Biografie > Louis I. Kahn

Biografie des Architekten Louis I. Kahn (1901–1974) mit Ausbildung, Büropartnerschaften und wichtigen Bauten wie dem Kimbell Art Museum und dem Salk Institute.

10/02/2005

Geboren am 20.02.1901 in Osel

Gestorben am 17.03.1974 New York City

Kahn besuchte von 1920 bis 1924 die University of Pennsylvania in Philadelphia und arbeitete dort bei Paul P. Cret (1929/30) sowie bei Zantzinger, Boire and Medary (1930-32) . Danach reiste er nach Europa, bevor er 1937 ein eigenes Büro in Philadelphia eröffnete und zu Beginn der vierziger Jahre eine Partnerschaft mit George Howe und Oscar Stonorov einging. Gemeinsam errichteten sie unter anderem das bemerkenswerte Siedlungsprojekt Carver Court Housing in Coatesville, Pennsylvania (1941-44). 1947 nahm er eine Lehrtätigkeit an der Yale University auf und führte dort auch mit Douglas Orr den Anbau der Art Gallery (1951-53) aus. Die sichtbare Rahmenkonstruktion mit einer aus Tetraedern zusammengesetzten Deckenstruktur kennzeichnete dieses erste moderne Gebäude in New Haven. Mit Ann Tyng, einer Bewunderin von Buckminster Fuller, erarbeitete er zwischen 1953 und 1957 verschiedene Modelle zu Konstruktionen aus seriellen Strukturelementen, die dann unter anderem im Plan für das Center of Philadelphia (1956-62) ihren Niederschlag fanden. Streng und regelmäßig mit vier Pyramidendächern errichtete er die zentralisierte, kreuzförmige Anlage des Badehauses für das Jewish Community Center in Trenton, New Jersey (1954-59). Als wichtige Arbeiten gelten auch das Alfred Newton Richards Medical Research Building der University of Pennsylvania (1957-61) sowie die Laborgebäude des Jonas Salk Institute in La Jolla, California (1959-65), bei dem Zwischengeschosse mit integrierten Versorgungsanlagen unterhalb der Räume bessere Arbeitsabläufe ermöglichten. In Zusammenarbeit mit Preston Gerne and Associates errichtete er das Kimbell Art Museum in Fort Worth (1967-72). Mit dem Konzept für das Regierungsviertel in Dacca, Bangladesch, das er schon 1962 begonnen hatte, waren umfangreiche Studtplanungsarbeiten verbunden. Die Realisierung erfolgte erst zwischen1 973 und 1976. Als massive geschlossene Festung behandelte Kahn das Institute of Management in Ahmedabad (1962-67) . An ihm wird das Motiv des »Hauses im Haus«, das Kahn gern verfolgte, besonders deutlich.

PROJEKTE

Denkmal für Franklin Delano Roosevelt

New York City; 1973-1974

Pocono-Kunstzentrum

Luzerne County; 1972-1974

Zentrum für Familienplanung

Katmandu; 1970-1975

'Inner Harbor' - Projekt

Baltimore; 1969-1973

Zentrum für Englische Kunst und Forschung an der Yale University

New Haven; 1969-1977

Kongreßgebäude (Palazzo dei Congressi)

Venedig; 1968-1974

Wolfson-Zentrum für Maschinen- und Transportingenieurwesen

Tel Aviv; 1968-1975

Hurva-Synagoge

Jerusalem (Israelischer Teil); 1967-1974

Denkmal für die sechs Millionen Juden

New York City-Manhattan; 1967-1969

Bibliothek und Mensa der Phillips-Exeter-Akademie

Exeter, USA; 1967-1972

Kimbell Art Museum

Fort Worth; 1967-1972

Theater der Darstellenden Künste

Fort Wayne; 1966-1973

Geschäftshochhaus in Kansas City

Kansas City; 1966-1973

Fabrik der Olivetti-Underwood

Harrisburg; 1966-1970

Tempel-Beth-El-Synagoge

Chappaqua; 1966-1972

Priorei Saint Andrew

Valyermo; 1966

Dominikannerinnen-Kloster

Media; 1965-1968

Islamabad - Hauptstadt Pakistans

Islamabad; 1965

Kunstschule Philadelphia - Philadelphia College of Art

Philadelphia; 1964-1967

'Interama' - Interamerikanisches Gemeinschaftszentrum

Florida; 1964-1967

Regierungszentrum von Bangladesh (Banglanagar)

Dhaka; 1962-1973

Indisches Verwaltungsinstitut

Ahmedabad; 1962-1974

Mikveh-Israel-Synagoge

Philadelphia; 1961-1970

Haus der Schönen Künste - Fine Arts Center

Fort Wayne; 1961-1964

Eleanor Donnelly Erdman Hall - Studentinnenwohnheim des Bryn Mawr College

Bryn Mawr; 1960-1965

Konsulat der Vereinigten Staaten

Luanda; 1959-1962

Haus für Dr. Bernard Shapiro

Narberth; 1959-1961

Laborgebäude des Jonas Salk Institute

La Jolla; 1959-1965

First Unitarian Church

Rochester, NY; 1959-1967

Gebäude der 'Tribune Review'

Greensburg; 1958-1962

Hochhaus für die Universal Atlas Cement Company

New York City; 1957

A. N. Richards Medical Research Building

Philadelphia; 1957-1964

Umbau und Erweiterung des Haus von Irving L. und Dorothy E. Shaw

Philadelphia; 1956-1959

Bibliothek der Washington-Universität

St. Louis, MO; 1956

R.I.A.S. Forschungsinst. für fortgeschrit. Studien, Glenn L. Martin Company

Fort Mead; 1955-1957

Adath-Jeshuran-Synagoge für die Beth Sholom Congregation

Elkins Park; 1954

Jüdisches Gemeindezentrum

Trenton; 1954-1959

Wohnungsbauprojekt Mill Creek

Philadelphia; 1952-1962

Erweiterungsbau der Yale University

New Haven; 1951-1953

Kunstgalerie der Yale University

New Haven; 1951-1953

Ayub National Hospital

Dhaka

Indian Institute of Management

und zahlreiche Einfamilienhäuser.PUBLIKATIONEN (Auswahl)

Die Ordnung der Ideen

K. Gast, L. I. Kahn

Birkhäuser Verlag; 2001

Louis I. Kahn

R. Giurgola, L. I. Kahn, J. Mehta

Birkhäuser Verlag; 1992

Die Architektur und die Stille

Gespräche und Feststellungen

A. Latour, L. I. Kahn

Birkhäuser Verlag; 1998

Louis I. Kahn

Complete Work 1935-74

L. I. Kahn, H. Ronner, S. Jhaveri, S. Jhaveri

Birkhäuser Verlag; 1987

Louis I. Kahn

Light and Space | Licht und Raum

L. I. Kahn, U. Buttiker

Birkhäuser Verlag; 1993

Louis Kahn

Essential Texts

R. C. Twombly, L. I. Kahn

W. W. Norton & Company; 2003

Geometry in Architecture

Texas Buildings Yesterday and Today

L. I. Kahn, C. Heimsath, L. Hardaway, M. Heimsath

University of Texas Press; 2002

Verfasser/in:
aus archINFORM

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