Architekturwettbewerb "PALAIS KEES" in Graz

Dokumentation und Juryprotokoll des Architekturwettbewerbs Palais Kees in Graz: Zubau, Generalsanierung und Nutzungsadaptierung des ehemaligen Kommandogebäudes für Institute der Universitäten.

14/08/2003

PROJEKTDOKUMENTATION

Aufgabenstellung:

Zubau, Generalsanierung und Nutzungsadaptierung des ehemaligen Kommandogebäudes.

Im Palais Kees sollen Institute der Katholisch Theologischen Fakultät (KTF) und des Fremdsprachenzentrums (FSZ) der Karl Franzens Universität (KFUG) und das Institut für Orgel- und Kirchenmusik der Kunstuniversität Graz (KUG) untergebracht werden.

JURYPROTOKOLL

Beginn: 9.00 Uhr

Anwesend:

Bouvier Friedrich, Dobrovits Michael, Dreier Bettina, Dreier Klaus, Frühauf Wolf, Giselbrecht Ernst,Hannreich Sepp, Hirschegger Manfred (ab 10.00 Uhr), Kappel Franz, Larcher Gerhard, Marchner Edmund (Schriftführer), Mascher Fritz, Mayer Ernst, Ruckenbauer Hans-Walter, Saiko Harald, Schober Heinrich, Trummer Johann, Wessely Christian, Wucherer Erich(Vorsitzender)

Der Vorsitzende der Jury begrüßt die Anwesenden und stellt die Beschlussfähigkeit des Preisgerichtes fest.

Die Preisrichter sind:

Dobrovits Michael

Frühauf Wolf

Giselbrecht Ernst

Kappel Franz

Marchner Edmund

Trummer Johann

Wucherer Erich

Die anderen Anwesenden sind Berater der Juroren ohne Stimmrecht bzw. die beiden Vorprüfer (Dreier).

Der Vorsitzende stellt die Frage nach der Befangenheit der Anwesenden. Dies wird von allen Teilnehmern verneint.

Weiters weist der Vorsitzende die Anwesenden darauf hin, dass sie bis zum Abschluss der Preisgerichtssitzung der Verschwiegenheitspflicht entsprechend der WOA unterliegen.

In der Folge wird die weitere Vorgehensweise anhand der Tagesordnung beschlossen:

Nach dem Antrag von Herrn Schober werden die Beurteilungskriterien für die Beurteilung der einzelnen Projekte wie folgt gereiht:

1. Funktion

2. Ökonomie

3. Baukunst

4. Städtebau

5. Ökologie

Es folgt ein kurzer Vorprüfungsbericht, zu den einzelnen Projekten, in dem die Vorprüfer den schriftlichen Vorprüfungsbericht vortragen und die Projekte kurz vorstellen.

Um 11.15 Uhr erfolgt die Besichtigung des Hofes des Palais Kees und um 12.00 Uhr beginnt eine Diskussionsrunde, in der die einzelnen Jurymitglieder und die Berater zu den jeweils ihnen wesentlichen Beurteilungskriterien Stellung nehmen.

Nach dieser Diskussionsrunde beginnt um 12.45 Uhr der erste Ausscheidungsdurchgang. Es werden die wesentlichen Merkmale der Projekte noch einmal kurz von den Vorprüfern erläutert und danach jeweils nach Antrag des Vorsitzenden mit Stimmenmehrheit darüber entschieden, ob das jeweilige Projekt in der Wertung verbleibt.

Abstimmungsergebnisse – 1. Durchgang

Folgende Projekte verbleiben in der Wertung:

Projekt 23: 5:2 Stimmen

Projekt 20: 4:3 Stimmen

Projekt 17: 4:2 Stimmen – 1 Stimmenthaltung

Projekt 16: 4:3 Stimmen

Projekt 11: 5:1 Stimmen – 1 Stimmenthaltung

Projekt 8: 5:2 Stimmen

Projekt 4: 4:3 Stimmen

Projekt 2: 5:2 Stimmen

Für das Ausscheiden der Projekte waren folgende Beurteilungskriterien maßgebend:

1. Funktion

· Die Anordnung der Orgel- und Übungsräume der KUG im Zusammenhang mit dem Schallschutz

· Die Organisation und Attraktivität der Bibliothek

· Die Trennung der Funktionsbereiche KTF, KUG und FSZ

· Die Flexibilität und Veränderbarkeit

· Die Erfüllung der baurechtlichen und arbeitsrechtlichen Vorgaben

2. Ökonomie

· Die Angemessenheit der Mittel

3. Baukunst

· Die Großzügigkeit der Gestaltung der Zugangs-, Allgemein-, und Hofbereiche.

· Die Widerspiegelung der Öffnung der Universität für die Öffentlichkeit und die Schaffung von Kommunikationsbereichen für die Nutzer des Gebäudes.

Die ausgeschiedenen Projekte wurden aus den oben angeführten Gründen gegenüber den verbleibenden ausgeschieden.

Folgendes Abstimmungsergebnis führte zum Ausscheiden der untenstehenden Projekte:

Projekt 22: 0:7 Stimmen

Zu massive Baukörper im Innenhof, Trennung der Funktionen nicht ausreichend gegeben, Gebäudehöhe beim gesamten Zubau überschritten

Projekt 21: 2:5 Stimmen

Funktionen nicht sehr klar getrennt, die Bibliothek ist über zwei Geschoße erschlossen, was einer genaueren Überprüfung bedarf.

Projekt 19: 0:6 Stimmen – 1 Stimmenthaltung

Arbeitsrechtliche Probleme mit unbelichteten und unbelüfteten Büros im UG, Gebäudehöhe beim Orgelzubau überschritten

Projekt 18: 1:5 Stimmen – 1 Stimmenthaltung

Bibliothek um 400 m² Nutzfläche zu klein, barrierefreie Erschließung der Bibliothek nicht gegeben.

Projekt 15: 0:7 Stimmen

Funktionsbereiche nicht klar getrennt, in Errichtung und Betrieb unwirtschaftlich, keine natürliche Belüftung von dauerbenützten Räumen

Projekt 14: 0:7 Stimmen

Bibliotheksräume unfunktionell, KUG-Räume im Untergeschoss unbelichtet und unbelüftet, zulässige Gebäudehöhe wird überschritten

Projekt 13: 2:4 Stimmen – 1 Stimmenthaltung

Die Hörsaallösung im EG problematisch, Arbeitsplätze im Bibliotheksbereich nicht ausreichend belichtet und belüftet, Schallschutz durch Verteilung der KUG-Räume über ein Geschoß nicht leicht bewältigbar.

Projekt 12: 0:6 Stimmen – 1 Stimmenthaltung

Aus Denkmalschutzgründen ist der massive Eingriff in die Decken problematisch, barrierefreie Zugänglichkeit durch Splitlevel nicht gegeben.

Projekt 10: 2.4 Stimmen – 1 Stimmenthaltung

Ein räumlich interessantes Konzept mit wesentlichen Mängeln:

Verstoß gegen die Denkmalschutzvorgaben durch Abbruch der Wände und Decken in der Belle-Etage im 1. OG.

Projekt 9: 0:7 Stimmen

Die Gesangs- und Orgelräume im UG, Eingangssituation nicht attraktiv, Zwischenbereich zwischen alt und neu verbaut

Projekt 7: 1:6 Stimmen

Bibliothek im 2 UG und über 3 Geschoße reichend, wird als problematisch eingestuft, Funktionsbereiche nicht klar getrennt.

Projekt 6: 0:7 Stimmen

Funktionsteilung nicht ausreichend gegeben, Übungsräume nicht belüftet im UG, Baugrenzlinien überschritten, Barrierefreiheit nicht überall gegeben, Bibliothek im UG alt, mit Niveauunterschieden funktionell nicht möglich oder bei Ausgleich unökonomisch. Der Abbruch der Decke über Erdgeschoss widerspricht den Denkmalschutzvorgaben.

Projekt 5: 2:5 Stimmen

Denkmalschutzbestimmungen wird durch Abbruch von Querwänden im Straßentrakt und Einbau einer Stiege zwischen EG und OG in den Straßentrakträumen nicht Rechnung getragen. Zusammenhängende Assistentenräume, Funktionstrennungen nicht ausreichend gegeben.

Projekt 3: 0:7 Stimmen

Zersplitterung der Bibliothek, Assistentenräume nicht getrennt, Schallschutz zwischen Orgelräumen und Hörsaal nur schwer in den Griff zu bekommen.

Projekt 1: 1: 5 Stimmen – 1 Stimmenthaltung

Erschließung aufwendig, kompliziert und unübersichtlich

Mittagspause zwischen 14.30 – 15.00 Uhr.

Um 15.00 Uhr ladet der Vorsitzende zu einer weiteren Diskussionsrunde über die Beurteilungskriterien zur Beurteilung der in der Wertung verbliebenen Projekte ein. In dieser wird von den Preisrichtern noch einmal die wesentlichen Kriterien analysiert und in der Folge ein Besichtigungsdurchgang der ausgewählten Projekte durchgeführt und diese entsprechend den analysierten Kriterien nochmals kritisch betrachtet.

Im Anschluss an diese Besichtigung wird der Antrag gestellt, das Projekte 21 zurück in die Wertung zu bringen und dafür das Projekt 4 auszuscheiden. Diesem Antrag wurde einstimmig stattgegeben.

Weiters wird der Antrag gestellt, das Projekt 10 gegen das Projekt 23 auszutauschen. Dieser Antrag wurde mit 5:2 Stimmen angenommen.

Abstimmungsergebnisse – 2. Durchgang

Der Vorsitzende stellt den Antrag, Projekt 2 für den 1. Preis zur Abstimmung zu bringen. Der Antrag wird mit 7:0 Stimmen angenommen.

Der Vorsitzende stellt den Antrag, Projekt 21 für den 2. Preis zur Abstimmung zu bringen. Der Antrag wird mit 6:1 Stimmen angenommen unter der Bedingung, dass das Projekt lediglich mit Änderungen zur Ausführung gelangen könnte.

Der Vorsitzende stellt den Antrag, Projekt 8 für den 3. Preis zur Abstimmung zu bringen. Der Antrag wird mit 5:2 Stimmen angenommen.

Der Vorsitzende stellt den Antrag, Projekt 17 für den 1. Ankauf zur Abstimmung zu bringen. Der Antrag wird mit 7:0 Stimmen angenommen.

Der Vorsitzende stellt den Antrag, Projekt 20 für den 2. Ankauf zur Abstimmung zu bringen. Der Antrag wird mit 5:2 Stimmen angenommen.

Der Vorsitzende stellt den Antrag, Projekt 10 für den 3. Ankauf zur Abstimmung zu bringen. Der Antrag wird mit 6:1 Stimmen angenommen.

Der Vorsitzende stellt den Antrag, Projekt 11 zum 1. Nachrücker zur Abstimmung zu bringen. Der Antrag wird mit 7:0 Stimmen angenommen.

Der Vorsitzende stellt den Antrag, Projekt 16 zum 2. Nachrücker zur Abstimmung zu bringen. Der Antrag wird mit 7:0 Stimmen angenommen.

1. Preis – Projekt 2

Die Qualitäten des Projektes liegen in der räumlich interessanten Erschließungszone und dem leicht vorgesetzten, transparenten Hofgebäude, welches die Verbindung zwischen Innenhof und Bestand darstellt. Durch diese Maßnahmen wird der Innenhof nicht nur vom Bestand her erlebbar, sondern ist größtenteils von Baumaßnahmen oberirdisch freigehalten.

Besonders die Erschließungszone, welche beide Eingänge gleichberechtigt erfasst, überzeugt die Jury. Wichtig ist vor allem die Übersichtlichkeit im Eingangsbereich und die Offenheit der Aula zu den Erschließungszonen.

Die klare architektonische Formulierung der Neubaumaßnahmen im Bereich der Orgelräume überzeugt.

Positiv ist die Ausformulierung der Verkehrsbereiche im Altbau, im Bereich der Einzelbüros, wo die Verkehrsflächen für Meetingpoints und Kommunikationsmöglichkeiten freigehalten werden.

Besondere Qualitäten zeigt das Projekt im Bereich der Bibliotheksarbeitsräume, die durch den Fakultätshof natürlich belichtet und belüftet sind.

Überprüft werden sollten die exakte Dimension der Orgelräume in Bezug zum Nachbargebäude und die Entkernung des UG für die Nutzung der Bibliothek, im weiteren auch die genaue Höhenlage des UG-Neubau.

Stellungnahme – Bundesdenkmalamt Dr. Bouvier:

Das Projekt sieht den Abbruch der Erdgeschossfassade und der erdgeschossigen Räume im Glacis-Trakt vor. Im Nordtrakt findet hofseitig praktisch eine völlige Entkernung statt. Problematisch erscheint die Auflösung der Durchfahrten im hofseitigen Bereich, wo auf die Erhaltung der Originalsubstanz besonderer Wert gelegt wird. Für die vorgesehene Vergrößerung von Wandöffnungen und Mauerteilabbrüchen im Bereich der Mittelmauern und der Querwände kann in diesem Ausmaß keine Genehmigung in Aussicht gestellt werden.

2. Preis - Projekt 21:

Das Projekt zeigt eine qualitätvolle Lösung des Eingangbereiches mit einer Hofverbauung, in der die Funktionen Orgelräume und Hörsäle untergebracht sind. Die im Innenhof gelegenen Baukörper sind klar formuliert und zeigen die Verbindung von alt und neu. Hervorzuheben sind die bewusst gesetzten Durchblicke und die qualitätsvollen Grünbereiche des Hofes. Erkauft werden diese Qualitäten durch eine Zergliederung des Bibliotheksbereiches in Neu- bzw. Altbereich, welche optimiert werden könnten. Angezweifelt wird die Sinnhaftigkeit des Fremdsprachenzentrums als Insellösung im KTF-Bereich.

Stellungnahme – Bundesdenkmalamt Dr. Bouvier:

Die Eingriffe in die Substanz reduzieren sich auf die hofseitigen Raumfigurationen im EG und 1. OG des Nordtraktes und den Erdgeschoßbereich des Glacis-Traktes. Die Auflösung der Durchfahrten im hofseitigen Bereich ist ebenfalls zu weitreichend. Die Maueröffnungen der Mittelmauern sind im Vergleich zu dem Bestand zu prüfen.

3. Preis - Projekt 8:

Überzeugend beim Projekt ist die Erschließung mit der Erschließungshalle, die sich zum Hof hin als großer Innenhof mit Konzertsälen räumlich entwickelt. Die Situierung der Orgelräume als eigenständiger Baukörper bringt schalltechnisch große Vorteile. Dieser Hauptintention des Verfassers liegen nun zwangsläufig die Bibliotheksräume im Geschoß darunter, die gut belichtet und belüftet sind. In Kauf genommen wird dafür eine weitläufige Wegführung und eine problematische Tieferlegung eines Bibliotheksteiles in ein weiteres Untergeschoß (2. UG). Die Dachfläche der Bibliothek ist von der Verwendbarkeit her sehr eingeschränkt.

Die Neubaumaßnahmen im Hof sind entgegen anderen Projekten sehr dominant.

Stellungnahme – Bundesdenkmalamt Dr. Bouvier:

Das Projekt sieht im hofseitigen Bereich des Glacis-Traktes im EG und im 1. OG Entkernungen vor, nimmt aber auf historische Mittelmauern weitgehend Rücksicht. Die hofseitige Struktur der Hofdurchfahrten ist auch bei diesem Projekt gefährdet.

1. Ankauf – Projekt 17:

Das Projekt zeigt einen sehr ökonomisch in den Innenhof eingebauten Neubau, welcher im EG eine klare und eigenständige Formulierung des Baukörpers und eine gute Belichtung des EG zeigt.

Die funktionelle Gliederung des Gesamtprojektes ist überzeugend.

Erkauft werden diese Qualitäten durch eine sehr beengte Erschließungssituation im EG, eine Mehrgeschossigkeit der Bibliothek, welche im 2. UG als nicht ideal angesehen wird.

Stellungnahme – Bundesdenkmalamt Dr. Bouvier:

Dieses Projekt ist auch der Sicht des Bundesdenkmalamtes unproblematisch.

2. Ankauf – Projekt 20:

Das Projekt besticht durch das Freihalten des Hofes. Die Belichtungssituation der Büroräume wird von der Jury als positiv bewertet, wobei von den Nutzern die Bibliothek im 3. UG als nicht optimal angesehen wird. Nicht überzeugen kann die Erschließung der unterirdischen Bauwerke. Als sehr problematisch wird die Fluchtstiege vom 3. UG in den derzeitigen Haupteingang angesehen, welcher die Verbindung von Straße und Innenhof unterbindet. Die Nebenerschließung über das südseitig gelegene Treppenhaus ist funktionell möglich, entspricht jedoch der gewünschten Öffentlichkeit der universitären Einrichtung. Die Qualität der Innenhofgestaltung und auch die Belichtung der Konzerträume ist ein interessanter Beitrag im Rahmen dieses Wettbewerbes.

Stellungnahme – Bundesdenkmalamt Dr. Bouvier:

Das Projekt behält die historischen Mauerstrukturen mit Ausnahme einzelner vergrößerter Fensteröffnungen an den Hoffassaden bei. Problematisch erscheint die vorgesehene Schließung der nördlichen Durchfahrt.

3. Ankauf – Projekt 10:

Das Projekt zeigt eine sehr interessante Symbiose zwischen Bestand und Neubau, vor allem im Bereich der Bibliothek, Die räumliche Qualität dieser Funktionseinheit wird positiv anerkannt, kollidiert jedoch massiv mit den Intentionen des Denkmalschutzes.

Positiv gesehen wird die Eigenständigkeit der Konzerträume als eingeschossige Einbauten mit klar strukturierten Baukörpern.

Stellungnahme – Bundesdenkmalamt Dr. Bouvier:

Das Projekt wird aus der Sicht des Bundesdenkmalamtes wegen Nichteinhaltung der vorgegebenen Kriterien (Deckenabbrüche im Straßentrakt) abgelehnt.

1. Nachrücker – Projekt 11:

Der vorgeschlagene Neubau im Innenhof in Verbindung mit der übersichtlichen Eingangszone ist die Qualität dieses Projektes. Die funktionelle Zuordnung der einzelnen Bereiche ist gut gelöst.

Nicht ganz überzeugen kann die Vielgestaltigkeit in der vorgeschlagenen Dachlösung als auch in der Erschließungszone. Durch diese vorgeschlagenen Lösungen wird auch ein erhöhter technischer Aufwand erwartet.

Stellungnahme – Bundesdenkmalamt Dr. Bouvier:

Tolerierbare Eingriffe in die Hoffassaden - seitens des Bundesdenkmalamtes unproblematisch.

2. Nachrücker – Projekt 16:

Das Projekt stellt einen positiven Beitrag dar mit einem klaren kleinen Hofeinbau einer Bibliothek und einem zugeordneten Grünraum die Aufgabe zu bewältigen. Die Eingangszone über dem Haupteingang ist gut und großzügig geordnet. Die formale Ausbildung des hofseitigen Baukörpers fasst jedoch wieder verschiedenste Funktionseinheiten, wie Konzertsaal und Bibliothek unter einer großen, schwer nachvollziehbaren Geste „Dach“ zusammen.

Stellungnahme – Bundesdenkmalamt Dr. Bouvier:

Das Projekt ist Seitens des Bundesdenkmalamtes unproblematisch. Geringe Substanzeingriffe im Hofbereich des Nordtraktes. Die Auflösung der hofseitigen Bereiche der Durchfahrt stellen auch hier einen Kritikpunkt dar.

Der Vorsitzende bedankt sich bei allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit und beendet die Sitzung.

Ende der Sitzung: 20.30 UhrVerfasserliste:

Projekt 1: ARGE Architekturwerkstatt Graz – Kreibich GmbH

Alfred Wolf, Graz

Mitarbeiter: Christian Krug

Projekt 2: Josef Klingbacher, Völkermarkt

Mitarbeiter: Markus Katzenberger, Nenad Trohar, Ingo Steiner

Projekt 3: Alfred Bramberger, Graz

Mitarbeiter: Irina Gasyanets, Maria Richter-Trummer

Projekt 4: Andreas Thomczyk, Wien

Mitarbeiter: Thomas Alzinger, Karin Hepp

Projekt 5: Lorber & Paul Architekten Gbr., Köln und

Diete Siepmann GmbH, Köln

Mitarbeiter: David Ruic, Vera Hermanns, Ufuk Gelik, Andreas Eul

Projekt 6: Peter Scherzer, Peter Lechner, Graz

Mitarbeiter: Gernot Wallent, Nicole Lam

Projekt 7: Werner Kampits, Graz

Mitarbeiter: Johannes Plank, Jörg Padrock, Thomas Knappitsch,

Johann Timmerer-Maier, Gerald Werkl

Projekt 8: ARGE Reinhold Tinchon, Markus Pernthaler, Graz

Mitarbeiter: Matthias Kahlert, Zoran Megla, Fabian Wallmüller,

Armin Ibunigg, Walter Eltersdorfer

Projekt 9: Ernst M. Kopper, Wien

Mitarbeiter: Alexander Kopper, Peter Hufnagl, Florian Schätz,

Gertrud Schwayer

Projekt 10: Mahler, Günster, Fuchs Generalplaner GmbH, Stuttgart

Josef Hämmerl

Mitarbeiter: Angelika Engert, Martin Frenzel, Katrin Kern

Projekt 11: Elisabeth Anderl, Marlies Binder, Graz

Mitarbeiter: Hubert Schuller

Projekt 12: Purgstaller-Paier-Schmölzer, ZT GmbH, Graz

Mitarbeiter: Iki Knopf, Robert Bittner

Projekt 13: Hans-Walter Tanos, Graz

Mitarbeiter: Erich Hammer

Projekt 14: Rigler Architektur, ZT-KEG, Graz

Mitarbeiter: Michael Lingenhöle, Christian Deimel, Axel Steidel

Projekt 15: Karl Heinz Winkler, Graz

Mitarbeiter: Andreas Mayer, Michael Egger, Franz Paier

Projekt 16: Ferdinand Certov, Graz

Mitarbeiter: Claudia Klar, Christa Bombardella, Armin Haghirian

Projekt 17: Wladimir Goltnik, Graz

Mitarbeiter: Petra Kohlenprath, Najda Krivograd, Monika Zugschwert

Projekt 18: Martin Cserny, Fering

Mitarbeiter: Gustav Pichlmann

Projekt 19: Michael Kriegl, Tainach

Mitarbeiter: Markus Gindl

Projekt 20: Helmut Croce, Ingo Klug, Graz

Mitarbeiter: Franz Ederer, Robert Rohsmann, Karin Prieler,

Patrick Klammer

Projekt 21: Peter Gleis, Graz

Mitarbeiter: Elisabeth Knorr, Heimo Luschnik

Projekt 22: Michael Szyszkowitz, Karla Kowalski, Graz

Mitarbeiter: Tabea Potrk, Annette Schwarte

Projekt 23: Hans Messnaritsch, Graz

Mitarbeiter: Franz-Georg Spannberger, Hans Obereder, Ognjen Persoglio

10argeaw01.jpg
Projekt 01 - ARCGE Architekturwerkstatt Graz - Kreibich GmbH, Arch. Alfred Wolf; Graz
10bramberger03.jpg
Projekt 03 - Arch. Alfred Bramberger; Graz
10cserny18.jpg
Projekt 18 - Arch. Martin Cserny, Fernig; Graz
10kampits07.jpg
Projekt 07 - Arch. Werner Kampits; Graz
10kriegl19.jpg
Projekt 19 - Arch. Michael Kriegl; Tainach
10messnaritsch22.jpg
Projekt 23 - Arch. Hans Messnaritsch; Graz
10purgstaller12.jpg
Projekt 12 - Arch. Burgstaller-Paier-Schmölzer ZT GmbH; Graz
10rigler14.jpg
Projekt 14 - Rigler Architektur, ZT-KEG; Graz
10scherzer06.jpg
Projekt 06 - Arch. Peter Scherzer, Arch. Peter Lechner; Graz
10szyszkowitz22.jpg
Projekt 22 - Arch. Michael Schyszkowitz, Arch. Karla Kowalsky; Graz
10tanos13.jpg
Projekt 13 - Arch. Hans-Walter Tanos; Graz
10thomczyk04.jpg
Projekt 04 - Arch. Andreas Thomczyk; Wien
10winkler15.jpg
Projekt 15 - Arch. Karlheinz Winkler; Graz
10winkler151.jpg
Projekt 15 - Arch. Karl Heinz Winkler; Graz
10.kopper09.jpg
Projekt 09 - Arch. Ernst M. Kopper; Wien
01klingbacher02_0.jpg
Projekt 02 - 1.Preis - Arch. Josef Klingbacher; Völkermarkt
02gleis21_0.jpg
Projekt 21 - 2. Preis - Arch. Peter Gleis; Graz
03tinchon08_0.jpg
Projekt 08 - 3. Preis - Arch. Reinhold Tinchon; Graz
1agoldnik17_0.jpg
Projekt 17 - 1. Ankauf - Arch. Wladimir Goltnik; Graz
1nbinder11_0.jpg
Projekt 11 - 1. Nachrücker - Arch. Elisabeth Anderl, Arch. Marlies Binder; Graz
2aklug20_0.jpg
Projekt 20 - 2. Ankauf - Arch. Helmut Croce, Arch. Ingo Klug; Graz
3agnster10_0.jpg
Projekt 10 - 3. Ankauf - Mahler, Günster, Fuchs Generalplaner GmbH; Stuttgart
2nzertov16_0.jpg
Projekt 16 - 2. Nachrücker - Arch. Frdinand Certov; Graz
xxdsc00030_0.jpg
Palais Kees - Blick Glacisstraße
xxdsc00005_0.jpg
"Palais Kees"

Artikelempfehlungen der Redaktion