Arch. DI Hans Gangoly konnte den von der Marktgemeinde St. Anna am Aigen ausgelobten, geladenen Architekturwettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren zur Erlangung von Vorentwürfen für die Errichtung eines neuen Gemeindezentrums für sich entscheiden.
An die 2. Stelle reihte die Jury das Projekt von Arch. DI Erich Prödl, an die 3. Stelle jenes von Arch. DI Harald Saiko.
Aufgabenstellung und Zielsetzung des Wettbewerbes:
Aufgrund der beengten Räumlichkeiten im jetzigen, in den 1950er Jahren erbauten, Gemeindeamt sowie im Musikheim sollte ein modernes und kundenorientiertes Gemeindezentrum geschaffen werden, das ausreichend Platz sowohl für Gemeindeamt als auch Musikheim bietet und sich zugleich optimal in die Gegebenheiten und in das Umfeld einbindet.
Für den Neubau sollte das bestehende „Alte Peischlerhaus“ abgebrochen werden und das Erdgeschoss (rd. 175 m² Nutzfläche) des alten Gemeindeamtes vollständig miteinbezogen werden. Durch die adäquate Weiternutzung der Erdgeschossbestandsflächen im alten Gemeindewohnhaus sollten Errichtungs- und Folgekosten verringert werden. Die Räumlichkeiten des Tourismusverbandes und der Vinothek sollten im jetzigen Gemeindeamt, Sitzungssaal bzw. Musikheim angeordnet werden. Zwischen dem alten Gemeindeamt und dem Neubau ist eine witterungsgeschützte Verbindung einzuplanen. Im Obergeschoss des alten Gemeindeamtes war ausreichender Lichteinfall für die Wohnungen zu gewährleisten. (Auszug aus den Wettbewerbsunterlagen)
Zusammensetzung der Jury:
_Vorsitzender: Arch. DI Irmfried Windbichler / Architekt
_Stv. Vorsitzenden: Josef Weinhandl / Bgm. St. Anna am Aigen
_Schriftführer: Arch. DI Elisabeth Anderl / Architekt
Folgende Preisgerichtsmitglieder waren weiters stimmberechtigt:
_DI Gerald Sark / Abteilung 16 Steiermärkische Landesregierung
_Arch. DI Andreas Gerner / Architekt
_Josef Sorger / Marktmusikkapelle St. Anna am Aigen
Beschreibung des Siegerprojektes von Arch. DI Hans Gangoly:
Das Projekt besticht durch seine klare städtebauliche Haltung und funktionelle Klarheit. Städtebaulich wird das Projekt durch die Öffnung nach Westen als Bereicherung der Gestaltqualität für den Platz und für das Ortsbild als Ganzes gesehen. Die Struktur des Ortes wird in einer zeitgemäßen Form fortgeschrieben. Der Ortskern gewinnt durch die Beziehung Kirche-Gemeindeamt-Marktplatz eine neue Dimension.
Weitere Teilnehmer am Wettbewerb:
Arch. DI Gerald Flock
Nussmüller Architekten ZT GmbH
Arch. DI Silvia Kerschbaumer-Depisch
Arch. DI Josef Bernd Bauer
Arch. DI Michael W. Riegler
Ingenieurbüro Fruhmann + Partner GmbH
Arch. DI Hans Morawetz
- Verfasser/in:
- Redaktion GAT Graz Architektur Täglich













