Prof. Dr. Alois Pendl, Max Erich Feuchtinger und Karl-Heinz Schaechterle
Dies war der erste sowohl den öffentlichen Verkehr als auch den Individualverkehr umfassende "Generalverkehrsplan", der nach 1945 in Graz ausgearbeitet worden ist.
Dessen ungeachtet wurde er nicht durch den Gemeinderatsbeschluß als bindender Richtplan für den Ausbau des Verkehrsnetzes der Stadt Graz festgelegt, sondern diente nur als Arbeitsgrundlage.1
1962, auf den Generalverkehrsplan aufbauend, forderten Tendl-Köstenberger dem Zug der Zeit entsprechend die Erschließung der gesamten Stadt für den Autoverkehr, als auch einschneidende Stadtumbauten im Stadtkern.
Die Konzeption zweier, die beiden Murufer begleitenden innerstädtischen Hochleistungsstrassen, führte 1965 zum Neubau der Hauptbrücke mit Unterführung des östlichen Brückenkopfes.
Die deutlichste Wirkung dieses Verkehrsplanes erreichte die vorgeschlagene Lösung für die Einbindung von Graz in das überregionale Fernstraßennetz. Die im Laufe der Zeit in mehreren Schritten immer weiter nach Westen verlagerte Vorbeileitung des Fernverkehrs an Graz sollte nach diesem Plan durch Eggenberg erfolgen und an mehreren Punkten Verknüpfungen mit dem städtischen Netz erhalten. Die Situierung des neuen Unfallkrankenhauses begründete sich darauf.2Quellen:
1 Rudolf Wurzer, Erläuterungsbericht zur Flächennutzungsplanung 1970, S 30ff.
2 Hansjörg Luser, Leitbilder der Stadtentwicklung in Graz, in: Ohne Erinnerung, Dokumente zur Architektur N°4/95, HDA graz, S55 ff.
