Der aus Graz stammende und in Paris ansässige Architekt Dietmar Feichtinger wird nach dem Kunsthaus in Weiz und dem Bildungszentrum Campus Krems mit dem Schulzentrum Taufkirchen (OÖ) ein weiteres Projekt in Österreich realisieren.
Ende April dieses Jahres gewann Dietmar Feichtinger, Kopf des Büros FEICHTINGER ARCHITECTES in Paris, den dafür ausgeschriebenen zweistufigen Architekturwettbewerb. Vorangegangen war diesem ein Bewerbungsverfahren bei dem 18 Teams für die Teilnahme am Wettbewerb ausgewählt wurden. Davon gelangten neben FEICHTINGER ARCHITECTES die ARGE Cukrowicz/Nachbaur-Sturm/Hiptmair (Bregenz/Wels) sowie fasch&fuchs. (Wien/Hausmannstätten) mit ihren überarbeiteten Projekten in die zweite Stufe. Die Jury unter dem Vorsitz von Arch. DI Helmut Dietrich (Dietrich/Untertrifaller Architkten, Bregenz/Wien) wählte schließlich jenes von FEICHTINGER ARCHITECTES zum Sieger.
Beschreibung des Siegerprojektes:
(Auszug aus dem Juryprotokoll)
Der Entwurf überzeugt durch seine klare Baukörperkonfiguration, durch die Ablesbarkeit der Funktionseinheiten sowie durch die hohe Qualität der Beziehung der Klassen zu Naturraum und Pram.
Der straßenparallele Baukörper ist abschirmendes Rückgrat der Anlage zum Verkehr am Vorplatz und sorgt für eine markante Erscheinung des Schulzentrums im Ort. Südseitig wirkt das Projekt leicht und transparent. Die auskragenden Dächer und Balkone orientieren sich zum Landschaftsraum und übernehmen konstruktiv Aufgaben hinsichtlich Beschattung und Witterungsschutz.
Der langgestreckte, dreigeschoßige Baukörper, der im Erdgeschoß Musikschule und Heimatmuseum, in den Obergeschoßen die Hauptschule und im Untergeschoß den Turnsaal beinhaltet, wird über eine großzügige Halle erschlossen. Diese bildet das Gelenk zum bestehenden Kindergarten und bindet direkt auch den vom Hauptbaukörper subtil differenzierten Pavillon der Volksschule an.
Das Heimatmuseum ist mit gutem Außenbezug situiert, ebenso ist die externe Zugänglichkeit des Turnsaals gut gelöst. Die Hauptschule ist über zwei Geschoße organisiert, die Mittelgangerschließung wird durch die Aufweitung der Pausenräume räumlich aufgewertet, die klare Orientierbarkeit in allen Geschoßen stellt eine wesentliche Qualität des Projektes dar.
Der geplante Einsatz von Holz als Konstruktions- und Verkleidungsmaterial lässt ein ökologisch zukunftsweisendes Projekt mit hoher Qualität des Raumklimas erwarten.AUSSTELLUNG:
Das Siegerprojekt und alle eingereichten Arbeiten können noch bis 22. Mai 2006 (werktags) im Mehrzweckraum des Kindergartens in Taufkirchen (OÖ) gegen vorherige telefonische Anmeldung (T 07719/7388-3) besichtigt werden. ALLE WETTBEWERBSTEILNEHMER IM ÜBERBLICK:
Architekten Schneider & Lengauer, Neumarkt i.M.
Arch. DI Johannes Scheurecker, Wien
Arch. DI Romana Ring, Linz
Arge Kleboth Lindinger ZT KEG und
Arch. DI Gerhard Dollnig, Linz/Volders
Arch. DI Josef Dürrhammer, Arch. DI Anton Heckmann, Traun
SPS-Architekten –DI Simon Speigner, Thalgau
Arch. DI Werner Bauböck, Arch. DI Christian Plöderl, Ried i. I.
Arch. DI Helmut Reitter, 6020 Innsbruck
Arch. DI Klaus Leitner, Linz
Riepl Riepl Architekten, Linz
14-Architekturbüro Arkade
Arch. DI Josef Schütz, Haslach a.d.M.
Architektur Consult ZT GmbH, Domenig-Eisenköck-Peyker, Graz mit Arch. DI Christian Hirl
Architekturbüro Stingl – Enge, Trofaiach
Prof. Carsten Roth, Hamburg
Kada Wittfeld Architektur, Aachen
Preisträger:
FEICHTINGER ARCHITECTES, Paris
ARGE Cukrowicz - Nachbaur-Sturm – Hiptmair – Bregenz/Wels
fasch&fuchs., Wien/Hausmannstätten
- Verfasser/in:
- Redaktion GAT Graz Architektur Täglich
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