In den Jahren 1944 und 1945 gab es in St. Pölten Viehofen ein Zwangsarbeiterlager für ungarische Juden und Jüdinnen sowie ein Arbeitslager für so genannte Ostarbeiter. 60 Jahre lang wurde die Existenz dieser Lager verdrängt und verschwiegen. Heute befindet sich auf dem Gelände der Viehofner See, der von zahlreichen BewohnerInnen der Stadt St. Pölten als Freizeitareal genutzt wird. Ein Kunstprojekt soll nun dazu dienen, diesen vergessenen Teil der Geschichte St. Pöltens ins Gedächtnis zurückzurufen. Zu diesem Zweck wird ein internationaler, offener, einstufiger Wettbewerb für ein Mahnmal ausgeschrieben, das insgesamt drei neuralgische Orte miteinander in Verbindung setzen soll. Neben den zwei Lagern ist dies ein Massengrab am städtischen Friedhof.
Teilnahmeberechtigt sind StudentInnen und AbsolventInnen einer einschlägigen Studienrichtung bzw. KünstlerInnen, die bereits ein Werk im öffentlichen Raum realisiert haben.
Das Gutachtergremium setzt sich zusammen aus:
Mag. Thomas Pulle, Stadtmuseum St. Pölten
Dr. Martha Keil, Institut für jüdische Geschichte Österreichs
Prof. Dr. Hildegund Amanshauser
DI Friedrich Fischer/ Baudir. DI Peter Morwitzer
DI Wojciech Czaja
Mag. Norbert Fleischmann
Dr. Brigitte Huck
Christian Kobald
DI Dr. Wolfgang Krejs
Mag. Andrea van der StraetenAuslober sind die Abt. Kultur und Wissenschaft / Kunst im öffentlichen Raum des Landes Niederösterreich und die Stadt St. Pölten.
Preisgelder:
1. Preis: 5.000,-- Euro
2. Preis: 3.000,-- Euro
3. Preis: 2.000,-- Euro
Bei einer Realisierung der künstlerischen Maßnahmen ist ein Gesamtbudget von € 80.000,- (inkl. aller Nebenkosten) vorgesehen.
Ende der Einreichfrist: 8. Juni 2009, 13.00 Uhr
ABGABESTELLE:
Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Kultur und Wissenschaft, Abteilung Kunst im öffentlichen Raum
Haus 1,3. Stock, Zimmer 1.306
Landhausplatz 1
3101 St. Pölten
- Verfasser/in:
- Redaktion GAT Graz Architektur Täglich