planlos2011 sucht die inkompetentesten und „planlosesten“ Entscheidungen der österreichischen Baukultur.
Einreichungen sind bis 20. Oktober 2011 direkt unter www.planlos2011.at möglich.
planlos2011.at ist eine Initiative der IG Architektur. Es geht nicht um gelungene oder weniger gelungene Architektur, sondern um die Voraussetzungen, die dazu führen - um Entscheidungen, die das Entstehen von Architektur erschweren oder unmöglich machen.
Zum zehnjährigen Jubiläum der IG Architektur werden die planlosesten und somit ärgerlichsten Entscheidungen in der österreichischen Baukultur öffentlich nominiert und prämiert. Alle Baukultur-Interessierte, BeobachterInnen wie Betroffene, sind aufgerufen, Beispiele einzusenden.
Baukultur entsteht im Zusammenwirken vieler Akteure und EntscheiderInnen in einem sich ständig verändernden und herausfordernden Prozess. Gute Ergebnisse dieser Entscheidungsprozesse erkennt man sofort: Die NutzerInnen von Bauwerken fühlen sich wohl und sind zufrieden. Leider gibt es keine Garantie für gelungene Baukultur-Prozesse. Nicht einmal im glücklichen Österreich. Weltweit stößt man auf unverständliche, fahrlässige, inkompetente, schlechte oder sogar böswillige Entscheidungen – gerade von denen, die es besser wissen und machen müssten: von denen, die das Sagen haben.
Hinterher ist man immer klüger. Doch wenn gut bezahlte Führungskräfte an den Schalthebeln sitzen, deren Aufgabe es ist, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, muss es erlaubt sein, die Ergebnisse zu hinterfragen. Natürlich mit einer guten Prise Humor.
planlos2011.at möchte jetzt auf offensichtliche Fehlentscheidungen hinweisen. Er kann nichts mehr rückgängig machen. Aber vielleicht erleichtert er die Gemüter der Betroffenen. Wir hoffen, dass so der Anreiz wächst, es in Zukunft besser zu machen.
Kriterien für die Einreichung
Nominierungen müssen einen realen, namentlich genannten Absender enthalten, dieser wird von der Redaktion auf Wunsch geheim gehalten. Der Vorschlag muss ein selbst selbst gewähltes Pseudonym (oder auch realen Namen), sowie einen Titel und eine kurze Begründung enthalten. Alle Vorschläge werden vor Veröffentlichung geprüft. Rassistische oder eindeutig politische Inhalte werden nicht akzeptiert und der Jury nicht vorgelegt. Der nominierte Sachverhalt muss öffentlich überprüfbar sein und darf nicht den Tatbestand der Verleumdung oder üblen Nachrede erfüllen.
Vorschläge, in denen der Fokus auf der Kritik an architektonischen Leistungen liegt, werden nicht berücksichtigt. Bei planlos2011.at geht es nicht um Architektur, sondern um Entscheidungen, die das Entstehen von Architektur erschweren oder unmöglich machen.
Neue Vorschläge werden redaktionell bearbeitet und zeitnah auf planlos2011.at mit Pseudonym und kurzer Begründung veröffentlicht. Sie geben die Meinung der Nominierenden wieder und nicht die der Redaktion. Für bereits veröffentliche Vorschläge kann online abgestimmt werden.
Das Voting für bestehende Vorschläge und das Vorschlagen neuer Projekte sind vom 29. September bis 20. Oktober 2011 möglich. Anschließend wählt die Jury in freier Entscheidung unter Berücksichtigung der Ergebnisse des online-Votings drei Nominierungen aus.
Die drei Nominierten werden am 3. November 2011 auf www.planlos2011.at veröffentlicht. Der Gewinner /die Gewinnerin wird am 10. November 2011 im Rahmen der 10-Jahres-Gala der IG Architektur im Wiener Gartenbaukino bekanntgegeben.
- Verfasser/in:
- IG Architektur
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