Der Architekt Mies van der Rohe sagte einst, es sei einfacher, einen Wolkenkratzer zu entwerfen, als einen Sessel. Die Schweizer Bürositzmöbel-Manufaktur Züco, Creative Industries Styria (CIS) und das Grazer Haus der Architektur (HDA) wagten die Probe aufs Exempel und riefen zum Design Contest auf. Der Auftrag: Ein Sitzmöbel zu entwickeln, das einmal Serienreife erlangen soll.
Viele Architekten sehen als Sahnehäubchen ihres Lebenswerkes, einen Sessel zu entwerfen. Der Schweizer Möbelhersteller Züco, die Creative Industries Styria (CIS) und das Haus der Architektur Graz (HDA), haben nun in einem Design Contest steirische Architekten und Designer aufgerufen, gemeinsam mit der Firma Züco einen Prototypen für ein Sitzmöbel zu entwickeln, das in weiterer Folge auch Serienreife erlangen soll. Konkret bestand die Aufgabe darin, einen Büro- oder Homeoffice-Sessel mit Drehfuß, höhenverstellbar mit oder ohne Rollen zu entwerfen. Dazu sollte ein passender Konferenzsessel gemäß Material- und Farbkonzept mitentwickelt werden. In drei Workshops unter der Leitung des Züco-Geschäftsführers und Designers Roland Zünd wurden konkrete Konzepte und Entwürfe erarbeitet und in einem mehrstufigen Auswahlverfahren nach strengen Kriterien auf Qualität, Originalität und Realisierungsmöglichkeiten bewertet.
Anfang dieses Jahres wählte eine hochkarätig besetzte Jury ihre drei Favoriten, den „Vorläufer“ von Manfred Wolff-Plottegg, das Modell „dozo“ vom Architekten Markus und Benjamin Pernthaler und „Bond-edge“ von Marion Wicher und Ruth Berktold (YES architecture).
Wer den Titel „Styria’s next Chair Designer“ nach Hause tragen darf, wird am Freitag, dem 21. Mai 2010, um 17.00 Uhr, im Lendloft, Lendplatz 40 in Graz bekannt gegeben. Dort werden auch die Entwürfe präsentiert. Im Anschluss steht ein Buffet bereit.
DER ABLAUF DES CONTEST IM RÜCKBLICK:
In insgesamt 3 Workshops wurden konkrete Konzepte und Entwürfe erarbeitet. Die Workshops, die unter der Leitung von Züco - Geschäftsführer Roland Zünd stattfanden, dienten einerseits der kritischen Betrachtung der Entwürfe und andererseits der Weiterbildung der Teilnehmer am Projekt. Nach jedem Workshop wählte die Jury jene Teilnehmer aus, die im Contest verblieben.
Auswahl der Teilnehmer für den 1. Workshop:
Andreas Weirer
Arch. DI Rolf Seifert (mit Tischlermeister Georg Mähring)
Petrus Gartler (designerei Graz)
Arch. Univ. Prof. Manfred Wolff-Plottegg
yes architecture
Benjamin Pernthaler & Arch. DI Markus Pernthaler
Nach dem 2. Workshop schieden drei Teilnehmer aus. Aus den Finalisten, Arch. Univ. Prof. Manfred Wolff-Plottegg
YES architecture, Benjamin Pernthaler & Arch. DI Markus Pernthaler, wurde am Ende des 3. Workshops der Sieger ermittelt, der nun am 21.05. öffentlich bekannt gegeben wird.
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