Ausschreibung > Internationaler offener einstufiger Ideenwettbewerb " Neues Leben im Olympischen Dorf, Berlin"

Internationaler offener Ideenwettbewerb „Neues Leben im Olympischen Dorf“ in Berlin für Planer bis 40 Jahre und Studierende; Bewerbungsschluss 17.10.2005.

03/08/2005

Teilnahmeberechtigt sind Architekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, die am Tag der Wettbewerbsauslobung ihr 40. Lebensjahr nicht überschritten haben sowie Studierende und Absolventen der entsprechenden Fachrichtungen.

Zulassungsbereich: Europäische Union EU

Preisgeld: 5.000 Euro

Bewerbungsschluss: 17.10.2005, 17:00 Uhr

Auslober:

DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement, Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (AIV)

Aufgabe:

Das Olympische Dorf wurde für die XI. Olympischen Spiele 1936 errichtet. Ausschlaggebend für die Wahl des Standortes war die günstige Verkehrsanbindung an der Fernstraße Berlin-Hamburg und damit zu den Sportstätten des Reichssportfeldes. Die vorgefundene Landschaft bot alle Voraussetzungen für die künstlerische Gestaltung. Dem Architekten Werner March oblag die planerische Gesamtleitung für den Bau. Er entwickelte zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Heinrich Friedrich Wiepking-Jürgensmann ein dem Charakter der Landschaft entsprechendes Bebauungskonzept mit harmonischer Gesamtwirkung.

Das Plangebiet ist eine der zahlreichen im Land Brandenburg zu entwickelnden Konversionsflächen, die seit Anfang der neunziger Jahre einer zivilen Nutzung zugeführt werden sollen.

Das Areal des ehemaligen „Olympischen Dorfes“ von 1936 soll – ausgehend von der ursprünglichen sport-bestimmten Nutzung – zu einer internationalen Sport- und Begegnungsstätte entwickelt werden. Sportlerinnen und Sportler des Spitzen- und Breitensports, Trainer, Sportfunktionäre aber auch sonstige, nicht institutions- oder vereinsgebundene Sportinteressierte sollen die Teilnahme an spezifischen Trainingsarten, Ausbildungen und Seminaren mit der Nutzung von regionaler und Berliner Erholungs-, Freizeit- und Kulturangeboten verbinden können. Im Fokus dieses Wettbewerbes stehen als „Rahmen“ die konzeptionellen Vorschläge für die Wiederherstellung der ursprünglichen Landschafts-Gestaltung des Areals in Verbindung mit Nutzungskonzepten im Sinne der o. a. Grundidee.

Entsprechend dem Nutzungskonzept ist ein städtebauliches Leitbild, welches dessen Funktionen und dessen Bedingungen entspricht zu formulieren. Besonderen Wert bei der Ausformulierung des städtebaulichen Leitbildes wird auf das Herausarbeiten der speziellen historischen Bedingungen und damit der Spezifika dieses Ortes gelegt. Das besondere Potential des ehemaligen Olympischen Dorfes liegt in der reizvollen Kombination von Bebauung, gestalteter Landschaft und Natur. Dementsprechend sind die neuen Bauten in ein entsprechendes Freiflächenkonzept zu integrieren.

Für den Freiraum ist ein landschaftsarchitektonisches Leitbild zur räumlichen Entwicklung des Gebietes als Sportzentrum sowie dessen Anforderungen zu formulieren. Dabei ist die Anlage zum großen Teil von der Qualität des bestimmenden Elements Freiraum abhängig. Aufgabe ist es, vielfältige Lösungen zu entwickelt, die eine differenzierte Raumbildung ermöglichen und sich an den Bedürfnissen eines Sport-, Leistungs- und Begegnungszentrums orientieren. Es werden Aussagen gefordert, wie mit der vorhandenen Vegetation und Anlagen landschaftsarchitektonisch umgegangen wird. Die landschaftsarchitektonische Planung soll nicht einseitig von der Konservierung des Bestehenden, sondern von der Weiterentwicklung von Bestand und Neuanlage geprägt sein

Im Mittelpunkt der architektonischen Aufgabe steht das ehemalige "Speisehaus der Nationen". Ganz konkret soll hier modellhaft der sensible Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz in zeitgemäßem Architektur-Denken verbunden mit heutiger Formensprache zum Ausdruck gebracht werden. Der baukünstlerische Schwerpunkt der Aufgabe liegt in der denkmalschützerisch sensiblen Transformation der vorhandenen Bausubstanz in ein 4-Sterne-Wellness- und Sporthotel, das heutigen Standard entsprechen soll. Das ehemalige „Speisehaus der Nationen“ bildet mit den anderen überlieferten Gebäuden und der Freiflächen des Olympischen Dorfes ein als „Gesamtanlage“ eingetragenes Baudenkmal. Planerische wie bauliche Eingriffe unterliegen somit der Zustimmung des Brandenburgischen Landesamts für Denkmalpflege. Ausschreibungsmodalitäten:

Die Kurzbeschreibung der Ausschreibung kann ab dem 08.08.2005 im Internet unter www.olympisches-dorf.de eingesehen werden.

Die Wettbewerbsunterlagen werden gegen Zahlung einer Schutzgebühr in Höhe von 20 € bei Nachweis der Zahlung an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ausgegeben.

Der Zahlungsnachweis kann per E-Mail, Fax oder per Post unter Angabe der Teilnehmeranschrift übermittelt werden.

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