Bauen im Almenland

Am 2. Oktober präsentierten die Baubezirksleitung Hartberg und der Naturpark Almenland in Passail einen neuen Leitfaden zur Baugestaltung im Landschaftsschutzgebiet und N

13/10/2008

Am 2. Oktober präsentierten die Baubezirksleitung Hartberg und der Naturpark Almenland in Passail einen neuen Leitfaden zur Baugestaltung im Landschaftsschutzgebiet und Naturpark Almenland. Er wurde von DI Katja Glawischnig und DI Barbara Meisterhofer (Baubezirksleitung Hartberg) als Projektarbeit für deren Dienstprüfung verfasst.

In der Broschüre können Bauwillige, bevor sie zu planen beginnen, die wesentlichen Grundzüge des Bauens mit der Landschaft nachlesen. Der Schwerpunkt liegt auf der Errichtung von Ein- und Zweifamilienhäusern, die nach wie vor

die bevorzugte Art des Siedelns im ländlichen Raum dartsellen. Speziell werden die Empfehlungen über die Themenkreise Einfügen in die Landschaft, Bauen am Hang, Proportion und Form, Material und Farbe, Außenanlagen und Eingrünung abgehandelt. Zur Veranschaulichung werden realisierte Beispiele, die Vorbildwirkung haben, gezeigt. Leider wurde der Hinweis auf PlanerInnen und Standort verabsäumt.

2006 wurde das Almenland mit dem Prädikat Naturpark ausgezeichnet. Der Naturpark Almenland umfasst die Gesamtgebiete bzw. Teilbereiche der Gemeinden Arzberg, Breitenau am Hochlantsch, Fladnitz an der Teichalm, Gasen, Haslau bei Birkfeld, Hohenau an der Raab, Koglhof, Naintsch, Passail, Pernegg an der Mur, St. Kathrein am Offenegg, Tulwitz und Tyrnau. Seit November 2006 gibt es in der Region Almenland eine Diskussion zum Thema Baukultur. Naturparkgeschäftsführer DI Rudolf Grabner umreißt bei der Präsentation der Broschüre die Ziele des Projekts: landschaftsgerechtes, energiesparendes Bauen mit heimischen Baustoffen, basierend auf traditionellen und modernen Bauformen. Für den Landtagsabgeordneten Bgm. Erwin Gruber sind beim Bauen im Almendland drei Faktoren wesentlich: das Landschaftsbild, die Energieeffizienz und die Raumordnung. Aber auch das Lernen aus alten Bausünden ist ihm ein Anliegen.

Abschließend sprach OBR.DI Amtmann (Baubezirksleitung Hartberg) über konkrete Ansätze zur Zielumsetzung: In der bereits erfolgten Einführung eines Baukulturbeauftragte (DI Günter Koberg) durch den Landesbaudirektor sieht Amtmann einen Meilenstein., Die Bausprechtage müssen neuorganisiert werden,, denn fixe Zeiten haben sich nicht als zielführend erwiesen

Vorträge für spezielle Zielgruppen sind ebenso angedacht wie Schulungen für Baumarktverkäufer und Veranstaltungen mit Schulen. Im Rahmen der nächsten Bürgermeisterkonferenz des Naturpark Almenlands sollen weitere Schritte zur Umsetzung geplant werden.

Die beiden Autorinnen, die die Beratungen beim Bauen im Landschaftsschutzgebiet Almenland durchführen, bemängelten übrigens, dass viele Bauwerber in einer zu fortgeschrittenen Phase des Projektes zur Beratung kommen. Sie hoffen, dass der Leitfaden einen früheren Beratungsprozess einleiten wird.

Etwas unerwartet traf die Veranstalter des Abends dann die Ankündigung eines speziellen Beratungsprojektes durch einen jungen Architekten aus Weiz, das vom Naturpark gefördert werden soll: Im Rahmen von Workshops haben zukünftige Bauherren die Möglichkeit, ihren eigenen einreichfähigen Plan zu erstellen. Dieses Projekt stößt naturgemäß vor allem bei den anwesenden PlanerInnen auf geteilte Meinungen. Dazu ein Zitat von OBR. Amtmann, aus einem GAT-Beitrag vom 15.07.2007, Titel „Baukultur hierzulande“: „Durch den richtigen Einsatz der Mittel unserer Zeit für die Bedürfnisse von heute kann eine hohe Bauqualität und Baukultur erreicht werden. Die Grundlagen dafür müssen aber bewährte Materialien, Formen und Erfahrungen vergangener Epochen bilden, auf denen aufzubauen ist. Dieser Anspruch setzt eine besondere Planungsqualität voraus und kann sicherlich nicht durch Einreichpläne zu Niedrigstpreisen als Draufgabe beim Baustoffeinkauf erreicht werden.“

Dem durchaus ambitionierten Vorhaben zur Hebung der Baukultur im Almenland kann man nur wünschen, dass die Zielrichtung auf die Förderung von fundierter Planungsqualität- und kultur gelenkt wird.

“Bauen im Almenladen“

Leitfaden zur Baugestaltung

Herausgeber: Amt der Steiermärkischen Landesregierung

Baubezirksleitung Hartberg,

Baubezirksleitung Graz-Umgebung in Kooperation mit der Abteilung 16

Konzept und Text:

DI Barbara Meisterhofer

DI. Katja Glawischnig

Layout Druck. DI Franz Quinz

Die Broschüre ist kostenlos erhältlich bei den Baubezirksleitungen, den Gemeinden des Almenlandes und beim Naturpark Almenland

KONTAKTE:

BBL Hartberg

8230 HartbergRochusplatz2

T 03332/606-301

bblhb@stmk-gv.at

BBL Graz-Umgebung

8020 Graz, Bahnhofgürtel 77-79

T 0316/877-5131

bblgu@stmk.gv.at

Amtsachverständige in den Gemeinden des Naturparks:

BBL Hartberg:

DI Barbara Meisterhofer

Gemeinden: Gasen, Haslau, Koglhof, Naintsch

DI Katja Glawischnig

Gemeinden: Arzberg, Fladnitz, Hohenau an der Raab, Passail, St. Kahrein a. Offenegg

DI Ulrich Zaloznik

Gemeinden: Tulwitz, Tyrnau

BBL Bruck/Mur

DI Stefan Gößweiner

Gemeinde: Breitenau, Pernegg

Verfasser/in:
Elisabeth Lechner, Bericht
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Bauen im Almenladen - Leitfaden zur Baugestaltung. Verfasserinnen: DI Katja Glawischnig und DI Barbara Meisterhofer (BBL Hartberg). Die Broschüre ist kostenlos erhältlich bei den Baubezirksleitungen, den Gemeinden des Almenlandes und beim Naturpark Almenl
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v. li. n. re: DI Rudolf Grabner, DI Katja Glawischnig, DI Barbara Meisterhofer, DI karl Amtmann, Bgm. Erwin Gruber. Foto: Archiv BBL Hartberg

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