Eröffnung des "RONDO" und des neuen Marienplatzes in Graz-Lend

Am 18.10.2007 wurden auf dem Areal der ehemaligen Marienmühle im Grazer Bezirk Lend das Rondo, ein Wohn- und Bürogebäude und der neu gestaltete Marienplatz eröffnet.

18/10/2007

Am 18.10.2007 wurden auf dem Areal der ehemaligen Marienmühle im Grazer Bezirk Lend das Rondo, ein Wohn- und Bürogebäude und der neu gestaltete Marienplatz eröffnet.

Auf dem Areal der ehemaligen Marienmühle im Grazer Bezirk Lend wurde nach Planung von Architekt Markus Pernthaler das Rondo errichtet, ein Wohn- und Bürogebäude am rechten Murufer im Einzugsgebiet des Hauptbahnhofes, das diesen städtischen Bereich vor allem durch seine avancierte Ästhetik aufwertet. Den Bau kennzeichnet eine dynamische Kurvenform, die durch das optisch bestimmende Element einer vorgespannten transluzenten Membran aus Polycarbonatstegplatten akzentuiert wird. Der Baukörper umschließt die erhaltene Parkanlage, durch die der Mühlgang fließt. Damit umfasst das Ensemble einen Grünbereich und eine Ruhezone mitten in der Stadt. Zu dieser Ruhezone hin öffnen sich die Wohnungen und Büros mit großen Verglasungen, Balkonen und Loggien. Durch die wechselseitige Ergänzung von drei alternativen Energiesystemen (Abwärme - Erdregister - Kollektoren) entspricht das Rondo ökologisch und energietechnisch einem Passiv-Haus.

Künstlerateliers im Rondo

Zur Eröffnung stellte Landes-Kulturreferent LH-Stv. Kurt Flecker zwei von der Kulturabteilung initiierte beziehungsweise begleitete Projekte vor. Jeweils für sechs Monate werden von der Kulturservicegesellschaft Instyria Künstler-Wohnateliers zur Verfügung gestellt. Nach Ausschreibung entschied sich eine Jury für Andrew Boot (Australien), Florian Grond (Deutschland), Maria Amanda Rivas (Nicaragua) und Micaela de Vivero (Ecuador). Arbeitsateliers für die Dauer eines Jahres beziehen Daphna Weinstein, Clemens Hollerer, Valentin Ruhry, Barbara Caspar, Ulrich Reiterer/Tobias Kestel, Karin Lernbeiß/Verena Michelitsch, Eva Helene Stern und der Verein elevate. Zu Ausstellungen und Lesungen werden die Ateliers mindestens zweimal auch für Publikum zugänglich sein.

Marienplatz NEU

Den Marienplatz und Eingangsbereich des Rondo hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kunst im Öffentlichen Raum, unter Leitung von Univ. Doz. Werner Fenz, das Schweizer Künstlerpaar Petruschka und Hannes Vogel neu gestaltet. Nach ihrem Konzept wurden auf dem Platz im Bereich der Mariensäule Leuchtkästen mit für den Ort relevanten Jahreszahlen eingelassen, die durch Texttafeln im Foyer des Gebäudes erläutert werden. Diese Reihe von Jahreszahlen beginnt mit 1594, als Johannes Keppler nach Graz kam und als Professor für Mathematik und Ethik sein astronomisches Erstlingswerk Mysterium Cosmographicum veröffentlichte und führt über das 18. Jahrhundert, seit dem die Mühlgasse die beiden Pestsäulen auf dem Lendplatz und dem Marienplatz verbindet. 1875 wurde die anliegende Keplerstraße errichtet, 1947 ein Teil der Mariengasse nach dem ersten Obmann der Sozialdemokratischen Partei der Steiermark, Gemeinderat und Landtagsabgeordneten in Hans-Resel-Gasse umbenannt. 1989 wurde die Marienmühle stillgelegt und im Oktober 2007 das Rondo eröffnet.

> > HINWEIS

Veranstaltungsreihe [typo]graphic

Hannes und Petruschka Vogel

"Schrift und Zeichen im urbanen Kontext"

WANN: Dienstag, 06. November 2007, 19.00 Uhr

WO: aut. architektur und tirol, Innsbruck

http://www.aut.cc/

Verfasser/in:
Wenzel Mracek, Bericht

Weiterführende Links

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Foto: Paul Ott
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Markus Pernthaler, Petruschka und Hannes Vogel, Werner Fenz, Kurt Flecker, Angelika Vauti-Scheucher (Instyria) bei der Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung des Rondos samt KünstlerInnenatliers, am 17.10.2007. Foto: wm
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Jeweils für sechs Monate werden von der Kulturservicegesellschaft Instyria Künstler-Wohnateliers zur Verfügung gestellt. Foto: wm
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Nach ihrem Konzept des Schweizer Künstlerpaares Petruschka und Hannes Vogel wurden auf dem Platz im Bereich der Mariensäule Leuchtkästen mit für den Ort relevanten Jahreszahlen eingelassen, die durch Texttafeln im Foyer des Gebäudes erläutert werden. Foto

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