JOHNNY WEISSMÜLLER
(aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)
Johnny Weissmuller (eigentlich Peter John Weissmüller, getauft auf den Namen Johann Weissmüller, als János im Taufregister in der damaligen Amtssprache Ungarisch eingetragen) (* 2. Juni 1904 in Freidorf (ungarisch: Szabadfalu), Banat, damals Teil des Königreichs Ungarn, heute ein Stadtteil von Timişoara (dt.: Temeswar bzw. Temeschburg) in Rumänien, † 20. Januar 1984 in Acapulco, Mexiko) war ein US-amerikanischer Schwimmer und Filmschauspieler. 1932 wurde er mit seiner Rolle als Tarzan weltbekannt. Er war insgesamt fünfmal verheiratet.
Seine Eltern, Peter Weissmüller und Elisabeth Kersch, Banater Schwaben, wanderten 1904 aus Österreich-Ungarn in die USA aus, Johnny wuchs in Chicago auf und besuchte die dortige Universität.
Obwohl seine Kindheit von Krankheiten geprägt war, wurde er ungeschlagener fünffacher Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Spielen. Er war der beste Schwimmer seiner Zeit mit ungefähr 67 Weltrekorden (die genaue Anzahl ist nicht überliefert). Er war der erste Mensch, der die 100-Meter-Strecke in unter einer Minute bewältigte. Am 9. Juli 1922 stellte Weissmüller in Alameda, Kalifornien in genau 58,6 Sekunden einen neuen Weltrekord über 100 Meter auf. Zu Beginn der zwanziger Jahre entwickelte er seinen eigenen Schwimmstil, den sogenannten American Crawl.
Weissmüller war der erste Sportler, der auf Grund seines Erfolgs in den Filmstudios von Hollywood Karriere machen konnte. Zwischen 1932 und 1948 spielte er in zwölf Tarzan-Filmen die Rolle des Urwaldmenschen. Er verdiente damit Millionen, die er mit Hilfe seiner Ehefrauen und mit Alkohol wieder zum Fenster hinauswarf. 1948 bis 1955 drehte er in der Rolle des Jungle Jim einige weitere Filme und eine TV-Serie.
Außerdem war Weissmüller ein begeisterter Jodler. Er gewann mehrere Wettbewerbe und der Hauptteil des berühmten Tarzan-Schreies war auch aus Jodeln zusammengemischt. Seinem Dschungelschrei hat er übrigens auch den Rauswurf aus dem Altersheim zu verdanken. Auf seinem Grabstein im mexikanischen Acapulco stehen nur die drei Worte: Johnny Weissmüller, Tarzan.
JOHNNY WEISSMÜLLER BUND,
gegründet 1983 im Theater Cafe in Graz,
presents:
Allegro ma non troppo
Johnny Weissmüller Kochbuch - Von Freunden für Freunde
23. September 2005
Literaturhaus Graz
Etwa 120 Gästen, diese in animierter Stimmung, wird Uhudler angeboten und etwas mittelgroßes Kugeliges in der Form von wohlgelungenen Zwetschkenknödeln, nicht süß, bzw. von völlig anderem Geschmack.
Am Podium beim Abendmahl sitzend, von links nach rechts in alphabetischer Reihenfolge die vier Herren:
Wolfram Berger, später essend, Schauspieler.
August Ruhs, andauernd essend, Psychotherapeut.
I.S.I., Gastgeber, speist zwischendurch u n d später.
Manfred Wolff – Plottegg, Extrem Ironing Experte, isst wenig und spreizt zweimal den kleinen Finger der linken Hand ab, durchaus elegant.
Zur Einleitung wird ein Text in slowenischer Sprache von Savoj Zizek eingespielt.
„Gospod Slavoj Žižek je sporoĉil, da na žalost ne more osebno udeležiti današnje prireditve „allegro ma non troppo“ (= Poĉasi, toda ne preveĉ)
Njegov tekst bomo zato poslušali preko „Kinderüberraschungsei“ (= Otroško jajce presenečenja) iz traku. Veliko zabave!“.(Zitat)
Das Publikum lauscht verständnisvoll. Später wird erklärt, dass dieser Vortrag von Savoj Zizek die zivilisationsanalytische Bedeutung des generationsübergreifend beliebten “Überraschungseies“ im Allgemeinen und den Zusammenhang bzw. Widerspruch von Form, Inhalt und Verpackung des Objektes und seine Wirkung auf die Psyche des Kindes und später auf die des erwachsenen Menschen im Speziellen, behandelt.
Es folgen die Statements der genannten Herren. Allegro ma non troppo.
Bei Bergers Vortrag war ich beim zweiten Glas Uhudler und noch etwas unaufmerksam.
Ruhs behandelte die Speisenaufnahme und die Verdauung und insbesondere deren letzten Abschnitt, den Verdauungsschlauch als Transversale durch den menschlichen Körper zur funktionellen Integration untergeordneter Organe und sich selbst im Kotstock vollendend.
I.S.I. zeigte anhand einer Fotoserie von Erwin Wurm erstaunliche Zusammenhänge zwischen diversen extremen Körperhaltungen und der Werbewirksamkeit für das verdauungsregulierende Präparat EUCARBON auf.
Plottegg, bekannt als der Erfinder des binären Hauses, vermittelte ziemlich verständlich die prinzipielle Übereinstimmung von Rezepten, ob fürs Kochen oder fürs Häuslbauen.
„Die konservativen Algorithmen dienen der Reproduktion von vorweggenommenen Ergebnissen..., die generierenden Algorithmen überspringen normiertes Verhalten, sind also kreativ bis autokatalytisch, sorgen fürs Erstaunen“. (Zitat)
Alles klar?
In der Zwischenzeit war durch den Konsum von Uhudler und den der nicht zu benamenden gebackenen kugelförmigen Objekte die Stimmung im Publikum, und noch gesteigert durch die unerwarteten Aussagen der Experten, freud.ig.erregt.
Am Podium hatte man mittlerweile zum Verzehr des Abendmahles Platz genommen. Gereicht wurde ein Vitello tonnato an auf die Distanz nicht mit Sicherheit zu erkennenden Beilagen. Irgendetwas Grünes mit Beige, kreiert von den beiden Damen der Kunstwirtschaft, Graz.
Uhudler, diesmal mit Bretzen, stand weiter am Programm.
Später, es war eine laue Sommernacht, saß ich noch im Hof des Literaturhauses. Offensichtlich in Eile wegen der verspäteten Ankunft, direkt mit dem Auto aus dem 32-jährigen Exil in Deutschland angekommen, begrüßte mich Roland Berger als seinen alten Freund Günther Nenning.
Ich zeigte ihm und seiner bemerkenswerten Begleiterin den Weg zum Veranstaltungssaal.
Servus,
Heinz Wondra
aus dem Literaturhaus Graz.
23.09.2005, 23 Uhr 17
Buchempfehlung
Allegro ma non troppo
Johnny Weissmüller Kochbuch - Von Freunden für Freunde
herausgegeben von Dietmar Werner
ISBN 3 – 85420 – 506 - 6
Bestellungen über
Literaturverlag Droschl
Alberstraße 18
A-8010 Graz
- Verfasser/in:
- Heinz Wondra, Bericht
