Am 8. September 2006 wird in Eisenerz die Ausstellung Umbruch/Aufbruch eröffnet. In diesem Rahmen findet auch ein Symposium zum Thema statt.
Die Ausstellung und das Symposium behandeln das Thema "Schrumpfende Regionen in Österreich". Es werden auch Teile der Ausstellung "shrinking cities" aus Berlin gezeigt.
Die prognostizierte, demografische Entwicklung der (Ober) Steiermark stellt eine besondere Herausforderung für die Landespolitik dar. Eine weitere Abnahme und Alterung der Gesellschaft in weiten Teilen des Landes, eine auch zukünftig zu erwartende Entleerung der Städte zugunsten umliegender „Speckgürtel“ sowie eine Konzentration der Bevölkerung auf den Großraum Graz ziehen weitere Veränderungen in vielen gesellschaftlich relevanten Bereichen nach sich.
Im Rahmen des Projektes "Umbruch-Aufbruch" der Abteilung 16, Landes- und Gemeindeentwicklung, der Kulturabteilung und der Wohnbauförderung des Landes soll diese Thematik aufgearbeitet und breit diskutiert werden.
In der von der ARGE Nussmüller / Resch / Rosegger konzipierten Ausstellung im Kammerhofmuseum Eisenerz, begleitenden Veranstaltungen und einer Publikation wird der Spannungsbogen des Themas Schrumpfung / Raumumbau zwischen globaler Dimensionen und regionalen / lokalen Ausprägungen bis hin zu möglichen Lösungsansätzen thematisiert. Die gesellschaftlichen Umbrüche sollen damit aktiv gestaltet und eine Stimmung eines neuen Aufbruchs initiiert werden.
SYMPOSIUM „Umbruch – Aufbruch“
am Freitag, den 08.09.2006, 9.00–13.00 Uhr
im Innerberger Gewerkschaftshaus Eisenerz
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG „Umbruch – Aufbruch"
am Freitag, den 08.09.2006, 14.30 Uhr
im Kammerhofmuseum der Stadt Eisenerz
AUSSTELLUNGDAUER: 09.09. bis 10.12.2006
AUSSTELLUNGSKONZEPT
Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und wird erstmals auf ca. 500m2² Ausstellungsfläche des Kammerhof Museums in Eisenerz gezeigt. 2007 sind weitere Ausstellungen in Graz und steirischen Bezirksstädten geplant. Das Aufzeigen und Nachspüren von gegensätzlichen Entwicklungen wie Wachstum und Schrumpfung, Krisen und Chancen eröffnet dem Besucher neue Betrachtungswinkel, lässt ihn manch Festgeschriebenes kritisch hinterfragen. Zentrales Element der Ausstellung sind Beiträge des, von der deutschen Bundeskulturstiftung geförderten, Projekts Schrumpfende Städte aus Berlin.
Die Ausstellung regt an, über kritische Auswirkungen der Globalisierung aber auch über positive Elemente dieses Strukturwandels nachzudenken. In diesem Spannungsbogen, von Herausforderungen und Möglichkeiten, setzt unsere Gestaltung an.
Aufgrund der Komplexität des Themas wurden einfach verständliche Begriffe und Bilder entwickelt, die sich wie ein „roter Faden“ durch die Ausstellung ziehen. Mit diesen Parametern lassen sich die gebotenen Informationen verknüpfen – verbinden – merken.
Zugleich wurde die Themenabfolge inhaltlich inszeniert. Der Besucher taucht zuerst allgemein in das Gesamtthema ein, trifft auf weltweite Phänomene von Veränderungen und wird in der Folge mit österreichischen und regionalen Entwicklungen konfrontiert. Am Ende kann er sich aktiv Ideen und Konzepte holen und beim Ausgang ist Raum für eigene Gedanken.
Die Ausstellungstechnik ist bewusst reduziert gehalten. Einfache Gerüststangen mit Netzen bilden die Räume und sind zugleich Tragkonstruktion für sämtliche Informationen.
PUBLIKATION ZUR AUSSTELLUNG:
Eine umfassende 80-seitige Publikation begleitet die Ausstellung. Namhafte internationale und österreichische Autoren setzen sich in über 40 Beiträgen und Dokumentationen mit den Entwicklungen, Trends und Herausforderungen der Globalisierung, mit weltweit schrumpfenden Städten, der Alterung der Gesellschaften und den damit verbundenen Folgen auseinander. Ein Auswahl von 20 international beachteten Ideen und Ansätzen auf internationaler und regionaler Ebene zeigt Möglichkeiten und Wege auf, wie diesen Herausforderungen begegnet werden könnte.KONTAKT:
Nussmueller Architekten ZT GmbH
Zinzendorfgasse 1, A 8010 Graz
buero@nussmueller.at
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