1975 Grünflächenstudie Graz

Die Grünflächenstudie von Günther Tischler (1975) stellt in neun der sechzehn Grazer Stadtbezirke unterdurchschnittliche Grünausstattung fest und schlägt Maßnahmen vor.

26/07/2004

Günther Tischler im Auftrag von Stadtrat Erich Edegger und Vertretern des Stadtplanungsamtes

Leitbild: Das "städtische Grün" übt für den urbanen Lebensbereich des Städters notwendige Funktionen aus und es ist im Sinne der Daseinsvorsorge die Bereitstellung, Sicherung und Gestaltung von Grünflächen eine wichtige Aufgabe der hoheitlichen Planung.

Die Analyse hinsichtlich unterschiedlicher Funktionswerte wie Freizeit- und Erholungsfunktion, stadtgestalterische Funktion und stadthygienische Funktion ergibt: In neun der sechzehn Grazer Stadtbezirken, vornehmlich in den Stadtrandbezirken, herrschen hinsichtlich der quantitativen und qualitativen Ausstattung mit den in diese Studie eingegangenen Grünsparten unterdurchschnittliche bis besonders schlechte Verhältnisse. Es sind dies die Bezirke (gereiht nach "fallender Ausstattungsgüte"): Andritz, St. Peter, Gries, Wetzelsdorf, Waltendorf, Ries, Liebenau, Gösting und Straßgang.

Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Grünflächenversorgung, Vorschläge:

- Kernbezirke I-IV: die Entkernung der Innenhöfe und eine Verbesserung bzw. Intensivierung der Nutzungsmöglichkeiten in den Parks und Stadtgrünplätzen

- Eine das ganze Stadtgebiet betreffende, wichtige Maßnahme ist die Sanierung der die Stadt durchfließenden Gewässer bzw. deren Uferbereiche, um so die Möglichkeiten der hohen Funktionswerte des natürlichen Faktors Gewässer auszunutzen

- Die Schaffung von schwerpunktmäßig angelegten Freizeit- und Erholungszentren in den Stadttrandbezirken sollte trotz ihrer Nähe zum angrenzenden "Freiland" auf Grund ihrer schlechten Substituierbarkeit, einen wesentlichen Punkt in der zukünftigen Grünflächenpolitik der Stadt Graz darstellen

Quelle: Günther Tischler, Grünflächenstudie Graz, Graz 1975

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