Ideenwettbewerb Eisenerz 2021
Projekt: 11_564568
drei Engel für Eisenerz
Innenstadtaktivierung durch Umwertung im Außenring
Leitbild für Eisenerz 2021
Drei Engel für Eisenerz stellt eine Begleitstrategie zu den geplanten Rückbaumaßnahmen dar. Zukunftsvisionen zur Belebung der Innenstadt über Umwertungen der periphären Leerstände werden entwickelt. Konkrete Maßnahmen werden ergriffen, um unter Einbezug von SchlüsselakteurInnen mit Kernkompetenzen Einzelprojekte umzusetzen. Eine zentrale Problemstellung einer Zukunftsvision für Eisenerz betrifft die konkrete Umsetzung des Leitbildes, den Weg in eine belebte Zukunft. Die Organisation dieses Weges bildet den Schwerpunkt des Projektes. Der Erzberg diente nicht nur als Arbeitgeber sondern auch als Bindeglied zwischen Eisenerz und dem Rest von Österreich. Durch den Wegfall der starken Bedeutung des Erzberges ergab sich das Problem der Isolation der Stadt. Durch die Abwanderung von Industrie und einem großen Teil der Bevölkerung bildeten sich Leerstände rund um das Stadtzentrum. Dieser Ring mit einem hohen Anteil an Abriss- und Rückbauflächen soll als neues Bindeglied einen Bedeutungswandel erfahren. Exemplarische Projekte, die mit Hilfe von Projekt-KuratorInnen umgesetzt werden, wirken als Initialzündung für eine Entwicklung, die in weiterer Folge in einer Art Dominoeffekt zu einem Selbstläufer werden soll. Durch eine entsprechende Schwerpunktsetzung hat sich das Image von Eisenerz 2021 dahingehend verändert, dass der Erzberg als Zentrum des Bergbaus und der Schwerarbeit zwar noch eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Stadt einnimmt, dann aber einen Teil einer neuen offenen Gemeinde repräsentiert. Die Stadt definiert sich als belebte Kleinstadt. Die Maßnahmen werden folgenden drei Bereichen zugeordnet:
1. harte Planungsparameter/ der Umgang mit den räumlichen Gegebenheiten.
2. Schlüssel-AkteurInnen mit Kernkompetenzen für die Umsetzung
3. weiche Planungsparameter/ die Organisationsstrategie/ Projektphasen
1. Der Umgang mit den räumlichen Gegebenheiten:
- Rückbau und bauliche Maßnahmen zur Umnutzung von Leerständen außerhalb der Innenstadt.
- Räumliche Potentiale werden ausgearbeitet.
- Die Leerstände im Gürtel um die Innenstadt werden mit dem Stadtkern verknüpft. Sie speisen die Innenstadt und dienen gleichzeitig als Knotenpunkt für die Vernetzung mit der Umgebung und näheren Großstädten.
- Die konkreten Projekte werden von uns exemplarisch dargestellt in einem nächsten Schritt in Zukunftswerkstätten modifiziert. Zentrale Komponente ist, dass Umwertungen im Außenring zu entsprechenden Nutzungsfindungen für leerstehende Ladenlokale im Stadtzentrum
führen.
Exemplarisch für die Initialprojekte stehen:
Projekt 01: Kinderferienlager Münichhof *playground* Eisenerz
Projekt 02: landwirtschaftliche Flächenverwertung Krumptal Bio- Supermarkt
Projekt 03: Ressourcenverwertung Eisenerzer Quellwasser
Projekt 04: Landschaftsskulptur Ortseingang Trofeng raum_skulptur_raum
Projekt 05: [Rückbau] Souvenirladen der Erinnerungen
INNENSTADTAKTIVIERUNG
durch Umwertung im
Außenring
2. Schlüssel- AkteurInnen mit Kernkompetenzen für die Umsetzung:
Für die Umsetzung der Maßnahmen werden auf drei Ebenen SchlüsselakteurInnen eingesetzt, die sich am Leitbild für 2021 orientieren.
- Ebene I: Die KuratorInnen tragen die Verantwortung für das Projekt. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen: die intensive Vorbereitung der ersten Projektphase, Aufbau der Organisationsstruktur, Recherche konkreter örtlicher Möglichkeiten und deren Aufbereitung in Zusammenarbeit mit Genossenschaften, Gemeinderat und re-design Eisenerz, Organisation und Moderation der Zukunftswerkstätten, Öffentlichkeitsarbeit, Aquise weiterer Finanzierungsmöglichkeiten (wie z.B. Mittel der Regionalförderung durch EU-Projekte) und die sukzesive Rück-Übergabe von Verantwortung an die MitplanungsakteurInnen in Phase
II.
- Ebene II: TeilnehmerInnen der Zukunftswerkstätten, ExpertInnen, sowie Personen mit Kompetenzen vor Ort wirken als MitplanungsakteurInnen.
- Ebene III: Von den KuratorInnen werden kompetente HandlungsakteurInnen für die Durchführung der einzelnen Projekte eingesetzt und angestellt. Diese sollen im Weiteren auch andere EisenerzerInnen als MitarbeiterInnen in die Projekte integrieren.
3. Organisationsstrategie/ Die Projektphasen:
Die Umsetzung umfasst folgende Schritte und Phasen:
Phase 0:
Aufbereitung der Initialprojekte und Vorbereitung der Zukunftswerkstätten.
Phase I:
1. Schritt: Die Ausarbeitung der Initialprojekte wird durch die Zukunfts werkstätten konkretisiert und modifiziert. Themenschwerpunkte sind: Tourismusraum/ Wirtschaftraum/ Landschaftsraum und Kulturraum Eisenerz. Um eine breit gestreute Partizipation aus der Bevölkerung zu erreichen, erhalten die TeilnehmerInnen aus Eisenerz Aufwandsentschädigungen für die aktive Teilnahme. Durch den Einbezug von ExpertInnen mit Kernkompetenzen in den jeweiligen Bereichen wird erreicht, dass die Projekte den örtlichen Bedürfnissen und Ressourcen angepasst und erfolgsversprechend sind.
Ziel der Zukunftswerkstätten ist es, eine Zukunftsvision zu erhalten, die von der Bevölkerung mitgetragen und akzeptiert wird. Eine Identifikation mit den Projekten und dem Leitbild soll erreicht werden.
2. Schritt: Für die konkreten Projekte werden Stellen ausgeschrieben. Die HandlungsakteurInnen haben Kernkompetenzen für Umsetzung und Engagement sowie Interesse für die Region.
3. Schritt: Die Projekte laufen an und werden vor allem zu Beginn intensiv von den KuratorInnen unterstützt und begleitet. Parallel zum Anlaufen der Projekte werden diese evaluiert. Auf Basis der Erfahrungen und der Evaluation aus Phase I werden neue Projekte für die nächste Phase entwickelt.
Diese sollen unter stärkerer Einbindung und beginnender Eigeninitiative der Lokalbevölkerung
(MitplanungsakteurInnen) beginnen.
Phase II:
In weiteren Zukunftswerkstätten werden EisenerzerInnen aktiv dabei unterstützt selbst Ideen für kleine Projekte einzubringen, auszuarbeiten und umzusetzen. Ein zentrales Element des Projektes ist, dass durch die finanzierte Partizipation in den Zukunftswerkstätten, die Initialprojekte von der Eisenerzer Bevölkerung gut angenommen werden. Durch Identifikation der Bevölkerung mit dem Projekt, entsteht ein kollektives Klima der Machbarkeit, eine Dynamik die zum Selbstläufer wird.

