Projekt 01 > Dino Eicher "HELIX – PAVILLION"
"Mit der Kenntnisnahme der Auslobung bestand meine Überlegung darin, nicht nur eine Skulptur zu entwerfen, sondern ein Objekt, das einem bestimmten Zweck dient und durchaus genutzt werden kann. Da die Vorgabe von 50 Ziegeln keine überdimensionalen Entwürfe zulässt, beschränkten sich meine Entwurfsgedanken zusehend auf den Gartenbereich, woraus die Idee eines Pavillions resultierte".
Projekt 03 > Nikolaus Plenk
"Der Turm dient als Symbol des Erhabenen. Als Sinnbild eines Zentrum, einer beherbergten Macht. Das Gebilde setzt sich aus 4 Haupttürmen zusammen, die unterschiedliche Höhen haben und auch ihre Anordnung um die eigene Achse ist verschieden, sie schaffen jedoch ein homogenes Bild. Die Verbindung der HLZ-Türme erfolgt durch die NF-Klinker (gelocht). Dadurch treten die Haupttürme stärker in Erscheinung. Durch die gelochten Klinker entsteht wieder eine gewisse Transparenz, die der optischen Auflockerung dient".
Projekt 04 > Astrid Mitterlehner, Bernhard Wolf "SCHERBEN GRAFFITI. Der Asphalt gehört dir!"
Die Freiflächen von Graz sollen zur Spielwiese für "SCHERBEN GRAFFITI"
werden. Das Malwerkzeug - hergestellt aus
50 Mauerziegeln - wird in der
Rechbergerstraße zur Verfügung gestellt
und soll jeden einladen seine Ideen,
Graffitis, Memos... im Stadtgefüge zu
hinterlassen. Alle sollen angesteckt werden
und sich spontan zum Ausdruck bringen.
Nach einem Regenfall wird alles von der Straße gewaschen und Platz für Neues gemacht.Projekt 05 > Katharina Anna Habig "Brick Seat Cube Light"
"Das von uns entworfene Objekt ist ein funktional vielseitiges Möbel, welches als fest installierte unbewegliche Sitzgelegenheit, mit integrierter Lichtquelle unterschiedliche Nutzungen ermöglicht. Es soll Interesse erwecken und zum Berühren, Sitzen, Verweilen und zum Spielen auffordern.
Das Sitzmöbel besteht aus insgesamt 46 Stück Ziegel (Klinker: Länge 250mm; Breite120mm; Höhe 70mm). Davon 4 gelochte und 42 nicht gelochte".
Projekt 06 > Ognjen Balic, Horia-Nicolae Hamat "Team 49"
"Das Objekt besteht aus insgesamt 49 Ziegel, die hochformatig in einem 7x7 Raster auf einer Stahlstangenkonstruktion eingefädelt werden. Die Wand, die dabei entsteht, zeigt den Charakter des Baustoffes. Sie soll auf den Ziegel aufmerksam machen, ihn jedoch als Teil des TEAMS hervorheben. Die Wand steht als Multiplikator des einzelnen Moduls. Die Höhe des Objekts ist auf die durchschnittliche Größe des Menschen ausgerichtet".Projekt 07 > Julia Volderauer, Andrea Jöchl "Schwebender Ziegel"
"Wir setzten uns mit dem Thema „Another Brick“ - also dem etwas anderen Ziegel - so auseinander, dass wir uns überlegten, was alles mit diesem Baustoff gebaut wird und vor allem was noch nicht gebaut wurde bzw. was unserer Meinung nach noch nirgends zu sehen war....Zur Verbindung der einzelnen Ziegel wählten wir dünne Stahlseile. Zwei Löcher können einfach mit einem Keramikbohrer gebohrt werden. So ergibt sich eine größere Fläche aus Ziegeln, die so flexibel miteinander verbunden sind, dass die Fläche sich je nach Lage und Befestigung verformt. Unter anderem entsteht ein Lichtobjekt mit interessanten Schattendetails, je nach Lichteinwirkung.
Projekt 08 > Mario Huber "Flexible Brick"
"Der Hintergrund für dieses Projektes ist der Gedanke, mit dem Produkt etwas zu schaffen, das über Simplizität einer Wand mit Mörtelfuge hinausgeht. Ziegel sollen in einer einfachen aber auch rückbaufähigen Art aneinanderfügbar sein, ohne dass sich der jeweilige Anwender die Hände „schmutzig" machen muss. Um diese Idee in die Realität umzusetzen, wurde der Ziegel mit einfachen, selbstklebenden Klettverschlüssen versehen".
Projekt 09 > Joachim Ambrosig "Ziegel Liegen"
"Ein Material, welches meist verdeckt und kaschiert wird, sei es nun durch Putz, Verkleidung oder durch Dämmung. Dabei birgt der Ziegel in seinem Ausdruck, seiner Oberfläche und seiner Verarbeitung wunderbare Qualitäten in Farbe, in der Art seiner Verarbeitung sowie in der Fühlbarkeit des Materials".
Projekt 11 > Soylemez Mahsuni > "es kommt an"
"Der Ballon und der Ziegel sind mit einem Seil verbunden, der Ziegel wird durch den Auftrieb des Heliums ins Schweben (max 20 bis 30 cm über Fussbodenoberkante)gebracht".
Projekt 12 > Christoph Schwaighofer "Brick Block Bridge Bench"
"Eine Gartenbank, die in Form einer Brücke über das Grün gespannt wird. Der Ziegel als natürliches Material soll altern, die Metallteile dürfen rosten, das Wetter und die Jahreszeiten sind ablesbar. Die Gartenbank wird somit ein Bestandteil der Natur". Projekt 14 > Georg Dornhofer
"Der Ziegel erlebte wohl in waghalsige Bogen- und Deckenkonstruktionen seinen baukünstlerischen Höhepunkt. Begünstigende Kraftableitung ergab die Bogenform und die Summe der einzelnen Teile ergab so manch großartiges Gesamtkunstwerk. Ein Bogen ist ein Kreissegment. Ein Kreis ist ein zweidimensionales Rad.
Assoziationen mit dem „Ur-Rad“ der wohl wichtigsten mechanischen Erfindung der Menschheit, sowie mit dem Fahrrad bis hin zum Wiener Riesenrad werden provoziert".
Projekt 15 > Gregor Fasching, Aramis Glück "Softy"
"... der Verband, ein Bild das wir sofort mit dem Ziegelstein herstellen. Diese Assoziation soll uns hier sofort bewusst werden. Mit 45 Ziegeln wollen wir eine Mauer errichten und uns sogleich wieder von ihr distanzieren. Sie soll uns nur wachrütteln, um für einen Moment die Dinge nicht so hinzunehmen wie sie uns vorgesetzt werden. Die Mauer wird in einem einfachen Läuferverband errichtet bzw. gelegt. Schaumstoff ist das Fugenmaterial und Verbindungsmittel sind gespannte Stahlseile, welche die Lochziegel miteinander verbinden. Es soll uns die liegende Mauer in Erinnerung bleiben".
Projekt 16 > Gerhard Pichler, Eva Pichler "Zügellos Ziegeln"
"Häuser, lasst den Ziegel frei, von euren Wänden, Dächern und Decken.
Auch die Menschen sollen den Ziegel erleben dürfen, seine Größe erfahren, seine Schwere tragen, seine Oberfläche fühlen können".
Projekt 17 > Verena Linhart, Julia Url
"Es werden sämtliche Eigenschaften des Baustoffes Ziegel thematisiert: Gewicht, Form, Farbe, Porosität, Haptik,... Sie werden in einem stufigen Verlauf von ihrem ursprünglichen Zweck in ein neues Bild transformiert. Wie von einer scheinbar unsichtbaren Kraft wird die Hülle der Ziegelstruktur gebrochen. Die Widerstandskraft des Materials gibt auf. Dies bedeutet keine Abwertung, sondern gibt ihm durch das Bild des Bröckelns einen neuen Charakter". Projekt 19 > Elke Kronsteiner, Hubert Ackerl, Christopher Zraunig "Bis in die frühen Morgenstunden..."
Die Verfasser stellten weder Bild- noch Textmaterial zur Verfügung
Projekt 20 > Johannes Hug, Jana Sack, Michael Porath "the same brick in another way"
"Ausgangspunkt ist ein Schornstein, ein stellvertretendes Objekt für den rationalen Einsatz von Ziegelprodukten. Eine rein funktional begründete Form - Steine umschließen einen Raum in dem Rauch aufsteigt. Ziel ist es, den Ziegel aus seinem eigentlichen Kontext zu lösen und die Aufmerksamkeit auf ihn zurück zu führen, ihn zum Zentrum werden zu lassen. Durch die minimale, schichtweise Änderung der Ziegelformation und die zusätzliche Rotation um die eigene Achse wird der Schornstein Schritt für Schritt seiner eigentlichen Funktion enthoben. Der Kontext ändert sich. Die einst rationale Form wird zum (Kunst-) Objekt und zeigt – stärker als zuvor - die Rückkopplung zum eigentlichen Ausgangselement – dem Ziegel. Der Ziegel wird zum Mittelpunkt".
Projekt 21 > Thomas Walser "Go with the Flow"
"Der Ziegel gilt allgemein als leichter Baustoff, ein Ziegelhaus zählt jedoch auch zu den sog. Massivhäusern. Mit dieser Zwiespältigkeit möchte ich arbeiten. Auf den ersten Blick wirkt der voluminöse Ziegel auf den dünnen Stahlstehern sehr leicht. Durchschreitet man jedoch den „Ziegelgarten“ und versetzt die „schwebenden“ Steine mit der Hand in Schwingung, wird die Masse des Ziegels erlebbar. Die Trägheit beim „Anschupfen“, die Weite des Schwungs, die Geschwindigkeit und die Dauer. Das sind die Faktoren die dem vormals leichten Ziegel nun seine Masse verleihen".
Projekt 22 > Josef Lobis
"Dachziegel sollen konstruktiv so verwendet werden, dass sie ohne zusätzliche Konstruktionselemente einen skulptural anmutenden Turm bilden, welcher als Leuchtsäule funktioniert. Die Formfindung folgt Prinzipien dynamischer Gestaltung. Z.B. der Schattenwurf strukturiert die Leuchtskulptur und dessen Umraum sowohl bei natürlicher als auch bei künstlicher Belichtung sich verändernd. Die einzelnen Dachziegel werden lediglich mit Draht, mittels vorgesehener Löcher in den Ziegeln, miteinander verbunden".
Projekt 23 > Clemens Werb "Feierabend"
"Die Grundidee wurde aus der Herstellungsweise eines beliebigen Ziegels geboren: Ton wird gebrannt. Deshalb ist eine Verwendung nahe liegend, die an den Ursprung des Ziegels gemahnt. Und was liegt da, besonders im Sommer, näher als die Idee, einen Grillplatz zu bauen, aus Rohziegeln, nur durch Mörtel verbunden".