...und endet meist mit einem Preis oder Ankauf. Mit dem 1. Preis des geladenen Wettbewerbes für ein Headquarter der Uniopt-Pachleitner Gruppe in Liebenau (2006) gelang dem jungen Architektenteam GSarchitects ein weiterer Erfolg.
Von insgesamt 35 Wettbewerben in den letzten sechs Jahren konnten beachtliche 14 gewonnen werden. Dass die im Jahr 2000 gegründete ARGE Danijela Gojic – Brigitte Spurej, 2005 kam Michael Gattermeyer dazu, bislang wenig in Erscheinung trat, liegt an der Tatsache, dass das junge Team damit begann, in Kooperation mit namhaften Architekturbüros (Pittino&Ortner, Manfrd Partl, Gamerith und Kampits u.a.) Wettbewerbe zu bestreiten; und dies mit beachtlicher Konsequenz und dementsprechendem Erfolg. Von den seit 2005 als GSarchitects gezeichneten Wettbewerbsprojekten war ein dritter Platz das schlechteste Ergebnis.
Das Geheimnis des Erfolges scheint ganz selbstverständlich: Das Wesentliche der Architektur ist die ihr innewohnende Idee, der schöpferische Prozess der Ideenfindung beginnt mit der Sammlung von Gedanken und Gefühlen, die sich zu Geschichten verdichten, ihre Umsetzung in Skizzen als dreidimensionales Gedankenmodell bilden den Ausgangspunkt eines jeden Entwurfs; die Ordnung der Gedanken ergibt eine unbeschreibbare Logik, den Inhalt der Architektur. Alles andere ergibt sich aus den die Architektur begleitenden Gesetzmäßigkeiten, Normen und Nutzbarkeiten.
Im Falle des Entwurfs für ein Headquarter der Uniopt-Pachleitner Gruppe (*), stadtauswärts anschließend an das Liebenauer Stadion, standen zwei Parameter im Vordergrund: der städtebauliche Aspekt an einem neuralgischen Punkt am Ostaus- bzw. eingang der Stadt ein markantes Zeichen zu setzen sowie für einen internationalen Konzern eine gebaute Corporate Identity zu entwickeln. Vor allem von Wien kommend vermittelt die bislang gesichtslose Stadteinfahrt – abgesehen vom Liebenauer Stadion, das mit dem zu kurz geratenen Turm eher im Versuchsstadium geblieben ist – den Eindruck durch einen Hintereingang in die Stadt zu gelangen. Ziel war es, ein neues unverwechselbares Entreé in die Stadt zu gestalten.
Das Ergebnis: „Eine Skulptur – eine schwarze Hülle – außen hart und fast geschlossen – innen hell, frei und fast aufgelöst – elegant und bestimmend führt sie die Bewegungen der Räume um ihre Mitte und dann immer weiter zum Horizont – Räume werden immer undichter, werden Flächen und schließlich löst die brechende Wasserfläche den Raum vollkommen auf.“ (GSarchitects)
Das Ergebnis überzeugte die Jury (u. a. DI Mag. Bertram Werle, Arch.) DI Marion Wicher-Scherbel und den Bauherrn gleichermaßen.
Das erste Projekt aus eigener Hand, der geladene und gewonnene Wettbewerb des Service-Centers Gleisdorf steht kurz vor dem Baubeginn (März 2007). „Das Freispielen der historischen Bausubstanz des Rathauses und die Schaffung eines qualitätsvollen, öffentlichen Freiraumes sind die wesentlichen Leitgedanken unseres Entwurfes. Zur Schaffung des Gleichgewichts zwischen ALT und NEU werden Raum und Distanz gesucht.“
KONTAKT:
GSarchitects
Danijela Gojic / Brigitte Spurej / Michael Gattermeyer
Mitarbeiter:
Rainer Strele, Robert Lamprecht, Jörg Abel, Matthias Falke
Köstenbaumgasse 17/II
A-8020 Graz
T +43 (0)316 680608
office@gsarchitects.at
(*) WEITERE GELADENE TEILNEHMER des Wettbewerbs Headquarter der Uniopt-Pachleitner Gruppe waren:
Arch. DI Klaus Grill
Arch. DI Ernst Giselbrecht
Arch. DI Innocad Gmbh
Arch. DI Michael Kadletz
Arch. DI Norbert Müller
Arch. DI Markus Pernthaler
Arch. DI Thomas Pucher
Arch. DI Reiner Schmid
- Verfasser/in:
- Ute Angeringer-Mmadu
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