Die Wunschliste des KinderParlaments an die Stadt Graz ...

… ist auch für das neue Jahr lang und anspruchsvoll. Diese wurde am 18. Dezember 2009, dem Wahltag der neuen Kinderbürgermeisterin Jennifer Schiffer und des neuen Kinderb

07/01/2010

… ist auch für das neue Jahr lang und anspruchsvoll. Diese wurde am 18. Dezember 2009, dem Wahltag der neuen Kinderbürgermeisterin Jennifer Schiffer und des neuen Kinderbürgermeisters Mahmoud El-Dokhmaisy, präsentiert.

Dabei stehen zwei neue konkrete Forderungen an die Stadt Graz im Vordergrund: die Installierung von WC-Anlagen bei Spielplätzen und die Errichtung von Graffiti-Wänden, verteilt im Stadtraum. Derzeit gibt es zwar zwei Graffiti-Wände im Augartenpark, das sei allerdings viel zu wenig für die ganze Stadt, meinte Mahmoud.

Weiters soll neben der Fortsetzung der bisherigen Tätigkeiten wie Politikergespräche, Workshops etc. auch künftig bei Spielplatzneugestaltungen mitgeplant werden, wie bereits beim Oeverseepark oder beim Spielplatz „Junges Europa Eggenberg“ in der Vinzenzgasse Ecke Krausgasse geschehen.

Um ihre Ziele zu erreichen, geben sich die beiden Bürgermeister Jennifer und Mahmoud durchaus kämpferisch, denn sie wollen jede Chance wahrnehmen, um die öffentlichen Plätze bunter und kinderfreundlicher zu gestalten. Dass die Projektforderungen des KinderParlaments durchaus realistisch sind und seine Arbeit auch ernst zu nehmen ist, zeigen die durchaus beachtlichen Erfolge des Jahres 2009: So verlieh es erfolgreich seiner Forderung nach einer 30er-Zone vor Kinderbetreuungseinrichtungen durch eine Straßenblockade in der Ragnitzstraße/Mosconweg Nachdruck. Und in Graz-Ragnitz wurde mit Hilfe der Bevölkerung ein Gratis-Eislaufplatz organisiert. Daneben fanden zahlreiche Veranstaltungen wie ein Treffen mit den Kindergemeinderäten aus Judenburg, Kapfenberg und Knittelfeld und die Abhaltung der Kidsparade „Recht auf Spiel und Freiheit“ am Tummelplatz in Graz statt.

Ein weiterer großer Erfolg ist die jährliche Teilnahme an der Gemeinderatssitzung, bei der Anfragen und Anträge vom KinderParlament gestellt werden können. Auch wenn die meisten Antworten der zuständigen StadträtInnen zur Umsetzbarkeit der Anträge für die Kinder unbefriedigend sind, zeugt es vom politischen Willen und der Ernsthaftigkeit, mit der die Anliegen des KinderParlaments bei unseren StadtpolitikerInnen Beachtung finden. Das zeigt auch die konkrete Einladung zur konstruktiven Zusammenarbeit und Planungsbegleitung von Wohnbauprojekten, die seitens der Stadträtin Elke Kahr (KPÖ – Sozialamt, Amt für Wohnungsangelegenheiten) ausgesprochen wurde. Sie betonte, wie wichtig die Wohnqualität vor allem bei den schwächeren Einkommensschichten ist und forderte dazu auf, Wohngebäude mit Verbesserungsbedarf bei ihr zu melden.

Wie wichtig es ist, hartnäckig an einer „Sache“ dranzubleiben und sich nicht mit der erstbesten Antwort zufriedenzugeben, zeigen uns mit Erfolg diese Kinder – nehmen wir uns an ihnen ein Beispiel!

ZUR INFORMATION:

Das KinderParlament wurde 2005 auf Initiative von Tatjana Kaltenbeck-Michl installiert. Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren mit Wohnsitz in Graz sind aufgerufen, an kommunalpolitischen Prozessen teilzunehmen und an gelebter Demokratie mitzuwirken. Seit 2007 findet jährlich die Wahl der Kinderbürgermeisterin und des Kinderbürgermeisters statt.

Verfasser/in:
Petra Kickenweitz, kinderGAT

Weiterführende Links

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Bürgermeister-Stellvertreterin Lisa Rücker im KinderParlament. Foto: Petra Kickenweitz
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Kinderbürgermeisterin Jennifer Schiffer (2. v. li; 14 Jahre) und Kinderbürgermeister Mahmoud El-Dokhmaisy (13 Jahre). Foto: Petra Kickenweitz
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Kinderbürgermeisterin Jennifer Schiffer (2. v. li; 14 Jahre) und Kinderbürgermeister Mahmoud El-Dokhmaisy (13 Jahre). Foto: Petra Kickenweitz

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