Anlässlich der Grazer Gemeinderatswahl im Jänner 2008 wurde von der Plattform Architektur an die SpitzenkandidatInnen der Grazer Parteien ein Fragebogen ausgesandt, der von der FPÖ (Susanne Winter), den Grünen (Lisa Rücker), der KPÖ (Elke Kahr) und der ÖVP (Siegfried Nagl, amt. Bürgermeister) bereits ausgefüllt retourniert wurde. Walter Ferk, Spitzenkandidat der SPÖ antwortete mit einem Schreiben, in dem er mitteilte, dass er sich als nicht studierter Architekt außerstande sieht, den Fragebogen fundiert zu beantworten, da ihm der Großteil der Fragen zu fachspezifisch formuliert sei (zum Antwortschreiben gelangen Sie über den unten angeführten Link).
Die Antworten des BZÖ (Gerald Grosz) stehen derzeit noch aus.
FRAGEN UND ANTWORTEN ZU ARCHITEKTURPOLITIK UND BAUKULTUR:
(Parteien nach Alphabet gereiht)
1.) Architekturpolitik:
FRAGEN:
Werden Sie sich als entscheidungstragende/r Politiker/in mit Nachdruck dafür einsetzen, dass künftig in Graz ein entsprechendes Budget für eine engagierte Architekturpolitik bereitgestellt wird?
Und wenn ja, welche Ziele/Prioritäten würde eine von Ihnen bestimmte „Architekturpolitik“ verfolgen? Wie haben Sie vor den Standort Graz attraktiver zu machen?
Können Sie sich vorstellen, kontinuierliche Basissubventionen für bestehende architekturrelevante Institutionen sicherzustellen?
ANTWORTEN:
FPÖ:
Die Budget-Lage der Stadt Graz ist derzeit alles andere als gut. In Wirklichkeit pfeift die Stadt Graz, aus finanzieller Sicht, aus dem letzten Loch. Derzeit haben wir in Graz 38.000 Menschen, die unter der Armutsgrenze leben. Diesen Menschen gehört als erstes geholfen. Ich denke jeder vernünftig denkende Menschen, wird mir zustimmen, wenn ich sage, dass wir zuerst die brennenden sozialen Probleme in Graz lösen sollten, bevor wir all zu viel Geld für Architektur-Projekte aufwenden können. Ich bitte um Verständnis!
GRÜNE:
Als Finanzsprecherin bin ich hier vorsichtig mit Versprechungen - Ich werde mich dafür einsetzen, dass in dieser Stadt endlich Schwerpunkte gesetzt und diese dann mit entsprechenden Ressourcen ausgestattet werden.
Die vorausschauende Planung und Stadtentwicklung kommen bisher zu kurz und deshalb ist auch die Architekturpolitik - so sie einen ganzheitlichen und interdisziplinären Zugang vertritt - stärker zu betonen.
Architekturpolitik, die die Stadt, ihre (zukünftigen) Funktionen und ihre Potentiale als Ganzes in den Mittelpunkt stellt - es kann nicht beim Wettbewerb um die Ästhetik bleiben. Der Standort Graz lebt von guten Ausbildungsbedingungen, der Möglichkeit zu experimentieren und ist im Zusammenhang mit der Region zu sehen, in der Graz liegt - mehr Anbindung an die Nachbarregionen, Slo, Ungarn etc....
Generell stehe ich mittelfristigen Basissubventionen (3 - 5
Jahresverträge) für Institutionen außerhalb der Verwaltung positiv gegenüber. Der Status der "lästigen" Subventions(almosen)empfänger muss ein Ende haben - Subventionen in diese Bereiche sind Investitionen und selten verlorenes Geld (dieses Verständnis ist leider noch nicht ausgebildet - bei beiden Seiten nicht - betrifft das gesamte Verhältnis:
Politik/Verwaltung/NGOs) Basissubventionen setzen aber auch vertragliche beidseitige Bedingungen voraus: gemeinsam definierte Ziele und Bewertung derselben (kein einfaches Thema!) - Kommunikation - Planungssicherheit.
KPÖ:
Wir können uns solche Basissubventionen vorstellen und werden uns im Rahmen unserer Möglichkeiten dafür einsetzen. Die Prioritäten liegen bei der Errichtung von leistbaren Gemeindewohnungen in zeitgemäßer Ausstattung, verteilt auf alle Grazer Stadtbezirke, dem Erhalt der Grazer Altstadt sowie dem verstärkten Schutz gegen sattsam bekanntes Spekulantentum.
ÖVP:
Graz ist als Hochschulstandort weit bekannt und hat außergewöhnliche Projekte verwirklicht und es stehen einige wichtige Projekte vor der Realisierungs- bzw Fertigstellungsphase. Diesen Ruf zu sichern und auszubauen ist mir als Bürgermeister wichtig – deshalb sind in den laufenden Budgets auch monetäre Mittel zur Stärkung von Architekturpolitik vorgesehen. Zusätzlich habe ich mit meinem zuständigen Stadtrat Gerhard Rüsch Vorsorge getroffen um für das Grazer Modell, Stadtforum, Projekttisch, baukünstlerische Wettbewerbe zu unterstützen. Für alle städtischen Projekte ist bei einer Bausumme von über € 700.000,-- ein Wettbewerb verpflichtend.
Die Basissubvention für HDA (€ 10.000,--) sowie GAT (€ 3.000,--) wird jährlich geleistet, daneben möchte ich aber auch die Sondersubventionen (2007/08: € 80.000,-- für Architekturführer Graz) erwähnen.
2.) Bekenntnis zur zeitgemäßen, qualitativ hochwertigen Architektur und Planungskultur
FRAGEN:
Durch welche konkreten Maßnahmen und Anreize werden Sie den Stellenwert zeitgemäßer, qualitativ hochwertiger Architektur und Ingenieurskultur fördern, um damit eine spürbare und breit angelegte Steigerung der allgemeinen Architekturqualität und Planungskultur in Graz zu erreichen? Wären die Empfehlungen des Österreichischen Baukulturreports (www.baukulturreport.at) und/oder das projekt_A (http://hda-graz.at/home/presse/projekt_a/) aus Ihrer Sicht geeignete Werkzeuge dafür?
Haben Sie vor, durch Investitionsprogramme innovative und qualitätsorientierte Architektur/Planungskultur nachhaltig zu fördern und wenn ja, wie sehen diese konkret aus?
ANTWORTEN:
FPÖ:
Die Stadt Graz hat eine wunderschöne Altstadt und viele historisch gut erhaltene und wertvolle Bauten. Genau dieses Faktum ist auch der Grund, warum Graz als Kulturhauptstadt ausgezeichnet wurde. Die Stadt Graz sollte ihr Hauptaugenmerk auf die Erhaltung unseres historischen Schatzes namens Altstadt legen. Moderne Architektur und hyper-moderne Skulpturen sind hingegen nicht gerade das, was sich in unser Stadtbild am Besten einfügt.
GRÜNE:
Ja. Ich habe mir nicht den ganzen Katalog des Baukulturreports durchgelesen. Mir erscheint aber insbesondere die Frage der Nachhaltigkeit in Bezug auf zukünftige Anforderungen an Bauten und Gestaltung des öffentlichen Raumes von Bedeutung zu sein. Eine zeitgemäße Planungskultur sehe ich auch in einer sozial gestaltenden Rolle. Insoferne erscheinen mir die Empfehlungen für sinnvoll, nur für eine/n politischen EntscheidungsträgerIn etwas zu ausführlich - ehrlich gesagt ;-) Wenn wir das Umweltressort bekommen, wie wir es anstreben, ist für uns insbes. interessant, wie sich ökologische Anforderungen in der Gestaltung des Stadtraumes niederschlagen (alleine die Beispiele Solarenergie oder Thermosanierungen oder Verkehr neu ...) und von vorne herein positiv aufgegriffen werden können. Wettbewerbe sind darüber hinaus beste Voraussetzung für die Förderung einer Architektur/Planungskultur.
KPÖ:
Die Grazer KPÖ setzt sich für die Wiedereinführung des sozialen Wohnbaus durch die Stadt Graz selbst ein. Dadurch könnten viele neue, qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden, vom Architekten/von der Architektin bis zum Facharbeiter/zur Facharbeiterin.
ÖVP:
Mit der Einführung des „Grazer Modells“ (bei Bebauungsplänen, bei städtischen Projekten) ist ein Rahmen geschaffen, der bei einer konsequenten Anwendung auch zeitgemäße und qualitativ hochwertiger Architektur und Planungskultur führen wird.
Der Projekttisch ist ein Service der Baudirektion und bedeutet durch die Abstimmung im Vorfeld eine erhöhte Planungssicherheit und rascheres Bauverfahren.
Der Baukulturreport und Projekt_A ist ein wertvolles Engagement der Architektenschaft Österreichs und findet daher auch meine ideelle Unterstützung; Zuständigkeit Planungsstadtrat Gerhard Rüsch
Aktuelle Investitionsprogramme zur Förderung der Architektur/Planungskultur in Graz:
- EU-weiter zweistufiger Wettbewerb „Bad Eggenberg“
- Laufend kommunale Wettbewerbe (Schulen, Kindergärten, GGZ, etc.)
3). Qualitätsstandards
FRAGEN:
Werden Sie für all jene Bauvorhaben, bei welchen Mittel der öffentlichen Hand eingesetzt werden, verbindliche Qualitätsstandards festlegen, die eine hochwertige architektonische, planerische und ökologische Qualität gewährleisten, und wenn ja, welche Kriterien sind für Sie dabei maßgeblich?
Werden Sie das Prinzip der Teilung von Planung und Ausführung für alle Bauvorhaben, in denen Mittel der öffentlichen Hand eingesetzt werden, für verbindlich erklären?
ANTWORTEN:
FPÖ:
Natürlich müssen für Bauten, die von der öffentlichen Hand mitfinanziert werden, hohe Qualitäts-Standards vorhanden sein. Ich bin kein Architekt und auch kein Baumeister. Da müssen sich Experten beraten, wenn es darum geht, welche Standards bei einem Bau eingehalten werden müssen.
GRÜNE:
Wie oben sehe ich Wettbewerbe, die die öffentliche Hand veranstaltet als wichtige Möglichkeit. Darüber hinaus sollten Qualitätsstandards im Bereich der öffentlichen Vergaben stärker von Seiten der Stadt definiert werden - dieser Spielraum müsste gegeben sein.
Ja. Das Prinzip der Teilung von Planung und Ausführung empfinde ich aus meiner Laiensicht als sinnvoll. Lass mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.
KPÖ:
Bereits jetzt ist die Stadt Graz als Auftraggeberin für die umfassende Sanierung von Gemeindewohnungen an die strengen Vorgaben der Steiermärkischen ohnbauförderung gebunden und hat als Gebietskörperschaft Vergaberichtlinien zu beachten.
ÖVP:
Sämtliche städtische Projekte über € 700.000,-- werden in Abstimmung der Architektenkammer mittels Wettbewerb durchgeführt.
Generell gilt: Anwendung des Grazer Modells (definierte Standards für private Wettbewerbe, Projekttisch als Service der Bauämter)
Die Teilung von Planung und Ausführung wird seit Jahren durch die im Gemeinderat beschlossene Schnittstellenregelung zwischen der Baudirektion(BD = Planung über Wettbewerbe) und Grazer Bau und Grünlandsicherungsges.m.b.H.(GBG=Umsetzung als Bauherr) durchgeführt. Neuerdings gilt dies sogar für städtische Projekte, welche durch die Grazer Stadtwerke AG durchgeführt werden (Bad Eggenberg: BD = Planung, Stadtwerke AG = Umsetzung)
4.) Anerkennen von Leistungen, Qualitätswettbewerbe:
FRAGEN:
Werden Sie bei Planungsvergaben durch die Stadt Graz bzw. stadtnahe Organisationen ohne Vorbehalt allgemein anerkannte und von den jeweiligen Interessensvertretungen publizierte Leistungsbilder und Kalkulationsempfehlungen anwenden und dazu eine entsprechende Vergabeleitlinie erlassen, mit der sichergestellt wird, dass bei Planungsvergaben der Qualitätswettbewerb und nicht der Preiswettbewerb entscheidend ist?
Bzw.: Würden Sie zur Sicherung der Qualität für NutzerInnen/KonsumentInnen dafür sorgen, dass für alle Bauvorhaben der Stadt bzw. stadtnaher Organisationen die Vergaben von Planungsleistungen ausschließlich nach Qualitätskriterien, anstatt nach reinen Kostenfaktoren erfolgen?
ANTWORTEN:
FPÖ:
Wie in den meisten finanziellen Angelegen ist auch bei Bauvorhaben der Stadt Graz auf das Preis-Leistungs-Verhältnis zu schauen. Die Sicherheit der Nutzer und Konsumenten darf dabei aber auf keinen Fall zu kurz kommen.
GRÜNE:
Ja.
KPÖ:
Ein völliges Außerachtlassen von Kostenfaktoren ist nicht nur im Hinblick auf die Finanzsituation der Stadt Graz seriöserweise abzulehnen. Gute Qualität und Kostenbewusstsein schließen sich nicht aus.
ÖVP:
In der Regel erfolgt die Vergabe für Planungsleistungen über einen vorgehenden Wettbewerb, d.h. die baukünstlerische Qualität steht neben funktionalen und wirtschaftlichen Anforderungen im Vordergrund. (somit erfolgt keine Vergabe nach reinen Kostenfaktoren) Generell gilt: Vergaben erfolgen nach dem Bestbieterprinzip, d.h. günstigster Preis ist allein noch kein Zuschlagskriterium, wenn Qualitäten nicht passen.
5.) Ganzheitliche Planungskultur- Grazer Modell
FRAGEN:
Hat sich in Ihrer Wahrnehmung das Grazer Modell als Instrument zur nachhaltigen Stadtentwicklung und Sicherung der Baukultur bewährt? Haben Sie Verbesserungsvorschläge bzw. wie stehen sie zur Einführung eines Gestaltungsbeirates?
ANTWORTEN:
FPÖ:
„Wenn du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis“: Ein „Gestaltungsbeirat“ hätte meiner Meinung nach wenig Sinn. Wenn, dann muss man hier eine richtige Expertengruppe einrichten, die professionelle Stadtentwicklungspläne vorlegt.
GRÜNE:
Nein. Das Grazer Modell hat sich nicht bewährt, wurde ja auch teilweise gar nicht angewendet. Mein Kollege Hermann Candussi hat sich jahrelang für den Gestaltungsbeirat eingesetzt. Aus gutem Grund.
KPÖ:
Die Ergebnisse mit dem Grazer Modell sind unter den Erwartungen geblieben. Einen Gestaltungsbeirat würden wir befürworten.
ÖVP:
Grazer Modell bewährt sich gut:
- Projekttisch als Service der Bauämter wird im Frühjahr 2008 evaluiert (ich erwarte positives Ergebnis)
- Wettbewerbswesen konnte weiter ausgebaut werden
- Stadtforum hat sich gut etabliert (bereits drei Veranstaltung, Stimmung bei den interdisziplinären TeilnehmerInnen sehr gut) – nächstes Forum im Reininghaus-Areal
6.) Stadtplanung / Stadtentwicklung
FRAGEN:
Wie stehen Sie zum aktuellen Stadtentwicklungskonzept aus dem Jahr 2002?
Welche persönlichen Vorstellungen haben Sie von der zukünftigen Entwicklung der Stadt? Wie lautet Ihr Vorschlag zur Lösung des Konflikts zwischen Landeshauptstadt und Umlandgemeinden (Verlagerung der Wirtschaftskraft in die Umlandgemeinden, Verlagerung der Wohnstätten in die Umlandgemeinden, verstärktes Verkehrsaufkommen…)
ANTWORTEN:
FPÖ:
Ich bin eindeutig für die Eingliederung der Umlandgemeinden. Jedoch darf so etwas nur mit der Zustimmung der verschiedenen Bürgermeister geschehen. Durch eine derartige Eingliederung der Umlandgemeinden würden sich viele organisatorische Verbesserungen ergeben.
GRÜNE:
Zum STEK halte ich einen Vorgang abgeleitet von städtischen Schwerpunktzielen (die es bisher nicht gibt) für unumgänglich (letztens wurden Hannover und Wien als interessante Beispiele präsentiert). Ohne übergeordnete politische mittelfristige Planung bleibt es bei einer weiteren Fortschreibung. Der Prozess beginnt etwas spät, wenn es wirklich gelingen soll, diesen breiter und vor allem partizipativ anzulegen. Die Absicht wurde angekündigt, Zweifel sind berechtigt - BürgerInnen/Zivilgesellschaft-Einbindung hat in den letzten Jahren schlechte Tradition. Die Werkstadt Zeit für Graz hätte eine Vorbereitung sein können - ist es aber nicht. Das Dreieck Politik - Verwaltung - BürgerInnen unter Beiziehung von ExpertInnen funktioniert in Graz noch nicht wirklich.
Graz und Umland können nur kooperieren, wenn sie sich einig sind, dass gewisse Kompetenzen auf eine übergeordnete Ebene gehören. Unser Vorschlag:
Legitimiertes Regionalforum mit Delegiertenprinzip (nicht nur aus den
Regierungsparteien) der betroffenen Gemeinden und mit definierten Kompetenzen im Bereich der Raumplanung, Verkehr, Soziales und Bildung (zumindest).
Gemeindezusammenlegungen sind ein veraltetes Modell. Die aufgrund der Umlandkonkurrenz entstandene Standortpanik in Graz führt zu unerträglichen Kniefällen gegenüber so genannten Großinvestoren - das kann so nicht sein.
Auch für die Gemeinden ist diese Politik auf Dauer ruinös.
KPÖ:
Das Sachprogramm Wohnen machte es sich zum Ziel, bis 2006 in Graz ausreichend Wohnraum für ca. 250.000 Einwohner zu schaffen. Dieses Vorhaben konnte nach heutigem Stand insbesondere für den "primären Wonhnbedarf"
nicht verwirklicht werden. Immer mehr Menschen können sich die Mieten auf dem so genannten freien Markt nicht mehr leisten, Von der Finanzierung von Eigenheimen ganz zu schweigen. Im städtischen Wohnungsamt sind zuletzt konstant ca. 1500 WohnungswerberInnen und Familien vorgemerkt; Tendenz steigend. Durch die Vergrößerung der EU bzw. der Richtlinie betreffend Gleichstellung von Drittstaatsangehörigen wird diese Zahl nochmals wachsen. Die Stadt Graz ist dringendst gefordert, endlich Mittel für den Erwerb geeigneter Grundstücke zur Verfügung zu stellen. Wobei es wichtig ist, in verstärktem Maß Grundstücke in ALLEN Stadtbezirken zu erwerben, will man "Ghettobildungen" ernsthaft hintanhalten.
Die KPÖ tritt für eine Eingemeindung der Grazer Umlandgemeinden und den effektiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs, finanziert durch eine Nahverkehrsabgabe, ein. Darüber hinaus soll das Stadtzentrum, das den größten Einwohnerschwund verzeichnet, durch eine Eindämmung der Eventpolitik, frühere Sperrstunden der Gastgärten, sowie der Auflage, bei Sanierungen eine bestimmte Anzahl von Wohnungen zu errichten, wieder attraktive Wohngegend werden.
Wir haben das STEK 2002 aus prinzipiellen Gründen abgelehnt. Die Entwicklung seither hat uns Recht gegeben. Unsere Vorstellungen von einer sozialen und ökologischen Stadtentwicklung gehen von einer Zurückdrängung der Kapitalverwertungsinteressen im Interesse der BewohnerInnen aus. Den zweiten Teil ihrer Frage haben wir bereits beantwortet. Wir meinen, dass eine Eingemeindung des "Speckgürtels" zu einer ausgewogeneren Raum- und Verkehrsplanung im Großraum Graz führen könnte.
ÖVP:
Das aktuelle Stadtentwicklungskonzept wird mit Beginn 2008 überarbeitet (im Vorfeld der Überarbeitung des gesamtstädtischen Flächenwidmungsplanes); internationaler Workshop am 22.11.2007 wurde sehr gut besucht.
Mein Ziel ist es die bereits -extern bestätigte- sehr hohe Lebensqualität in der Stadt Graz weiter zu gewährleisten und noch zu steigern. Zusätzlich hat Graz statistisch gesehen die höchste Lebenserwartung von Österreichs Hauptstädten.
Graz wächst und das Grazer Umfeld wächst mit - ich spreche daher gerne vom Großraum Graz: In Graz sind ca. 250.000 Bürgerinnen mit Hauptwohnsitz wohnhaft – doch täglich sind bis zu 440.000 Menschen in Graz. Dazu wird es notwendig sein die Herausforderung „Einpendeln“ mit geeigneten Maßnahmen zu erleichtern. Die ersten Schritte mit dem S-Bahn Konzept und den realisierten P&R Anlagen sind uns dazu bereits gelungen, den wir mit voller Energie weiter beschreiten wollen. Zusätzlich haben wir erstmals in der Geschichte in einer einzigen GR Funktionsperiode gleich 3 Straßenbahnverlängerungen umgesetzt. Wir haben hier noch viel vor und deshalb plane ich mit meinem Stadtrat Gerhard Rüsch den weiteren Ausbau des ÖV (Straßenbahnverlängerungen und die Nahverkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof)und der Radwege unter besonderer Berücksichtigung eines qualitätsvollen Städtebau der Grünraumversorgung und einer ordnungsgemäßen Architekturqualität.
Die interkommunale Kooperation mit Umland sehe ich als die Voraussetzung für die „erfolgreiche“ Weiterentwicklung des Ballungsraumes. Der Raumordnung als rechtlicher Rahmen für die wirtschaftliche Entwicklung messe ich daher besondere Bedeutung zu; Dabei verweise ich auf die zahlreich bestehenden Initiativen (REV, Regionaler Planungsbeirat, EU-Projekte, usw.).
7.) An der Technischen Universität Graz beginnen Männer und Frauen in einem ausgewogenen Verhältnis ihr Studium der Architektur, die Zahl der Frauen, die dieses Studium auch abschließen, liegt bei ca. 40%.
Um den Beruf der Architektin/des Architekten auch ausüben zu können, muss eine ZiviltechnikerInnenprüfung abgelegt werden, die Zahl der weiblichen Ziviltechnikerinnen liegt bei ca. 10%, die Zahl jener, die diese Befugnis auch aufnehmen und aufrecht führen bei ca. 4%.
FRAGEN:
Worin liegt Ihrer Meinung nach der Grund für das Abnehmen der Anzahl von Frauen im Laufe des Ausbildungsweges und im Beruf der selbständigen Architektin bzw. Ziviltechnikerin? Wie würden Sie Architektinnen auf ihrem beruflichen Weg unterstützen?
ANTWORTEN:
FPÖ:
Sofern es bei der Ausbildung keine unsachlichen Diskriminierungen von Frauen stattfinden, kann man gegen diese Disparität zwischen Männern und Frauen in Architekten-Kreisen nichts machen. Vielleicht sollte man eben die natürlichen Unterschied und Begabungen von Männern und Frauen endlich einmal akzeptieren und nicht ständig versuchen alles und jeden „gleicher als gleich“ zu machen. Das ist gegen die Naturgesetze.
GRÜNE:
Die Architektur ist meines Wissens der einzige Zweig der technischen Studienrichtungen, wo immerhin annähernd so viele Frauen wie Männer mit dem Studium starten. Dass es im Verlaufe des Studiums zu einer derartigen Ausdünnung kommt, hat wohl mehrere Gründe: die klassischen, wie Familiengründung - schlechte Vereinbarkeit von Familie und Beruf insbes. für Frauen; Selbständigkeit ist auch aus diesem Grund für viele Frauen eine schwierige Option. Aufstiegschancen sind auch ohne Kinder für Frauen immer noch mit einer gläsernen Decke versehen: Das liegt an wenig geschlechtergerechten Auswahl- und auch Entscheiderstrukturen. Manchmal habe ich auch - sehr persönlich - den Eindruck, dass die 70-80 Stunden Woche der so genannten "Vielleister" ein Mythos ist und zur Aufrechterhaltung eines "geschützten" Raumes gepflegt wird; Frauen haben oftmals einen höheren Anspruch an Lebensqualität (woher das immer kommt) und werden auf diese Weise abgeschreckt. Teamorientierung bringt natürlich keine entsprechende Karriere - vielleicht ist da auch was dran?
Ansätze: Förderung von jungen Frauen im Bereich der Technik - damit das Selbstvertrauen in diesem Bereich gestärkt wird. Entmystifizierung diverser "Männerwelten", Förderung von Büro und Arbeitsgemeinschaften; Ausschreibungen insbesondere unter diesem Aspekt.
KPÖ:
keine Antwort.
ÖVP:
Dieses allgemein gesellschaftliche Phänomen, dass technische Studien vermehrt männliche Absolventen aufweisen, wurde in Projekten wie z.B. FIT (Frau in die Technik) thematisiert. Ich werde daher diese oder gleichgelagerte Initiativen unterstützen und möchte aber festhalten, dass der Frauenanteil in der Architektur besonders hoch ist, gegenüber anderen technischen Fächern wie z.B. Maschinenbau.
8.) Zum sozialen Frieden
FRAGE:
Welches stadträumliche und Wohnraumangebot würden Sie in die Wege leiten, um den sozialen Frieden zwischen den Generationen und den Kulturen (Stichwort: MigrantInnen) zu sichern?
ANTWORTEN:
FPÖ:
Der soziale Friede in Graz ist mir ein besonderes Anliegen. Ich persönlich wünsche mir die gleiche Wohnungsbau-Vergabe wie es der Immobilienkonzern Nassauische Heimstätte Wohnstadt durchführt. Das über 64.000 Wohnungen in Hessen und Thüringen verfügende große Unternehmen der öffentlichen Hand wird Wohnungen künftig nur noch nach Ethnien getrennt vermieten. Damit wäre ein großer Schritt in Richtung eines langfristigen sozialen Friedens für unsere Stadt getan.
GRÜNE:
Integrationspolitik, die gut ist, fördert den sozialen Aufstieg von MigrantInnen und trägt so automatisch zu einer anderen Durchmischung der Stadt bei. Menschen die sozial mobiler sind, sind auch räumlich mobiler.
Unter akutellen Desintegrationsbedingungen ist vor Ort Siedlungsbetreuung analog zur Gebietsbetreuung Wien (z.b.) professionell und NICHT ehrenamtlich dringend notwendig. Baulich sollte insbesondere im sozialen Wohnbau verstärkt auf die Gestaltung des Freiraumes geachtet werden. Auch wenn der Kostendruck enorm ist, ist der Schaden von schlecht genutztem Raum unermesslich und letztendlich teuer. Also nicht jedem Druck nachgeben.
Mindeststandards im sozialen Wohnbau betreffen auch die Chancen, den öffentlichen Raum konfliktvermeidend und nicht -fördernd zu gestalten. Die Menschen wohnen nicht nur innerhalb ihrer Räume! Wohnen den heutigen Lebensformen angemessen muss möglich sein. Weiterer Mindeststandards: Von vorne herein optimal öffentlich erschlossen, Infrastruktur, Nahversorgung, Grün/Erholungsraum etc.. frau müsste meinen, dass das schon selbstverständlich wäre. Ist es aber nicht. Nicht in Graz.
KPÖ:
siehe Frage 6. Basis für friedliches Zusammenleben ist immer leistbarer wie zeitgemäßer Wohnraum. Soziale Durchmischung durch Errichtung ausreichender Gemeindewohnungen in allen Grazer Stadtbezirken. Ausreichendes Budget für wirklich ernst gemeinte Integrationsmaßnahmen. Aufklärungsarbeit.
In unserem Kommunalprogramm stellen wir dazu folgende Forderungen auf:
Wiedereinführung des sozialen Wohnbaus durch die Stadt Graz in Zusammenarbeit mit dem Land zur Schaffung moderner, leistbarer Wohnungen.
Einsatz von Vorbehaltsflächen für den kommunalen Wohnbau.
Einweisungsrecht der Gemeinde in einem zu bestimmenden Anteil (z.B. 5 %) in geförderte Neubauwohnungen als Förderungsvoraussetzung für Wohnbaugenossenschaften.
Soziale Mischung in Siedlungen, um Ghettobildung entgegenzuwirken.
Aufbau von Gebietsbetreuungen in Stadtvierteln mit besonderen sozialen Problemen.
Schaffung einer Infrastruktur, die den jeweiligen Bedürfnissen der Menschen in bestimmten Stadtvierteln entspricht (z.B. Werkstätten, Hobbyräume etc
ÖVP:
In der letzten Periode habe ich bereits das Integrationsreferat geschaffen um intern die über verschiedenste Referate verteilten Kompetenzen zusammenzuführen.
Der MigrantInnenbeirat funktioniert in der Stadt und mehrere Projekte wie z.B: „LQI“ = Lebensqualitätsindikatoren als Basis für Stadtentwicklungskonzepte,
Bürgerbeteiligungsprojekt „Zeit für Graz“ Werkstadt Graz etc. zeigen vom Einsatz für ein soziales Graz.
Im meinem Wahlprogramm habe ich auch „Leben ohne Generationengrenzen“ – Alt und Jung und Mediationsstellen in Konfliktsituationen bereits aufgenommen.
9.) Qualitäts- / Architekturvermittlung
FRAGEN:
Durch welche bildungspolitischen Maßnahmen im Schulwesen (insbesondere im Pflichtschulbereich) werden Sie die Bildung eines architektonisch-gestalterischen Qualitätsbewusstseins in der Bevölkerung ermöglichen?
Durch welche Maßnahmen werden Sie im Bereich der Erwachsenenbildung zeitgemäße Architekturvermittlung fördern?
ANTWORTEN:
FPÖ:
Ich glaube Architektur sollte von Haus aus so gestaltet werden, dass es Menschen anspricht und gefällt. Eine zusätzliche „Architektur-Erziehung“ kann nicht der richtige Weg sein.
GRÜNE:
LehrerInnenbildung als wichtiger Ansatz auf der einen Seite. Abkehr vom manchmal etwas abgehobenen Selbstbild auf der anderen Seite. Architektur ist eine Form, gestaltend auf diese Welt einzuwirken, aber nur in Kombination mit anderen Formen ergibt das auch einen Sinn. Das ist ein Plädoyer für mehr Interdisziplinarität und mehr "Popularität" auf Seiten der ArchitektInnenschaft - aber es geschieht hier schon einiges: siehe Inhalte und Herangehensweise der Plattform A!
KPÖ:
keine Antwort.
ÖVP:
Sämtliche Schulbauten/Erweiterungen werden über Architekturwettbewerbe durchgeführt = bildungspolitischer Auftrag.
10.) Nachwuchsförderungen
FRAGEN
Welche konkreten Förderungen, Erleichterungen bzw. Auftragsangebote können Sie anbieten, um JungunternehmerInnen in den Bereichen Architektur und Planung beim Aufbau ihres Unternehmens bzw. beim Start in die Selbständigkeit zu unterstützen?
ANTWORTEN:
FPÖ:
Prinzipiell müssen diese gleiche wie andere KMUs unterstützt werden. Eine spezielle Förderung von Jungunternehmern von Architekten und Planungs-Werkstätten hätte ich nicht vorgesehen.
GRÜNE:
GründerInnenpakete und auch Wirtschaftsförderung müssen insgesamt stärker auf EPUs und KMUs abgestimmt werden. Das geht von Mietenpolitik bis zur Förderung von Gemeinschaftslösungen. Förderungen für F&E, Vernetzungen und Interdisziplinäre Projekte. Bewerbe, die auch auf Nachwuchs achten und nicht nur auf "Namen" - gesunde Mischung. Mentoringprojekte, internationale Kooperationen ...
KPÖ:
Die Stadt als Bauherr könnte mit entsprechenden Projekten durchaus auch Jungarchitekten/innen fördern. Beim Projekt Grünanger ist es gelungen, durch zeitgemäße Architektur preisgünstige Wohnungen zu schaffen. In unserem Symposium zum sozialen Wohnbau haben wir Beispiele der Verbesserung von Raum-Milieus durch gezielte architektonische Maßnahmen diskutiert. Vorrangiges Ziel ist die Errichtung von leistbarem Wohnraum in allen Stadtbezirken.
ÖVP:
Es wird ein fixer Anteil an Jung-ArchitektInnen bei städtischen Wettbewerben berücksichtigt. Bei Gründung kann ich nur auf die Services der Magistratsabteilung Wirtschaft und Tourismusentwicklung und der Wirtschaftskammer verweisen.
11.) Creative Industries Styria
FRAGE:
Welche konkreten Schritte zur Förderung des kreativen Milieus schlagen Sie vor?
ANTWORTEN:
FPÖ:
Kreatives setzt sich im Leben immer durch. Wenn nicht, dann ist es nicht kreativ genug, oder gar nicht kreativ, sondern wird nur so bezeichnet. Eine finanzielle Förderung von Kreativität ist daher paradox.
GRÜNE:
Da fällt mir City of Design ein. Ein Projekt, das schon etwas voreilig aus dem Hut gezogen wurde (Wahlkampf is) - Natürlich sind die Creative Industries eine wichtige Zukunftsbranche, aber auch eine mit einer hohen Anfälligkeit zur Prekarität - also sozialversicherungsrechtlich, Altersvorsorge usw. muss noch viel stärker darauf abgestimmt werden - in Bezug auf die individuelle Situation der Beschäftigten in diesem Bereich.
Zu City of Design, Fachhochschulen, Plattform A und anderen Initiativen - ich wünsche mir gute Kooperationen, produktive Konkurrenz und politisches Wahrnehmen der Bedeutung von vorausschauender Gestaltung für diese Stadt, auch durch Einbeziehung der Expertisen aus diesem Bereich.
KPÖ:
siehe Antwort auf Frage 10.
ÖVP:
Gemeinsam mit LR Christian Buchmann habe ich diese Idee aufgebracht. Ich freue mich über die Unterstützung dieser Initiative durch IV, WK, den Bildungseinrichtungen und dem Land Steiermark, weil ich überzeugt bin dass gerade der Hochschulstandort Graz hohes kreatives Potential in sich birgt. Dieses bewusst zu machen, hervorzuheben, unterstützen und in marktfähige Produkte umzuwandeln ist ein hohes Ziel, welches sich lohnt weiter zu verfolgen. In unserem Regierungsprogramm wird sich die Beteiligung der Stadt Graz wiederspiegeln.
Graz wird “City of Design”!!
12.) Stellenwert von Architektur
FRAGEN:
Welchen Stellenwert hat zeitgenössische Architektur in Ihrem Programm?
Welches zukünftige Bauvorhaben für die Stadt Graz halten Sie für besonders wichtig und welche Prozesse würden Sie initiieren, um dieses zu einer qualitätsvollen Umsetzung zu begleiten.
ANTWORTEN:
FPÖ:
Gleiche Antwort wie auf Frage Numero 1
GRÜNE:
Zeitgenössische Architektur ist für eine urbane Partei wie die Grünen keine Frage. Am spannendsten aus jetziger Sicht: Reininghaus - ein ideales Beispiel für die Umsetzung des Gestaltungsbeirates. Andererseits wächst die Stadt weiter, die weitere Verbauung von Grünraum kann nicht mehr zugelassen werden. Also lautet die große Herausforderung und auch Chance: Verdichtung und Nutzung vorhandener Verbauung zur Optimierung. Das braucht eine gute Kooperation zwischen Politik, Verwaltung und ExpertInnen, wie ArchitektInnen, StadtsoziologInnen etc....
KPÖ:
Gemeindewohnungen auf Kasernengrund als Beispiele für modernen und integrativen sozialen Wohnbau.
ÖVP:
Im Arbeitsübereinkommen werde ich mich bemühen, Baukultur als fixen Bestandteil zu definieren. Wichtige Projekte sind in der Planungsphase: wie z.B. Nahverkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof, Neugestaltung Andreas Hofer Platz, Bad Eggenberg etc.
Für Platzgestaltung beim Bahnhof soll ein Wettbewerb durchgeführt werden.
13.) Wenn die Architekturfee käme, um Ihnen einen Wunsch zu erfüllen, wie würde er lauten?
ANTWORTEN:
FPÖ:
Liebe Architekturfee! Baue mir eine Gondel-Bahn durch die Stadt Graz! Danke!
GRÜNE:
Die Architekturfee würde mir ein zusätzliches Zimmer zaubern. Große Herausforderung in einer Mietwohnung;-), aber umziehen wollen wir auch nicht.
Darüber hinaus hätte ich gerne, dass Graz endlich stärker als kreative und mutige Stadt wahrgenommen wird: das kann auch Architektonisch zum Ausdruck kommen.
KPÖ:
Die Architekturfee sollte mir den Wunsch erfüllen, eine Konzeption des sozialen Wohnbaus in Graz zu verwirklichen, die nach sozialen, raumplanerischen und ästhetischen Kriterien an das "Rote Wien" heranreicht.
ÖVP:
„Architekturstadt Graz“ sollte sich als Fachbegriff etablieren.
- Verfasser/in:
- Plattform Architektur






