Ausschreibung > Österreichischer Bauherrenpreis 2005

Bis 16. Juli 2005 können in Österreich ausgeführte innovative Bauvorhaben oder Garten- und Landschaftsplanungen der letzten drei Jahre eingereicht werden.

20/06/2005

Die Zentralvereinigung der Architekten Österreichs verleiht seit 1967 jährlich einen »Bauherrenpreis«. Dieser Preis in Form eines Würfels und einer Urkunde soll jene Personen oder Personenkreise, die sich als BauherrIn oder AuftraggeberIn und MentorIn der Planung in besonderer Weise verdient gemacht haben, auszeichnen.

Bis 16. Juli 2005 können nun wieder in Österreich ausgeführte Bauvorhaben oder Garten- und Landschaftsplanungen der letzten drei Jahre, die in der Verwirklichung ihrer Bauaufgabe, der Ausführung und architektonischen Gestalt, in ihrem gesellschaftlichen Engagement und innovatorischen Charakter als vorbildlich zu bezeichnen sind, eingereicht werden.

Die Jury für den diesjährigen Bauherrenpreis setzt sich aus den Architekten Marcel Meili (Zürich), Bettina Götz (Wien) und Walter Angonese (Bozen) sowie dem Bauherrenvertreter Robert Falch (St. Anton a. Arlberg) zusammen. Die Preisverleihung findet am 11. November 2005 im Architekturhaus Tirol "aut – architektur und tirol" in Innsbruck statt.Erlauben Sie uns nun, werte Ziviltechnikervereinigung und werte GAT-LeserInnen, in Anbetracht des geringen Medienechos der an sich sehr gut besuchten, weil gut organisierten Bauherrenpreisverleihung 2004 im "Napoleonstadl", Kärntens Haus der Architektur, eine kurze Anregung für künftige Bauherrenpreis-Verleihungen:

Bekanntlich steht hinter der Vorgehensweise, jedes Jahr ein anderes regionales österreichisches Architekturhaus mit der Ausrichtung des Bauherrenpreises zu beauftragen und in diesem Haus die Preisverleihung vorzunehmen, die Absicht, Architektur breitenwirksam zu vermitteln. Wer in den letzten Jahren jedoch einer Bauherrenpreisverleihung beigewohnt und in den folgenden Tagen in österreichweiten Medien nach diesbezüglicher Berichterstattung gesucht hat, wurde enttäuscht. Man kann sich denken, dass der Bauherrenpreis, weil eben nicht publiziert, bisher von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen werden konnte und somit die beabsichtigte Architekturvermittlung ins Leere treffen musste. Vermutlich werden Veranstaltungen von weitreichenden Medien nur dann besprochen, wenn sie an prominenten Orten stattfinden.

Unser Vorschlag wäre also, zwar weiterhin jedes Jahr einem Architekturhaus die Organisation des Bauherrenpreises zu überlassen, die Preisverleihung jedoch an einem prominenten Ort (z.B. im Architekturzentrum Wien im MQ) vorzunehmen, die Projekte dort in einer Ausstellung zu präsentieren und dann auf die Reise durch alle Bundesländer zu schicken. An den jeweiligen Orten könnte die Ausstellung mit einem Vortrag eines ausgezeichneten Bauherrn und dessen Architekten, öffentlichkeitswirksam eröffnet werden.Sollte dieses Modell in der Vergangenheit bereits praktiziert worden sein und nicht funktioniert haben, was eigentlich undenkbar ist, so lassen Sie es uns wissen!

Verfasser/in:
Redaktion GAT Graz Architektur Täglich

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