Klar- und Richtigstellung zu den kritischen Kommentaren bezüglich Einladung zur Projekteinreichung für das "05/06 jahrbuch.architektur.HDA.graz":
Zu Wolfgang Feyferlik: Die im Kommentar wiedergegebene Diktion ist nicht die des Hauses der Architektur! Wir haben nicht um einen Förderbeitrag „aufgefordert“, sondern um einen solchen „höflich ersucht“ und dies auch entsprechend begründet. Zur Erinnerung sei noch erwähnt, dass der ursprünglich in Aussicht gestellte Beitrag der Kammer für das erste Jahrbuch auf ein Drittel reduziert wurde und nur durch diesen Umstand war die finanzielle Mitwirkung der von der Jury ausgewählten Architekten notwendig. Wir haben uns selbstverständlich auch bei den öffentlichen Stellen um eine Förderung bemüht und nicht nur versucht, „die Berufsvertretung der Architekten in die Pflicht zu nehmen“. Einem Missverständnis muss entgegengetreten werden: Es handelt sich bei den Architektenbeiträgen um Beiträge für die Druckkosten und nicht um solche zur Projekteinreichung! Es ist daher unrichtig, dass die Architekten bereits vor der Vorlage an die internationale Jury zu zahlen hätten. Der Text in der Ausschreibung lautet unmissverständlich: „Wenn eine gegenüber 2005 erhöhte Förderung .... nicht möglich sein sollte, müssten von den Architekten Druckkostenbeiträge in der Höhe von ca. € 100,00 pro Seite verlangt werden.“ Aufgrund der bisher positiv verlaufenden Gespräche mit den öffentlichen Stellen ist anzunehmen, dass diese Druckkostenbeiträge stark reduziert werden können. Es wäre für das Jahrbuch sicherlich positiv, wenn durch eine Erhöhung der Förderung durch die Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten auf die Einhebung solcher Beiträge gänzlich verzichtet werden könnte. Zu Ulrike Bogensberger: Mit der besonderen Einladung an die Architektinnen wird im Sinne der Jurymeinung auf die eher geringe Beteiligung beim letzten Jahrbuch reagiert. Es wird noch einmal klar gestellt, dass durch die Landesförderung weder für den Architekturpreispreis des Landes, Holzbaupreis noch für Projekte im Rahmen des „Geramb Dankzeichen für gutes Bauen“ Druckkostenbeiträge verlangt wurden bzw. werden. Zu Karin Tschavgova: Bei den vielen Kontakten mit Architektinnen und Architekten anlässlich des ersten Jahrbuches kam zum Ausdruck, dass das Engagement des Hauses der Architektur für die Herausgabe eines solchen Periodikums positiv gesehen wird, was auch durch die große Anzahl an Teilnehmern und Projekten unterstrichen wird. Kritische Anmerkungen zur Mitfinanzierung wurden nur von sehr wenigen vorgebracht, von einer „Filter“wirkung kann daher nicht gesprochen werden. Bezüglich der Finanzierung geht das Bemühen des Hauses der Architektur jedenfalls in die Richtung, möglichst ohne Druckkostenbeitrag durch die Architekten auszukommen. Dass dies zum Zeitpunkt des Projektstarts noch nicht definitiv zugesagt werden kann, liegt, wie bei vielen ähnlichen Vorhaben auch, an der eher komplizierten und zeitaufwändigen Entscheidungsfindung durch die Fördergeber.
- Verfasser/in:
- Heinz Rosmann, Kommentar des Projektleiters