Entwicklung krisenbetroffener Stadtteile in ganz Europa.
Das Deutsch-Österreichische URBAN-Netzwerk fungiert als Schnittstelle zum Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen den deutschen und österreichischen URBAN-Städten sowie weiteren Städten, die städtische Problemgebiete durch integrierte Konzepte revitalisieren wollen. KONTAKT:
Christian Huttenloher
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