Sommerzeit – Reisezeit. warum in die Ferne schweifen? Die Steiermark ist allemal eine Reise wert. Also brechen wir am letzten Julitag - nicht gerade ein Badetag - in den Süd-Westen auf.
Erste Station Wernersdorf.
Vor kurzem wurden hier Teilbereiche der Ortsdurchfahrt und des Dorfzentrums überarbeitet bzw. neu gestaltet (Waltraud Körndl + Elisabeth Knorr).
Gestaltungen in Dörfern sind oft so geringfügig, dass sie ungeschulten Augen entgehen, obwohl sie für die jeweilige Gemeinde mit beträchtlichen finanziellen Opfern verbunden sind und deshalb immer nur stückweise realisiert werden können. So fallen zum Beispiel Durchfahrenden der Hinweis, dass man sich hier in der Schilcher- und Natura2000-Region befindet (Bild 1) oder das schlichte Buswartehäuschen (Bild 2) kaum auf. Man muss schon in den Ort hinein gehen und genauer schauen: Neben der Kapelle neue Infotafeln mit Sitzgelegenheiten (Bild 3), sorgsam bepflanzte Beete an Stelle der alten Latschen (Bild 4), eine neue Verbindung vom Dorfplatz zum Freizeitbereich mit Geh- und Sitzstufen für Veranstaltungen der angrenzenden Schule (Bild 5+6) und ein Stück Gehweg mit Radlerrast gegenüber dem Gasthaus (Bild 7). Bei diesem soll es mit der Gestaltung eines größeren Gastgartens auch weiter gehen (Bild 8).
Wernersdorf ist ein beispielgebendes Dorf mit einer grünen Mitte, die überall zum verweilen einlädt. Alle wichtigen Funktionen inklusive eines Nahversorgers sind hier auf engstem Raum versammelt (Bild 9+10+11). Wer aktiv sein und Natur genießen möchte, kann ortsauswärts eine Wanderung entlang der Weißen Sulm (Bild 12) in das Europaschutzgebiet Sulmklamm antreten, wo ihn ein ambitioniert angelegtes Quiz erwartet (Bild 13+14+15).
Nächst Station Eibiswald.
Hier wird der Bereich um die Kirche neu gestaltet (Heyszl, Baumgartner,Gomez). Man darf gespannt sein auf das Ergebnis, das noch im September zu besichtigen sein wird. (Bilder 16 – 20). Wer Lust hat, hier seine Wanderschuhe auszupacken, wird nicht enttäuscht sein (Bild 21) und kann danach am Ufer des Baches ein Plätzchen zum Kühlen der Füße suchen (Bild 22).
Zuletzt Wies:
Der Markt wünscht sich einen neuen Platz und hat fünf steirische Architekten zum Wettbewerb geladen, der bis Ende September entschieden werden soll. Planungsgebiet sind aber nicht nur der Marktplatz, sondern auch die Ortsdurchfahrt und Teile des oberen und unteren Ortsraums. Die Planer (es sind nur Herren geladen) haben es mit einem ansprechenden Ortsbild mit wertvoller Bausubstanz zu tun (Bilder 23 – 25).
Fotos: K. Wallmüller
- Verfasser/in:
- Karin Wallmüller, Bericht
























