Präsentation des Siegers, der Preisträger und aller eingereichten Projekte
ERÖFFNUNG: MO 04.07.2011, 11.30 Uhr
AUSSTELLUNGSDAUER: bis 08.07.2011
Öffnungszeiten:
Mo 11.30–15.00 Uhr
Di-Do 08.00–15.00 Uhr
Fr 8.00–12.00 Uhr
AUSSTELLUNGSORT: Bauamtsgebäude, UG
Europaplatz 20 (Eingang Bahnhofcenter)
Graz, Steiermark
Veranstalter: Stadtbaudirektion Graz, ENW und ÖWGes
Zur Erlangung von Bebauungsvorschlägen für eine Wohnbebauung mit Zusatznutzungen auf einem Areal von 48.942 m² Größe in der Waagner-Biro-Straße in Graz lobte die enw - Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft m.b.H. in Kooperation mit der ÖWGes - Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft m.b.H. ein österreichweit offenes, anonymes, zweistufiges Gutachterverfahren aus, welches das Grazer Büro HOG architektur im März 2011 für sich entscheiden konnte.
Auf Rang 2 gelangte das Architekturbüro Frei & Wurzrainer (Hausmannstätten), auf Rang 3 Schwarz.Platzer.Architekten (Graz). Ankäufe wurden vergeben für die Projekte von Ederer + Haghirian Architekten (Graz), eep architekten (Graz) und Janser Castorina Architektur (Gleisdorf).
Aus den 70 eingelangten Arbeiten der ersten Stufe, in der eine städtebauliche Bearbeitung des Areals gefordert war, wählte die Jury 10 Projekte für die zweite Stufe aus - neben dem späteren Sieger, den Preisträgern und Ankäufen waren dies die Arbeiten von beaufort Architekten, Zechner & Zechner ZT GmbH, Nussmüller Architekten ZT GmbH und die Architekturwerkstatt din a4 Ziviltechniker GmbH -, in der eine städtebauliche und baukünstlerische Bearbeitung unter Einbeziehung der Juryempfehlungen zu erfolgen hatte. Da die Jury unter dem Vorsitz von Arch. DI Peter Lorenz in ihrer 2. Sitzung zu keinem konsensualen Ergebnis gelangte, wurde beschlossen, vier ausgewählte Projekte unter Wahrung der Anonymität zu einer 3. Stufe einzuladen.
Der Grazer Westen befindet sich in einer Umbruchphase, wobei durch den geringeren Platzbedarf der Industrien große Bereiche für eine neue Nutzung zur Verfügung stehen. Die sich laufend verbessernde Infrastruktur trägt dazu bei, dass der Grazer Westen ein aufstrebender Stadtteil mit viel Zukunftspotenzial ist. Eine Herausfordeung für die Planung auf dem Grundstücks sind die noch bestehende naheliegende Industrienutzung und das Ziel, in dieser Umgebung ein innovatives urbanes Milieu zu erzeugen. Mit mehr als 500 Wohnungen, einer Kinderbetreuungseinrichtung, Gewerbe- und Büroflächen zählt das Projekt neben dem Reininghausareal zu den größten Stadtentwicklungsaufgaben in den nächsten Jahren.
BESCHREIBUNG DES SIEGERPROJEKTES
Das Leitprojekt bildet eine großstädtische Form zum Thema „Wohnen im Park“. Durch die Anordnung von zwei Blöcken mit großzügigen Innenhöfen gelingt es, die Grünflächen zu maximieren und eine entschiedene Antwort auf die unterschiedliche Nachbarschaft und die zentrale Lage in der Stadt zu geben. Der geplante Park stiftet einerseits durch seine Großzügigkeit eine klare Identität, reagiert aber gleichzeitig auf die unterschiedlichen Orte und bildet so eine Vielzahl von Nischen, die unterschiedlichste Funktionen aufnehmen können. Das weitgehend wohnungsfreie und stark öffentlich durchzogene Erdgeschoss schafft eine offene Verzahnung von Innen- und Außebeziehungen, eine große Freiheit in der Wegeführung und kreiert eine großzügige durchgehende Landschaft. Eine öffentliche Durchwegung von Ost nach West ermöglicht eine Querung für Fußgänger und Radfahrer von der Waagner-Biro-Straße zur Alten Poststraße mit ihren öffentlichen Einrichtungen und Versorgungseinrichtungen wie Schule, Lebensmittelmärkte, aber auch eine kurze Wegverbindung zur Haltestelle der Linie 1. Mit der künftigen Verlängerung des Nordtunnels wird es weiters eine attraktive und kurze Verbindung von der Waagner-Biro-Straße direkt zum Hauptbahnhof geben.
Die Anlage soll ab 2012 mit Wohnbauförderungsmitteln in vier Bauabschnitten errichtet werden.
- Verfasser/in:
- Redaktion GAT Graz Architektur Täglich
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