Am 24.07.2006 wurde mit dem Bau des neuen Empfangsgebäudes von Austria Email Knittelfeld begonnen. Geplant haben es hofrichter-ritter architekten aus Graz.
Im April dieses Jahres wurden dem Aufsichtsrat der Austria Email verschiedene Entwürfe für die Neugestaltung des Empfangsgebäudes vorgelegt. Er entschied sich für den Entwurf von hofrichter-ritter architekten aus Graz, die auch als Generalplaner auftreten. Für die Tragwerksplanung zeichnet Peter Mandl verantwortlich.
Die Aufgabenstellung, ein Eingangsgebäude mit Prestige-Charakter zu gestalten, war reizvoll. Die Schwierigkeit beim Entwurf bestand jedoch darin, dass der Bauplatz auch gleichzeitig die Hauptzufahrt zum Betriebsgelände ist und dort täglich rund 70 LKW-Zulieferungen erfolgen. So beschloss man die Funktionen des Empfangsgebäudes – einen Seminarraum mit Nebenräumen und eine Büroabteilung – in das 1. Obergeschoss zu legen und lediglich die Portierloge und eine kleine Empfangslounge im Erdgeschoss vorzusehen. So entsteht eine Torsituation, die den Haupteingang des Werksgeländes markiert und die maximale Fläche für den unter dem Empfangsgebäude auftretenden Verkehr offen hält. Angestellte und Arbeiter, Werksverkehr und Lieferverkehr können ungehindert passieren.
Das von der städtischen Struktur hermetisch abgegrenzte Werksgelände soll durch die Lage des Neubaus im 1. OG und dessen Gestaltung in Zukunft von außen besser wahrgenommen werden. Dies ist als Geste der Annäherung an die Stadt Knittelfeld zu verstehen, in der das Gelände der Austria Email jahrzehntelang als eine Art „verbotene Stadt in der Stadt“ existierte. Das schwebende Gebäude schließt zudem den existierenden Produktionskreislauf, der bei der Lieferung von Rohmaterialien beginnt und bei der Auslieferung von high-end Geräten der Wärmetechnik endet.
Die extrem kurze Bauzeit von rund vier Monaten bedingt einen sehr hohen Grad an Vorfabrikation der Bauelemente.
- Verfasser/in:
- Redaktion GAT Graz Architektur Täglich
Weiterführende Links


