Unter dem Würgegriff des Autoverkehrs wird die unerkannte und entvölkerte Altstadt (in den Siebzigerjahren) zum Leben erweckt, indem der vordergründige Bequemlichkeitsgewinn als schwerwiegender Identitätsverlust der Stadt ins politische Bewußtsein tritt.
Die räumlichen Konflikte vielerorts, beginnend mit der Eggenberger Autobahntrasse, mobilisieren die verlernte Bürgerverantwortung und tragen Graz den Ruf der "Stadt der Bürgerinitiativen" ein.
Zerbröckelnde und erstarrte Orte im Zentrums- wie im Randbereich der Stadt werden zu neuen Kommunikationspunkten, indem sie mit sozialen und kulturellen Programmen erfüllt werden.
Eugen Gross, "Stadtraum - Kulturraum - Stadt" in: Lebens- und Kulturraum Stadt, Österreichischer Akademikerverbund Steiermark, 1986 (?),", S 14
