ASKÖ baut neue Sporthalle in Graz-Eggenberg

Das Grazer Architekturbüro MA-Quadrat Mariacher + Partner ist Gewinner des EU-weiten, offenen, einstufigen anonymen Realisierungswettbewerbs „ASKÖ Center Neu“ in Graz-Egg

20/10/2011

Der Gewinner des EU‐weiten, offenen, einstufigen anonymer Realisierungswettbewerbs „ASKÖ Center Neu“ in Graz-Eggenberg steht fest: Nach der Bewertung von insgesamt 94 Wettbewerbsbeiträgen und der Auswahl von acht Projekten für das Finale, kürte die Jury unter dem Vorsitz der Architekten Marion Wicher schlussendlich den Entwurf des Grazer Architekturbüros MA-Quadrat Mariacher + Partner zum Sieger. „Das Projekt besticht durch eine vielfältige und sorgfältig durchgearbeitete, innenräumliche Ausformulierung (...). Städtebaulich handelt es sich um einen klaren Baukörper, der dennoch im Detail sensibel auf die Umgebung reagiert.“, lautet dazu die Jurybegründung.

Weitere Preise gingen an Arch. DI Gerald Hirsch aus Graz (2. Platz) sowie DI Hermann Thoma + DI Roland Trummer aus Berlin (3. Platz). Zum Nachrücker wurde das Projekt von Arch. DI Thomas Zinterl mit Bürositz Lissabon gewählt.

Bauaufgabe:

Da die bestehende ASKÖ-Sportanlage in Graz-Eggenberg nicht den Anforderungen an eine moderne Sportstätte entspricht, entschloss sich der ASKÖ-Landesverband Steiermark zu einem Neubau und betraute die Stadtbaudirektion Graz mit der Auslobung und Organisation eines EU‐weiten, offenen, einstufigen anonymer Realisierungswettbewerbs. Für den Standort, der zukünftig verstärkt als „ASKÖ Center Steiermark“ in Erscheinung treten soll, galt es, einen, auf die Wettbewerbs‐Beurteilungskriterien Städtebau, Baukunst, Funktion, Ökonomie und Ökologie bezogenen, optimierten Vorentwurf für die vier Nutzungsmodule 3fach-Sporthalle mit Innentribüne, Bewegungscenter, Buffet und Administration zu entwickeln, wobei nur der südwestliche Bereich des Bestandes baulich neu auszuformulieren war. In Zukunft sollen an diesem Ort nicht nur verschiedenen Ballsportarten, sondern auch vielfältiger Fitness- und Gesundheitssport möglichen sein.

Die Anregung der Stadtplanung zur Erstellung eines Konzeptes für die Gesamtanlage zur Vermeidung struktureller Fehler durch Addition einzelner Planungsschritte und begrenzter, einzelner Bauabwicklungen, wurde vom Auftraggeber zwar positiv bewertet, kann jedoch in naher Zukunft aufgrund fehlender Rahmenbedingungen nicht umgesetzt werden.

Das Siegerprojekt von MA-Quadrat ist ein geometrisch einfacher Baukörper mit größtmöglichem Abstand zur Schloßstraße. Die Sportanlage wird als Wellness- Einrichtung verstanden. Einblicke und Durchblicke bestimmen die äußere Erscheinung, Ausblicke und Überblicke die innere Organisation. Die Höhenentwicklung des Neubaus, der in Sichtbeton konzipiert ist, folgt der internen Funktion und orientiert sich an der umliegenden Bebauung. Die Ausrichtung zum Vorplatz und zum Spielfeld wird über die Höhenabwicklung der Fassade gesteuert.

Das Projekt, dessen Baubeginn zeitlich mit der Errichtung der Dreifachsporthalle in Graz-Liebenau (Anfang 2012; Planung: Hofrichter-Ritter Architekten, Graz) zusammenhängt, soll im Idealfall bereits im Herbst 2012 gebaut werden. Der Kostenrahmen beträgt 5,8 Millionen Euro (exkl. Mwst. und Einrichtungskosten).

AUSSTELLUNG:

Das Siegerprojekt, die Preisträger, der Nachrücker und alle einereichten Wettbewerbsbeiträge sind von 24. Oktober bis 10. November 2011 im Untergeschoß des Bahnhofcenters, Europaplatz 20, 8020 Graz ausgestellt. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, jeweils 08.00-15.00 Uhr.

Die umfassende Dokumentation des Verfahrens finden Sie demnächst im Wettbewerbe-Portal der bAIK www.architekturwettbewerbe.at

Verfasser/in:
Redaktion GAT Graz Architektur Täglich

Weiterführende Links

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Luftbild der bestehenden ASKÖ-Sportanlage in Graz-Eggenberg
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Schaubild SIEGERPROJEKT, Planung: MA-Quadrat Mariacher + Partner, Graz.
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Modellbild SIEGERPROJEKT, Planung: MA-Quadrat Mariacher + Partner, Graz.

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