Eröffnung der Expo Zaragoza 2008

Am Samstag, den 14.06. öffnete die Weltausstellung 2008 im nordspanischen Zaragoza ihre Pforten. Das Leitthema der Expo, die bis 14.09.2008 dauert, ist ‘Wasser und nachha

14/06/2008

Am Samstag, den 14.06. öffnete die Weltausstellung 2008 im nordspanischen Zaragoza ihre Pforten. Das Leitthema der Expo ist ‘Wasser und nachhaltige Entwicklung’.

Drei Monate lang präsentieren 105 Länder in Zaragoza innovative Technologien und Entwicklungen rund um die Wasserversorgung. Mehr als 200 regierungsunabhängige Organisationen machen auf der ersten Expo in Europa seit acht Jahren zudem auf die immer knapperen Wasserreserven der Erde aufmerksam. Erwartet werden rund vier Millionen Besucher.

Die Expo 2008 lockt mit Ausstellungen rund um das Wasser, beeindruckenden Bauwerken wie dem Brückenpavillon der irakischen Stararchitektin Zaha Hadid oder dem größten Süßwasseraquarium Europas. Zudem gibt es fast 5000 Musikveranstaltungen von Pop bis Klassik. Etwa 3,5 Milliarden Euro wurden anlässlich der Expo in Spaniens fünftgrößte Stadt (650 000 Einwohner) investiert.

Österreich-Pavillon "Pure Austria"

Österreich inszeniert sich in Zusammenarbeit mit der heimischen Kreativszene zu den Themen "Wasser" und "nachhaltige Entwicklung". Im Rahmen der Eröffnung des österreichische Pavillons unter dem Titel "Pure Austria" findet die Welturaufführung "Wintersonne" von liquid.loft statt. Die ganztägige Performance liefert einen Vorgeschmack auf das reichhaltige Programm der nächsten Wochen.

In einem 512 m² großen Pavillon können die 400.000 erwarteten BesucherInnen Österreich mit allen Sinnen erleben. Unter Leitung der hiesigen Regierungskommissärin Marès Rossmann und EXPO-Geschäftsführer Robert Punkenhofer präsentiert sich Österreich als verlässlicher Wirtschafts-, Wissenschafts- und Tourismuspartner. Die Wahrnehmung der Fortschrittlichkeit des Landes wird durch Architektur und Kunst, Kultur, Mode und Musik zusätzlich geschärft.

Die Architektur für "Pura Austria" stammt von der interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft Strauss-Solid-Ritter, deren Projekt die Jury in der offenen Ausschreibung zur EXPO 2008 überzeugen konnte. Ergebnis ist eine interaktive Gesamtlösung im Zusammenspiel von Architektur und Kunst: Der erste Blick des Besuchers fällt auf die lamellenartige Fassade mit einer überdimensionalen Eis- und Schneelandschaft des Künstlers Walter Niedermayr. Ein multimedial inszenierter Hohlweg, der "walk of fame", zeigt Portraits österreichischer Alltagspersönlichkeiten zum Thema Wasser und Nachhaltigkeit. Er führt gleichzeitig in die Arena, das Herzstück des Pavillons.

Dort trifft der Zuschauer auf Wasser- und Naturlandschaften, die den Horizont erweitern und über Spiegelungen ungeahnte Perspektiven ermöglichen. In dieser Umgebung tanzen die DarstellerInnen der Performance von liquid.loft, einem Zusammenschluss verschiedener KünstlerInnen mit dem Choreografen Chris Haring. Die international angesehene Performancegruppe aus Österreich entwickelte eine Rundum-Videoprojektion mit einem speziellen Licht- und Klangkonzept. Im Zentrum steht, in Anlehnung an das begehrte österreichische Wintersouvenir, eine begehbare Schneekugel. Die KünstlerInnen interagieren mit den BesucherInnen außerhalb der Installation. Wer vom Publikum selbst in die Schneekugel möchte, schlüpft in eigens zu diesem Zweck von den angesagten JungdesignerInnen house of the very entwickelte Outfits.

Daneben verbinden Lucy und Jorge Orta in ihrer Arbeit "OrtaWater Zillie Fluvia Unit" eine traditionelle Zille der österreichischen Bergseen mit einer organischen Stahlkonstruktion. Eine Skulptur aus Hunderten von Flaschen aus Österreich und aller Welt, Wassertanks, Schläuchen und Armaturen hinterfragt auf künstlerische Weise den Umgang des Menschen mit Wasser.

In der Lounge laden Möbel von namhaften österreichischen Herstellern wie Bene, Wittmann und Neue Wiener Werkstätte die BesucherInnen zum Verweilen ein. Die Licht- und Toninstallation "SPEED SHIFT" von Erwin Redl sorgt in diesem Raum für Entspannung und stellt gleichzeitig gewohnte, an Ort- und Zeitgefüge gebundene Wahrnehmungskonventionen in Frage.

In Europa hatte es zuletzt im Jahr 2000 in Hannover eine Expo gegeben. 2005 fand eine Weltausstellung in Aichi (Japan) statt, die nächste ist 2010 in Shanghai (China) geplant.

KONTAKT:

EXPO Office Austria

c/o Wirtschaftskammer Österreich

Robert Punkenhofer / Klaus Pichler

Reitschulgasse 2 / 3

1010 Wien

T +43 (0)1/532 18 11 0 office@expoaustria.at

Verfasser/in:
Redaktion GAT Graz Architektur Täglich

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